Wasserspeicher auf dem Arfelder Berg
Der neue Hochbehälter hat den Namen redlich verdient

Noch ist der neue Trinkwasserhochbehälter „Arfelder Berg“ eine Baustelle, ab Oktober soll der 500-Kubikmeter-Wasserspeicher ans Netz gehen. Foto: Björn Weyand
  • Noch ist der neue Trinkwasserhochbehälter „Arfelder Berg“ eine Baustelle, ab Oktober soll der 500-Kubikmeter-Wasserspeicher ans Netz gehen. Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

bw Elsoff/Schwarzenau. Von außen wirkt das Bauwerk auf dem Arfelder Berg zwischen Schwarzenau und Elsoff ja wie eine große Scheune. Dass es aber ein riesiger Wasserspeicher ist, zeigte am Donnerstagnachmittag die Stadt Bad Berleburg gemeinsam mit der Firma Hydro-Elektrik bei einer Baustellen-Begehung. Knapp sechs Meter hoch sind die beiden Hochbehälter, die innerhalb des Holzgebäudes entstanden sind, beide haben einen Durchmesser von 7,50 Meter und ein Fassungsvermögen von jeweils 250 Kubikmeter Wasser.

Für die Besucher führten Maik Hagedorn vom Technischen Vertrieb der Herstellerfirma aus Ravensburg am Bodensee und seine Kollegen vor, wie eine der Kammer verschweißt wird. „Wir fertigen den Hochbehälter direkt vom Coil herunter“, berichtete Maik Hagedorn. Drei Millimeter dicker Duplex-Stahl kommt dabei zum Einsatz. „Das sollte für die Ewigkeit sein“, betonte Maik Hagedorn mit einem Schmunzeln. Das Unternehmen hält auf die Maschinerie für die Herstellung solcher Wasserspeicher ein Patent. Im Bad Berleburger Stadtgebiet entsteht erstmalig ein Hochbehälter in dieser Bauweise, wie Achim Vorbau als Betriebsleiter der Stadtwerke erläuterte. Allerdings gebe es ähnliche Hochbehälter schon im Bereich des Wasserverbands.

Der neue Speicher ist ein Ersatzneubau für zwei alte Hochbehälter. Der eine in Elsoff ist außer Betrieb, unter anderem weil er zu niedrig gelegen ist, der andere in Schwarzenau wäre sanierungsbedürftig gewesen und mit 100 Kubikmeter Fassungsvermögen auch zu klein. Über den neuen Hochbehälter oben auf dem Arfelder Berg, der seinen Namen nun wirklich verdient hat, sollen zuvorderst zukünftig die Ortschaften Schwarzenau und Elsoff mit Frischwasser versorgt werden. Auch Beddelhausen und Hatzfeld werden bald von hier mitversorgt. Ferner dient dieser Wasserspeicher als Löschwasser-Reservoir mit 300 Kubikmeter – für Elsoff und Schwarzenau mit 200 Kubikmeter Wasser und für Hatzfeld mit 100 Kubikmeter. Achim Vorbau bezifferte die tägliche Abgabemenge auf 400 Kubikmeter. Für Elsoff und Beddelhausen liegt die bei rund 52 Kubikmeter, für Schwarzenau bei 82 Kubikmeter. Hatzfeld braucht 165 bis 300 Kubikmeter pro Tag, aber sowohl Hatzfeld als auch Beddelhausen verfügen zusätzlich über eigene Hochbehälter, erläuterte Achim Vorbau.

Alles in allem kostet der Bau des Wasserspeichers rund 832 000 Euro. Das höre sich recht viel an, stellte der Betriebsleiter der Stadtwerke fest. Bezogen auf den Wasserpreis seien das jedoch gerade mal zwei Cent pro Kubikmeter. Jeder Berleburger verbraucht im Schnitt 40 Kubikmeter pro Jahre – somit seien das letztlich für jeden 80 Cent. Der neue Hochbehälter, dessen Bau im März begonnen hatte, solle jetzt Anfang Oktober in Betrieb genommen werden.

Übrigens hatte der Hoch-Bau zweierlei Gründe: Ein Verbauen der Wasserbehälter im Boden sei bei dem felsigen Untergrund nicht möglich gewesen, erklärte Achim Vorbau. Der Bau in die Höhe habe einen guten Nebeneffekt: Der Druck erhöhe sich durch natürliches Gefälle noch einmal um ein bar.

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