Die Chinesische Mauer mit Keksen nachgebaut

Gestern Morgen hörten die Berleburger Hauptschüler (Foto) Wolfgang Stolzlechner gebannt zu, vorgestern waren es die Realschüler vom Stöppel. Foto: jg
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jg Bad Berleburg. Marlen Jourdan von der heimischen Kreisvolkshochschule hatte auch in diesem Jahr wieder ein glücklich Händchen mit dem Multimedia-Vortrag und seinem Referenten für das Literaturpflaster. Nachdem sie Wolfgang Stolzlechner im Internet ausfindig gemacht hatte, musste dieser eigens aus Österreich anreisen. Und weil der 31-Jährige eigentlich Englisch- und Sportlehrer sowie Diplom-Pädagoge ist, wurde der Auftrag auf dem Literaturpflaster gleich erweitert. Bei seiner Deutschland-Premiere trat er nicht nur vor erwachsenem Publikum auf. Dazu gehörte auch noch, dass er seinen Lichtbildvortrag in mehreren Schichten vor den Neuntklässlern der Realschule sowie vor den Neunt- und Zehntklässlern der Hauptschule am Stöppel hielt.

Schüler sind auch in Österreich sein übliches Klientel, und das merkte man dem Vortrag gestern an. Dadurch dass er zwischendurch immer wieder Fragen stellte, nahm er die Schüler wirklich vom Berleburger Stöppel mit auf die Reise nach China. Einige malten sich sogar aus, ob man die Abschlussfahrt nicht nach China machen könne. Aber das war auch gar kein Wunder, schließlich war Wolfgang Stolzlechner mit 31 selbst noch ein junger Spund und seine Reiseleidenschaft hatte gerade nach der Schule begonnen. Mit 19 sei er für ein Jahr nach London gegangen, so der Österreicher, wo er sich das Geld für eine anschließende Weltreise verdient habe. Mittlerweile hat er drei solche Weltreisen gemacht, zwei dauerten jeweils ein Jahr. 54 Länder habe er inzweischen bereist.

Dass die Schulrunden so prima funktionierten, hatte zweifelsohne mit der Art des Referenten zu tun, aber auch mit der Vorbereitung aufs Literaturpflaster. An der Hauptschule ist die schon seit Jahren sehr gut, doch auch die Realschule bekam diesmal ein ausdrückliches Lob von Otto Marburger, als einem der Vertreter der Veranstaltergemeinschaft. Wobei die Vorbereitung in diesem Jahr prima zu bewerkstelligen gewesen sei, so Ulla Belz als Lehrerin der Hauptschule. Der Pädagoge Wolfgang Stolzlechner hatte den Kollegen an den Schulen nämlich im Vorfeld schon Materialien zukommen lassen.

Und so bekamen die Schulleiter ihren verdienten Literaturpflasterstein: vorgestern Manfred Müller für die Realschule, gestern Doris Oster für die Hauptschule. Und dass die Schulen ehrgeizig sind, machte Doris Oster auch gleich einmal klar. Man habe sich vorgenommen, die Chinesische Mauer irgendwann mit Literaturpflastersteinen nachzubauen. Bis das klappt haben die Hauptschüler allerdings noch eine andere Chinesische Mauer in der Schule: Mädchen und Jungs hatten zur Vorbereitung auf den gestrigen Vortrag die Chinesische Mauer schon mal mit Keksen nachgebaut.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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