Langlauf-Gebiete hoffen auf langen Trend
Corona bremst den besten Winter seit Jahren aus

Waren das noch Zeiten – diese Aufnahme ist zugegeben eine aus dem Archiv. Wettkämpfe fanden auf der Wunderthäuser Pastorenwiese im zurückliegenden Winter trotz idealer Bedingungen leider nicht statt. Dennoch hoffen die Verantwortlichen darauf, dass der Trend hin zum Langlauf-Sport ein nachhaltiger ist.
  • Waren das noch Zeiten – diese Aufnahme ist zugegeben eine aus dem Archiv. Wettkämpfe fanden auf der Wunderthäuser Pastorenwiese im zurückliegenden Winter trotz idealer Bedingungen leider nicht statt. Dennoch hoffen die Verantwortlichen darauf, dass der Trend hin zum Langlauf-Sport ein nachhaltiger ist.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Winterberg/Girkhausen/Wunderthausen. Das hätte eine hervorragende Saison werden können. Normalerweise kommen die alpinen Skigebiete in einem solchen Winter wie dem zurückliegenden auf bis zu 120 Saison-Tage. Im Corona-Winter sieht das anders aus. Die Liftbetreiber rechnen damit, noch bis über die April-Mitte hinaus Wintersport anbieten zu können. Einige Lifte werden voraussichtlich auch in der kommenden Woche noch laufen. 57 Tage, an denen die Temperatur dauerhaft unter null Grad lag und 67 Tage mit mindestens 20 Zentimeter Naturschnee sind im Wintertourismus normalerweise ein Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Der beste Winter seit fünf Jahren. In einer rekordverdächtigen Saison begrüßt die Region bis zu einer Million Skifahrer, Rodler, Langläufer, Eventbesucher und Winterwanderer.

Große Nachfrage in Skigebieten - aber strenge Corona-Auflagen

Späte Erlaubnis: Am 8. März ging es los. Nur wenige Tage nachdem die hessische Landesregierung den Weg frei gemacht hatte für Liftbetrieb in Willingen. Daraufhin erteilte auch NRW die Genehmigung. Am 9. März ging das Skiliftkarussell Winterberg an den Start.

Liftbetrieb in Winterberg startet

Am 20. und 21. März richtete das Skikarussell Altastenberg noch seine Pisten her und ließ einen Lift laufen. Alle anderen gingen leer aus. Der spontane Start mit guten Wintersportbedingungen war nur möglich, da die zwei Skigebiete in den sehr kalten Phasen Schnee produziert, auf Depots gelagert und sich so jederzeit startklar gehalten hatten. Dabei war der Betrieb für diejenigen, die geöffnet hatten, alles andere als wirtschaftlich. Hohe Sicherheitsauflagen und eine Reduzierung der Besucher auf 20 Prozent des regulären Betriebs sorgten dafür, dass an den Betriebstagen allenfalls kostendeckend gearbeitet werden konnte. Dies war nur möglich durch einen Onlineticket-Verkauf und die Beschränkung auf Tages-, Vormittags- und Nachmittagstickets. Dabei war die Nachfrage groß.

Auch Ski-Standort Wunderthausen und Girkhausen leiden unter Corona

Kleine Skigebiete: Die vielen kleinen Skigebiete ohne technische Beschneiung wären im kalten, beständigen und schneereichen Corona-Winter auf bis zu 50 Saisontage gekommen. Das gab es seit dem Winter 20012/13 nicht mehr. Doch sie alle gingen leer aus. Denn als die Genehmigung zur Öffnung vorlag, war nicht mehr genug Naturschnee vorhanden.

Langlauf ohne Beschränkungen und dennoch nur bedingt erfolgreich: Lediglich die Loipen-Skigebiete unterlagen keinen Auflagen. Ungeachtet vieler Änderungen der Verordnungen war Langlauf und das Spuren der Loipen durchgehend erlaubt. Doch auch Standorte wie Wunderthausen und Girkhausen bekamen die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu spüren. Die Orte scheuten sich, auf die Angebote offiziell aufmerksam zu machen – aus Sorge davor, einen Besucheransturm auszulösen. Aus diesem Grund entschieden sich nur wenige, die Loipen zu spuren, viele ließen die schneereiche Zeit ungenutzt. 274 Loipenkilometer waren Anfang Februar gespurt, der Höchststand des Winters. Es hätten über viele Tage hinweg mehr als 500 sein können.

Diejenigen, die ein Langlauf-Angebot geschaffen hatten, bekamen auch positive Auswirkungen zu spüren. Die Nachfrage war groß, die Besucher dankbar und die Spenden flossen vergleichsweise kräftig, berichteten die Betreiber der geöffneten Loipen-Skigebiete. Da der nordische Wintersport ohne Ticketverkauf auskommen muss und allein auf freiwillige Zuwendungen angewiesen ist, fließt ein Teil der Finanzierung über den Loipenverein Nordicsport-Arena.

Er verzeichnete in den zurückliegenden Monaten einen kräftigen Zuwachs. Der Verein ist um 60 neue Mitglieder auf aktuell 220 gewachsen. In den zurückliegenden Monaten haben viele Menschen den Langlauf für sich entdeckt oder wiederentdeckt. Weil auch die Skiverleihe über lange Wochen hinweg nicht geöffnet hatten, waren Langlauf-Skier ein begehrtes Gut und teils ausverkauft. Die Betreiber der Loipen gehen davon aus, dass dieser Trend eine nachhaltige Wirkung hat.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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