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Landungsplatz für Rettungshubschrauber
Die Alternative heißt Gerätehaus

Die Helikopter-Notlandestelle „Am Seifchen“ in Bad Berleburg gilt wegen ihrer Nähe zur Wohnbebauung als nicht unproblematisch. Dennoch wird der Platz weiterhin angeflogen – zuletzt am Montag vom ADAC-Hubschrauber „Christoph“.
  • Die Helikopter-Notlandestelle „Am Seifchen“ in Bad Berleburg gilt wegen ihrer Nähe zur Wohnbebauung als nicht unproblematisch. Dennoch wird der Platz weiterhin angeflogen – zuletzt am Montag vom ADAC-Hubschrauber „Christoph“.
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vö Bad Berleburg. Was Fachbereichsleiterin Regina Linde kürzlich im Bad Berleburger Gesundheitsausschuss berichtet hatte, könnte nun in eine konstruktive Lösung münden: Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat der Johanniter-Luftrettung zwei Alternativvorschläge zur Notlandestelle oberhalb der Bad Berleburger Rettungswache unterbreitet.

Hintergrund: Während der Platz „Am Seifchen“ vom ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph“ – zuletzt am Montag – weiterhin angeflogen wird, weigert sich der Flugdienstleister Heli-Flight – der für die Johanniter-Luftrettung unterwegs ist –, diese Fläche im dicht besiedelten Wohngebiet zu nutzen. Das Risiko sei zu hoch und die Beeinträchtigungen für die Menschen, die dort lebten, zu groß.

Bad Berleburg. Was Fachbereichsleiterin Regina Linde kürzlich im Bad Berleburger Gesundheitsausschuss berichtet hatte, könnte nun in eine konstruktive Lösung münden: Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat der Johanniter-Luftrettung zwei Alternativvorschläge zur Notlandestelle oberhalb der Bad Berleburger Rettungswache unterbreitet.

Hintergrund: Während der Platz „Am Seifchen“ vom ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph“ – zuletzt am Montag – weiterhin angeflogen wird, weigert sich der Flugdienstleister Heli-Flight – der für die Johanniter-Luftrettung unterwegs ist –, diese Fläche im dicht besiedelten Wohngebiet zu nutzen. Das Risiko sei zu hoch und die Beeinträchtigungen für die Menschen, die dort lebten, zu groß.

Diese Auffassung war über einen Medienbericht an die Öffentlichkeit gelangt. Dazu muss man wissen, dass der nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber „Christoph Mittelhessen“ größer ist als die Maschine der ADAC-Luftrettung. Vor diesem Hintergrund hatte Regina Linde jüngst im Fachausschuss auch erklärt, „dass die Notlandestelle hier in Bad Berleburg weiterhin angeflogen wird, aber eben nicht von allen Anbietern“. Deshalb führe die Stadt Gespräche über eine alternative Lösung gemeinsam mit dem Kreis und mit Vamed, Betreiber der Akut-Klinik. Im Fachausschuss waren Befürchtungen laut geworden, dass die Landestelle „Am Seifchen“ überhaupt nicht mehr zu nutzen sei – unbegründet, wie sich zeigen sollte.

Zwei Vorschläge seien dem Dienstleister Heli-Flight unterbreitet worden, erklärte Manuel Freudenstein von der Pressestelle des Kreises Siegen-Wittgenstein am Dienstag auf SZ-Anfrage. Zum einen komme die Fläche vor dem Feuerwehrgerätehaus an der Sählingstraße in Frage – dies auch die favorisierte Variante der Kreisverwaltung. Der Platz sei gepflastert und entsprechend befestigt, könnte zudem von der Feuerwehr ausgeleuchtet werden und die unmittelbare Nähe zum Krankenhaus sei gegeben. Möglichkeit zwei sei die Wiese nördlich des EJOT-Standortes an der Astenbergstraße. Auch dieses Areal scheint durchaus geeignet, hat aber den Nachteil, dass bei nassem Wetter Probleme mit der Zufahrt auftreten könnten. Der Flugdienstleiter habe signalisiert, so Manuel Freudenstein weiter, „dass man beide Optionen bei den nächsten Einsätzen testen wird“. Wann eine Entscheidung falle, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorauszusagen.

Unterdessen war Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller am vergangenen Freitag im Zuge der Haushaltsberatungen in der Sitzung des Kreistages merklich darum bemüht, Dampf aus dem Kessel zu nehmen und zur Sachdiskussion zurückzukehren. „Nein, es gibt kein Kommunikationsproblem zwischen Kreisverwaltung und Johannitern – wie eine Schlagzeile nahe legen könnte“, hatte der Kreishaus-Chef gesagt. Die Johanniter hätten aus dem Kreishaus sehr gute Alternativpläne für Landemöglichkeiten erhalten, diese aber offenbar nicht an ihren Flugdienstleiter weitergeleitet.

Andreas Müller weiter: „Ob es da irgendwo hakt, weill ich an dieser Stelle überhaupt nicht bewerten. Entscheidend ist: Nachdem wir erfahren haben, dass es beim Anflug der Landestelle Probleme gab, haben wir gemeinsam mit der Stadt Bad Berleburg umgehend Alternativen erarbeitet. Und als uns bewusst wurde, dass hier noch ein Dritter – nämlich dieser Dienstleister – im Spiel ist, haben wir uns auch direkt an ihn gewandt, um schnell eine gute Lösung zu finden.“ Der Dienstleister habe der Behörde inzwischen bestätigt, dass er die Vorschläge erhalten habe „und möchte sich die vorgeschlagenen Landemöglichkeiten bei nächster Gelegenheit anschauen“.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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