Heim am Sähling Bad Berleburg
Clowns zaubern Senioren ein Lächeln ins Gesicht

Der Besuch der Clowns Karl-Heinz und Karlotta im Haus am Sähling war etwas ganz Besonderes – für die Mitarbeiter und die Bewohner gleichermaßen.
  • Der Besuch der Clowns Karl-Heinz und Karlotta im Haus am Sähling war etwas ganz Besonderes – für die Mitarbeiter und die Bewohner gleichermaßen.
  • Foto: vc
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vc Bad Berleburg. Den Bewohnern auch in Zeiten der Corona-Pandemie ein Lächeln ins Gesicht zaubern und für eine willkommene Abwechslung sorgen: Das war ein wichtiges Ziel von Edith Aderhold, die das Seniorenheim am Sähling leitet. Zu diesem Konzept gehörten interne Maifeste, aber auch Überraschungs-Aktionen wie etwa am Freitagnachmittag: Da schauten die Klinik-Clowns Karlotta und Karl-Heinz vorbei, um gute Stimmung zu verbreiten. Sie brachten viel Empathie und natürlich ihre Gitarren mit.

„Dat Du meen Leevsten büst“ – mit diesem Hit von Lale Andersen sorgte Karlotta, die in ihrem bürgerlichen Leben Kirsten Moritz heißt, gleich für Aufmerksamkeit in einem der Aufenthaltsräume im Haus am Sähling. Die Bewohner hatten sofort ein Lächeln im Gesicht, aber man merkte, dass es schon etwas sehr Ungewöhnliches war, wenn plötzlich zwei Clowns mit Gitarre und guter Laune um die Ecke kommen.

Clowns gehen gezielt auf die Senioren ein

„Was wir hier machen, ist keine Bühnenshow, sondern wir gehen auf die Bewohner ein, besuchen sie auch in ihrem Zimmer“, berichtete Clown Karl-Heinz alias Thomas Paul Schepansky.
Denn neben Musikstücken und kleinem Schabernack waren es gerade die Nähe und der persönliche Kontakt, die die Arbeit der ausgebildeten Klinik-Clowns definiert. „Wir holen die Menschen da ab, wo sie sind, versuchen, die Stimmung in einem Zimmer mit aufzunehmen. Da wird gelacht, aber auch geweint“, betonte Kirsten Moritz. Sie ging in die Hocke und nahm mit einer Bewohnerin persönlichen Kontakt auf. Die alte Dame hatte direkt ein Lächeln auf den Lippen.

Clowns wurden bereits gegen Corona geimpft

Dass Kirsten Moritz und ihr Kollege Thomas Paul Schepansky so nah auf die Menschen zugehen konnten, lag aus medizinischer Sicht auch daran, dass die beiden bereits geimpft worden sind – so wie auch die Bewohner des Seniorenheims am Sähling, die schon vor acht Wochen die Corona-Impfung erhalten hatten. Des Weiteren trugen die beiden Clowns auch Schutzmasken und wurden zudem einem Schnelltest unterzogen. Aus dienstlicher Sicht steckten hinter den Masken eben Profis, die schon zuvor in einem Pflegeberuf, als Schauspieler oder als Pädagoge tätig gewesen sind. „Einige gehen der Tätigkeit hauptberuflich nach, für andere ist das ein Standbein von vielen. Allen gemein ist die Ausbildung durch den Verein“, erzählte Kirsten Moritz.

Auch im vergangenen Jahr waren die Klinik-Clowns in Bad Berleburg zu Gast. „Da fand das Ganze aber noch im Außenbereich statt“, berichtete Edith Aderhold, die am Freitag sichtlich froh war, dass die Clowns wieder direkt zu den Bewohnern durften. Sie ergänzte: „Es war im vergangenen Jahr alles anders. An Impfungen war gar nicht zu denken und Material für das Pflegepersonal fehlte. Das hat sich alles verbessert und man weiß nun, wie man handeln muss.“

Am Sähling steht ein Maifest an

Und so halten sozialen Kontakte von Tag zu Tag wieder mehr Einzug in das Haus am Sähling, in dem mittlerweile nur noch ein Teil der Bewohner und der Mitarbeitenden anzutreffen waren. Gut die Hälfte der Bewohner und der Mitarbeiter zogen in das Friederike-Fliedner-Haus um. Edith Aderhold: „Das muss sich erst einmal wieder einspielen. Aber auf eins freuen wir uns schon einmal: Das Maifest, das wir – noch intern – in Kürze bei uns im großen Saal feiern.“

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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