Bus von Christianseck zur Elsoffer Schule gestrichen

Eltern wehren sich: »Können das so nicht stehen lassen«

Christianseck. Die Stadt Bad Berleburg ist auf dem Weg, in absehbarer Zeit Haushaltssicherungskommune zu werden – dies wird mittlerweile als offenes Geheimnis gehandelt. Soll heißen, die Odebornstadt muss die Sparhebel künftig noch kräftiger anziehen als dies bereits bisher der Fall war. Bedeutet im Klartext, freiwillige Ausgaben werden gestrichen, der Etat beschränkt sich auf gesetzlich vorgeschriebene Aufwendungen.

Dies führt zwangsläufig auch zu Konflikten – so wie jetzt im Fall von fünf Schülern aus Christianseck, die derzeit mit einem Kleintransporter in die Elsoffer Grundschule gefahren werden. Damit ist nach den Sommerferien Schluss. Das Ordnungs- und Schulverwaltungsamt der Stadt Bad Berleburg ließ die betroffenen Eltern wissen, dass der Fahrdienst ab dem neuen Schuljahr eingestellt werde. Entweder sei der Transport selbstständig zu organisieren oder es würden 100 e monatlich pro Schüler fällig.

»Das können wir natürlich so nicht stehen lassen«, sagte Gertrud Marburger, eine der betroffenen Mütter gegenüber der Siegener Zeitung. Man könne sich doch nicht extra ein zweites Auto anschaffen, um die Kinder zur Schule nach Elsoff zu bringen und noch dazu den gesamten Tagesablauf darauf ausrichten, wie und wann Sohn oder Tochter nach Elsoff gefahren oder dort abgeholt werden müssten. »Und 100 e im Monat, das ist natürlich eine Stange Geld«, fasste Gertrud Marburger zusammen. Man habe mittlerweile auch die CDU-Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter eingeschaltet. Sie und die übrigen Eltern vermissten vor allem die Gesprächsbereitschaft im Berleburger Rathaus.

Dies wollte Günter Knebel, Leiter des Ordnungs- und Schulverwaltungsamtes, so nicht stehen lassen. Die Behörde stehe den Eltern jederzeit zur Verfügung, »wir versuchen natürlich eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten gleichermaßen gerecht wird«. Die Kommune sei letztlich an die Schülerfahrtkostenverordnung gebunden, daher müsse man einfach zu dem Schluss kommen, dass der tägliche Transport für sehr wenige Kinder einfach zu kostspielig sei.

Die Behörde habe bereits Verhandlungen mit einem Elternteil über eine Übernahme der Fahrten aufgenommen, doch ein Ergebnis liege bislang nicht vor. »Wir suchen nach einem Kompromiss«, lautete das abschließende Angebot von Günter Knebel.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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