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Naturschutzbund gibt Tipps
Das muss man bei der Fütterung von Vögeln jetzt beachten

Bei Minustemperaturen und geschlossener Schneedecke gestaltet sich die Futtersuche schwer. Viele heimische Vogelarten, wie hier der Grünfink, scharen sich um die Futterstellen in den Wittgensteiner Gärten.
  • Bei Minustemperaturen und geschlossener Schneedecke gestaltet sich die Futtersuche schwer. Viele heimische Vogelarten, wie hier der Grünfink, scharen sich um die Futterstellen in den Wittgensteiner Gärten.
  • Foto: Daniel Montanus
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vc Rinthe. Minus 15 Grad zeigte das Quecksilber am Dienstagmorgen zwischen Schameder und Rinthe an. Sing- und Zugvögel haben mit der Temperatur zu kämpfen. Sollte man unter diesen Umständen die Vögel im Garten füttern? Die Siegener Zeitung hat beim Naturschutzbund Siegen-Wittgenstein nachgefragt.

Der richti

vc Rinthe. Minus 15 Grad zeigte das Quecksilber am Dienstagmorgen zwischen Schameder und Rinthe an. Sing- und Zugvögel haben mit der Temperatur zu kämpfen. Sollte man unter diesen Umständen die Vögel im Garten füttern? Die Siegener Zeitung hat beim Naturschutzbund Siegen-Wittgenstein nachgefragt.

Der richtige Mix bedient verschiedene Vogelarten

Ein eindeutiges „Ja“ kommt von Michael Düben. Der Wittgensteiner ist Mitglied im Kreisvorstand des Naturschutzbundes (NABU) Siegen-Wittgenstein und beobachtet sehr genau, was in seinem Garten vor sich geht. Michael Düben hat einige Tipps zur Fütterung parat: „Ein Mix aus Sonnenblumenkernen, Haferflocken und Körnern bedient unterschiedliche Vogelarten. So finden sowohl Amseln als auch Finken etwas. Heute Morgen war am Futterplatz die Hölle los. Rund 50 Bergfinken hatten sich eingefunden – sie sind aktuell aus dem Norden und Osten ja zahlreich in Wittgenstein zu Gast“, sagt Michael Düben.
Über deren zahlreiches Vorkommen in einem Waldstück bei Bad Berleburg hatte die Siegener Zeitung ausführlich berichtet.

Spektakel am Himmel über Bad Berleburg

„Wer Fettbällchen aufhängt, sollte darauf achten, keine im Plastiknetz zu nutzen,“ so Michael Düben. Sobald die Netze leer seien, könnten sich Vögel dort verfangen. „Auch Futtersäulen sind eine gute Wahl. Da stimmt die Hygiene. Es ist wichtig, das alte Futter möglichst täglich zu entsorgen.“ Gerade in diesen Tagen ist die Hygiene am Futterplatz besonders wichtig.

Futterstellen mit heißem Wasser reinigen

Unter den Finken grassiert eine Infektionskrankheit, der allein in einem Garten in Bad Laasphe 30 Vögel zum Opfer gefallen waren (die Siegener Zeitung berichtete). Der NABU riet darauf hin, die Vogel-Fütterung einzustellen. „Reinigen Sie ihre Futterstellen mit heißem Wasser, legen Sie zumindest für drei Wochen kein Vogelfutter mehr aus und lassen Sie die Vogeltränken trocken, sozusagen ein Lockdown an der Futterstelle, um Infektionsketten zu vermeiden. Ein tägliches Reinigen von Futter- und Wasserstellen reicht nicht aus. Sie tun den Vögeln damit einen großen Gefallen“, richtet Prof. Klaudia Witte, Vorsitzende des NABU Siegen-Wittgenstein, einen dringenden Appell an alle Vogelfreunde.

Anzahl der Singvögel geht in Europa zurück

Dazu Michael Düben: „Auch wer aktuell noch an der Futterstelle einen kranken Vogel entdeckt, der sich apathisch verhält, die Augen verklebt hat oder kein Fluchtverhalten mehr an den Tag legt, sollte sofort die Fütterung unterbrechen.“ Doch die Sing- und Zugvögel seien unter Druck, berichtet Michael Düben.
„Die Anzahl von Singvögeln sinkt in Europa von Jahr zu Jahr. Das hängt auch am Insektensterben, aber auch daran, dass wir jeden Tag Freiraum und naturnahe Flächen verbauen. Hinzu kommt noch die Landwirtschaft mit ihren Monokulturen.“ Diese Stressfaktoren – und aktuell sicherlich die winterlichen Temperaturen weit unterhalb der Frostgrenze – führten dazu, dass auch Mitglieder des NABU die Vögel in ihrem Garten fütterten. „Und zwar ganzjährig“, betont Michael Düben abschließend.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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