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Lokale Aktionsgruppe zieht Bilanz
Dank Leader eine echte Vorzeigeregion

Das Wittgensteiner Leader-Führungsteam: LAG-Vorsitzender Holger Saßmannshausen (2. v. l.) mit den Regionalmanagern Jens Steinhoff (l.), Stefanie August und Andreas Bernshausen.
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  • Das Wittgensteiner Leader-Führungsteam: LAG-Vorsitzender Holger Saßmannshausen (2. v. l.) mit den Regionalmanagern Jens Steinhoff (l.), Stefanie August und Andreas Bernshausen.
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bw Bad Berleburg/ Bad Laasphe/Erndtebrück.  „Trotz der Bürokratie: Leader ist gut und wichtig für die Region.“ Mit dieser Einschätzung trifft Holger Saßmannshausen als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe sicherlich den Nagel auf den Kopf. „Im Ergebnis steht ein nachhaltiger Entwicklungsprozess – diesen spiegeln auch die insgesamt 42 Förderprojekte wider, die seit 2016 in Wittgenstein entwickelt wurden.“ Gerade im vergangenen Jahr hat die Leader-Region noch einmal Gas gegeben – trotz (auch ohne Corona) schwieriger Rahmenbedingungen. Denn personell musste sich das Leader-Regionalmanagement neu aufstellen, da Carolin Lünser in Elternzeit ging und Ines Wünnemann sich beruflich veränderte. Seit Mai sind deshalb Stefanie August und Andreas Bernshausen im Regionalmanagement tätig.

bw Bad Berleburg/ Bad Laasphe/Erndtebrück.  „Trotz der Bürokratie: Leader ist gut und wichtig für die Region.“ Mit dieser Einschätzung trifft Holger Saßmannshausen als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe sicherlich den Nagel auf den Kopf. „Im Ergebnis steht ein nachhaltiger Entwicklungsprozess – diesen spiegeln auch die insgesamt 42 Förderprojekte wider, die seit 2016 in Wittgenstein entwickelt wurden.“ Gerade im vergangenen Jahr hat die Leader-Region noch einmal Gas gegeben – trotz (auch ohne Corona) schwieriger Rahmenbedingungen. Denn personell musste sich das Leader-Regionalmanagement neu aufstellen, da Carolin Lünser in Elternzeit ging und Ines Wünnemann sich beruflich veränderte. Seit Mai sind deshalb Stefanie August und Andreas Bernshausen im Regionalmanagement tätig. Relativ viele Mittel waren Anfang 2020 noch nicht gebunden. „Wir mussten die PS deswegen auf die Straße bringen“, so Holger Saßmannshausen. Das ist dem Team gelungen.

1,8 Millionen fast verbraucht

Vom zur Verfügung stehenden Projektbudget von rund 1,8 Millionen Euro sind aktuell 97 Prozent bereits ausgegeben oder an ausstehende Projekte gebunden. Dazu gehören drei bereits beschlossene Vorhaben, deren Bewilligung noch aussteht. Für Stefanie August wäre es wichtig, dass bei diesen drei Projekten in der Antragsstellung bis April Klarheit bestehen würde:

• „Alter Bahnhof, neues Umfeld – Einstiegsportal Erlebnisorte Eder-Radweg“ der Gemeinde Erndtebrück;

• Projekte zur Förderung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Ortschaften der Stadt Bad Berleburg;

• Wegweiser in das digitale Schaufenster (Phase 2 und 3) des Vereins Bonuspunkt Wittgenstein.

Ob sich Wittgenstein für die neue Förderperiode des Leader-Programms wieder bewerben wird, müsse die Politik der drei Kommunen entscheiden, erläutert Holger Saßmannshausen, der aber keinen Zweifel daran lässt, dass er die erneute Teilnahme sehr begrüßen würde. Auch nach Ansicht der zuständigen Dezernentin der Bezirksregierung, Sabine Möglich-Bangemann, ist Wittgenstein eine Vorzeigeregion. In einer zweiten Runde böte sich ja außerdem der Vorteil, mit der entsprechenden Erfahrung ans Werk gehen zu können. Laut Bezirksregierung Arnsberg und Umweltministerium NRW startet in diesem Jahr das Bewerbungsverfahren für die Regionen. Vom Land werden allerdings für die zweijährige Übergangsphase zur neuen Förderperiode zusätzliche Fördermittel bereitgestellt.

Kleinprojekte haben weiter Chancen

Was auf jeden Fall eine Fortsetzung findet, ist die Förderung von Kleinprojekten, über die im vergangenen Jahr weitere 14 Maßnahmen mit einer Gesamtsumme von 185 000 Euro realisiert wurden. Dabei wird eine Förderung von 80 Prozent gezahlt, im vergangenen Jahr mussten gut und gerne 20 Projekte unberücksichtigt bleiben – die Projektträger erhalten nun also eine weitere Chance. Sobald die Höhe des Förderbetrags bekannt ist, solle erneut ein Projektaufruf folgen, sagt Stefanie August. Mit der Kleinprojekte-Förderung gehe Leader auch in die Breite. Eine Fortführung dieses Programms sei bis 2023 angekündigt, was viele Vereine überaus freuen dürfte. „Wir haben bereits die maximale Fördersumme beantragt“, so Stefanie August. Die maximale Projektsumme beträgt 20 000 Euro.

Auch kleine Projekte können eine große Wirkung zeigen – ob mit der neuen Weihnachtsbeleuchtung für die Ortskerne von Erndtebrück und Diedenshausen, ob mit der neuen Bank aus der Wilhelmseiche in Bad Laasphe oder mit dem barrierefreien Bodentrampolin für das Abenteuerdorf in Wemlighausen. „Das sind richtige Erfolgsgeschichten“, sagt Holger Saßmannshausen und freut sich über die Fortsetzung.

Kerstin Grünert neue Vorsitzende

Eine Veränderung wird es im Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) geben: Stefan Berk hat bekanntlich die Kirchengemeinde Erndtebrück verlassen – seinen Posten im LAG-Vorstand übernimmt nun folgerichtig Kerstin Grünert als stellv. Vorsitzende. Für Holger Saßmannshausen ist es schade, dass Stefan Berk kein würdiger Abschied zuteil werden konnte: Er habe ja den Leader-Prozess maßgeblich geprägt.

Das Wittgensteiner Leader-Führungsteam: LAG-Vorsitzender Holger Saßmannshausen (2. v. l.) mit den Regionalmanagern Jens Steinhoff (l.), Stefanie August und Andreas Bernshausen.
Ein echtes Leader-Vorzeigeprojekt ist der Ederauenpark, der seit vergangenem Jahr in Erndtebrück entsteht.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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