Die ersten Sekunden sind geschafft

Tanja Burghardt bringt 15- bis 18-Jährige in neuer Jazzgruppe Dotzlar richtig ins Schwitzen

db Dotzlar. »Acht Schritte, Arme, V-Schritt, fünf - sechs - 7-8, drehen«. Vielen jungen Frauen, und bestimmt auch dem einen oder anderen Mann, werden diese Kommandos bekannt vorkommen. »Steppaerobic« heißt das magische Wort, welches jetzt in der Dotzlarer Kulturhalle sechs Mädchen ins Schwitzen brachte. Und das war erst das Aufwärmprogramm. Doch der Reihe nach. Vor einiger Zeit war Tanja Burghardt auf die Idee gekommen, sie wolle eine eigene Jazzdance-Gruppe betreuen. Gesagt, getan. Ganz so einfach ging das natürlich nicht.

»Ich hab gesagt, ich will das machen«, erklärt die Sechzehnjährige trocken. Und sie hatte Erfolg. Jetzt konnte sie fünf Mädchen zur ersten Übungsstunde begrüßen. Sie seien eigentlich acht, schloss sie sich mit ein, schaltete auf »Play« und ließ die Anlage den Raum mit Musik füllen. Ihre Truppe ist für 15- bis 18-Jährige gedacht, »aber vielleicht kommt demnächst noch meine Arbeitskollegin, die ist 20«.

Chefin tanzt auch aktiv in Arfeld

Auch die wird Tanja Burghardt auf Trab bringen, seit einiger Zeit ist sie nämlich schon bei einer Arfelder Jazz-Gruppe aktiv. Aber vielleicht hat das bald ein Ende. Schließlich hat sie jetzt ihre eigene Truppe. Tanja kennt beide Seiten des Sports: als Tänzerin in Arfeld und als Lehrerin. Hat sie doch in der Vergangenheit schon einmal Mädchen beigebracht, die Hüften zu bewegen. Das war in ihrer ehemaligen Schule, der Berleburger Realschule auf dem Stöppel. Sie und ihre Tanzkolleginnen aus Arfeld studierten gemeinsam mit den Schülerinnen eine Choreographie ein. Dafür hatten sie knapp fünf Tage Zeit, dann stand der erste Auftritt vor der Tür.

Schulzeit infizierte sie mit Lehrer-Virus

Scheinbar hat die EJOT-Auszubildene der Lehrer-Virus infiziert. Sehr zur Freude ihrer Schwester Nicole sowie von Lena van de Wetering, Maren Jeschke, Carmen Böhl und Annemarie Weiß. Die hatten sich nämlich zur ersten Übungsstunde eingefunden und sahen der Sache gelassen entgegen. »Wir warten diese Stunde mal ab«, zeigten sich die Mädels zunächst skeptisch–– aber nicht ohne ein breites Grinsen im Gesicht. Und natürlich sind sie sich auch des gesundheitlichen Aspektes bewusst. »Jetzt wird meine Lunge wieder gestärkt«, so eine Raucherin aus der Riege.

Gesundheitlich angeschlagen zur Stunde

Tanja ging allerdings gesundheitlich angeschlagen in die erste Stunde, ihrem Training tat dies aber keinen Abbruch. Für die eine oder andere Teilnehmerin war das Achtenschwingen mit der Hüfte oder der synchrone Hampelmann zwar etwas ungewohnt, aber was tut man nicht alles für den Körper? Wie es sich für eine Lehrerin gehört, gab es auch schon im Vorhinein Hausaufgaben. Doch diese wurden anscheinend nicht ganz ernst genommen. Tanja hatte die Fünf gebeten ,sich Gedanken über ein passendes Lied zu machen. Da es den Mädchen aber an Ideen mangelte, sprach die Chefin ein Machtwort: »Das nehmen wir.« Punkt. »Du bist der Boss«, sagte Maren. Das war also geregelt. So wird die Gruppe zu »Don´t Miss with the Radio« üben, schwitzen und irgendwann auch auf der Bühne stehen. Doch hat Tanja keineswegs vor, alle Entscheidungen allein zu treffen. Vielmehr will sie die Mädchen mit einbinden.

Mädchen werden in Planung integriert

Zwar habe sie sich persönlich schon etwas überlegt, aber ihre Schäfchen sollen sich schon einzelne Schritte selbst überlegen. Die erste Stunde wurde aber nicht nur zum Reden und Warm-Machen genutzt, sondern auch um einen Teil der an sich noch offenen Choreoraphie einzustudieren. So sitzt der tänzerische Start bereits mehr oder weniger. Tanja Burghardt zeigte sich durchaus erfreut über den frühen Erfolg: »Die ersten 15 Sekunden haben wir schonmal.« Immerhin. Schließlich wurde auch Rom nicht an einem Tag erbaut.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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