Der Brandschutzbedarfsplan bestimmte die Arbeit

Bad Berleburger Feuerwehr sah aber bei der Jahresdienstversammlung in Wunderthausen schon wieder ganz andere Aufgaben auf sich zu kommen

SG Wunderthausen. Gerhard Reber begrüßte als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Berleburg am Samstag 289 Mitglieder zur Jahresdienstversammlung in der Wunderthäuser Schützenhalle. Bürgermeister Hans Werner Braun stellte in seinem Grußwort fest, dass man froh sein solle, dass es die Freiwillige Feuerwehr gebe, und dankte so für Einsatzwillen und Bereitschaft. Er erläuterte außerdem, dass die Kameraden einen Anspruch auf ordentliche Ausstattung und Ausbildung hätten.

Im Jahresbericht des Wehrführers wurde bekannt gegeben, dass es zum Jahresende 480 aktive Kameraden, 20 Kameradinnen und 127 Jugendliche gab. Die Wehr verfügt über 31 Einsatzfahrzeuge. Wobei einige Fahrzeuge Durchrostung oder Ansätze von Korrosion aufweisen, die in naher Zukunft eine aufwändige Instandsetzung erforderlich machten, so Gerhard Reber. Betroffen auch die Drehleiter, das Tanklöschfahrzeug des Löschzuges 1 wurde aufgrund gravierender Mängel stillgelegt. Ersatz gibt es dafür erst im November, da man mit dem Antrag bis zur Verabschiedung des Brandschutzbedarfs warten musste.

Wegen brandschutz-technischer Mängel musste der Schulungsraum im Wunderthäuser Gerätehaus geschlossen werden, die theoretische Ausbildung findet nun im Gemeinschaftsraum der Grundschule statt. Gerhard Reber appellierte an dieser Stelle, dass ohne Eigenleistung der Kameraden bei knappen finanziellen Mitteln, nichts gehe, und machte klar, dass keine architektonische Prachtbauten erwartet werden, sondern Gebäude, deren funktionelle Einrichtung die tägliche Arbeit ermögliche und erleichtere.

Im Vordergrund steht nun aber die Komplettierung der Einsatzschutzkleidung. Überjacken, Einsatzanzüge, Schutzhandschuhe und Helme gelte es, noch anzuschaffen. Die Anschaffungen im vergangenen Jahr erforderten rund 43000 e. Allein bei den Einsätzen in Sassenhausen wurden Ausrüstungsteile und Schutzkleidung im Wert von 4400 e unbrauchbar. Insgesamt zählte die Einsatzstatistik 2002 32 Brandeinsätze und 76 Technische Hilfeleistungen. Die geschätzte Schadenssumme liegt bei 1,2 Mill. e. »Das letzte Jahr wurde durch die Arbeit am Brandschutzbedarfsplan bestimmt«, so Gerhard Reber: »Die aufwändige Planung, die allen Mitwirkenden eine Menge zusätzlicher Arbeit beschert hat, zeigt, dass die Organisation unserer Wehr ein hohes Maß an Effektivität bietet und wir insgesamt gut aufgestellt sind, um den heutigen Aufgabenstellungen gerecht zu werden.«

Nach den Berichten des Jugendfeuerwehrwartes, des Feuerwehrarztes sowie des Ausbildungsbeauftragten und über die Kasse, ehrte man folgende Kameraden für aktiven Dienst seit 25 Jahren mit Silber: Jürgen Münker, Roland Dickel, Ludwig Lückel, Lothar Schmeichel, Rüdiger Althaus, Uwe Bollhorst, Rainer Dienst, Ernst Althaus, Georg Otto Marburger, Harry Briel, Jürgen Böhl, Heinz Georg Heß, Manfred Kuhmichel, Rainer Breuer, Reinhold Krämer, Karl Heinz Kraft, Stefan Groß, Thomas Kroh und Friedhelm Imhof. Gold für 35 Jahre aktiven Dienst erhielten Fritz Reiner Grebe, Horst Wolf sowie Wilhelm Mosch. Anschließend kam man zum »Höhepunkt« einer Generalversammlung, wie sich Gerhard Reber ausdrückte. Es sei eine Ehre für einen Wehrführer, Kameraden zu befördern. So ernannte er Steven Gass (LG Diedenshausen) zum Unterbrandmeister, Stefan Scholz (LZ Bad Berleburg), Thorsten Müller (LGHemschlar) und Matthias Strack (LZ Aue/Wingeshausen) zu Brandmeistern. Schließlich wurden Ralf Buchwald (LG Girkhausen), Stefan Sonneborn (LG Girkhausen), Thomas Schneider (LG Schwarzenau) und Fotios Vlassis (LZ Aue/Wingeshausen) zum Oberbrandmeister ernannt. In die Ehrenabteilung wurden die Hauptfeuerwehrmänner Werner Peuker (LZ Bad Berleburg), Helmut Grauel (LG Schüllar/Wemlighausen), Walter Kroh (LG Arfeld) und Unterbrandmeister Karl Wilhelm Julius sowie Udo Hugo Müller (beide LG Schwarzenau) übernommen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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