Bus in Raumland gerammt, danach 2,63 Promille gemessen

700 E Geldstrafe für Trunkenheitsfahrt und Unfallflucht

JG Bad Berleburg. Den Abschluss seiner Ausbildung feierte Ende Mai ein Berleburger wohl ein wenig zu ausgiebig und mit viel zu viel Alkohol. Am Dienstag musste sich der 27-Jährige vor dem Berleburger Amtsgericht verantworten, weil er einen Verkehrsunfall verursacht hatte, sich vom Unfallort entfernte und 20 Minuten später bei ihm 2,63 Promille Alkohol im Blut festgestellt wurden.

Auf den Schrecken Flachmann geleert

»Es hätte auch ein Fahrrad sein können«, räumte der Berleburger im Gericht ein, dass ihm mittlerweile klar sei, wie gefährlich seine Trunkenheitsfahrt gewesen sei. Statt eines Fahrrads erwischte er einen Bus in Raumland. Verletzt wurde dabei niemand, davon habe er sich auch zunächst überzeugt. Doch dann habe er die Straße räumen wollen und zum Busfahrer gesagt, er fahre eben einmal rechts ran und aus dem Weg. Stattdessen fuhr er nach Hause und trank auf den Schreck erstmal noch einen Flachmann leer – bevor ihn dann die Polizei besuchte.

Noch ein Jahr Sperre für Führerschein

Staatsanwalt Wolfgang Nau sah in dem Fall eine »gewaltige Alkoholisierung«, er forderte für das unerlaubte Entfernen vom Unfallort und die vorsätzliche Trunkenheit im Straßenverkehr eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 10 e. Außerdem solle die Fahrerlaubnis, auf die der Berleburger seit fünf Monaten verzichtet, eingezogen und frühestens in einem Jahr wieder ausgehändigt werden. Verteidigerin Dr. Sabina Bald fand, dass 50 Tagessätze und sechs Monate Sperrfrist genug wären. Richter Torsten Hoffmann schloss sich im Urteil allerdings Wolfgang Nau an. Er wolle dem Angeklagten zwar die Reue abnehmen, doch das Maß der Alkoholisierung sei hoch und der Schaden von 3300 e – die der Angeklagte an seine Versicherung zurückzahlen muss – ebenfalls nicht unbeträchtlich gewesen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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