„Bürgermeister vor Ort" in Rinthe
Die Ortsdurchfahrt sollte sicherer werden

Der Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann (vorne, 2. v. l.) setzte seine „Vor-Ort-Reihe“ am Dienstagnachmittag in Rinthe fort und informierte sich über Projekte und Anregungen. Foto: Björn Weyand
  • Der Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann (vorne, 2. v. l.) setzte seine „Vor-Ort-Reihe“ am Dienstagnachmittag in Rinthe fort und informierte sich über Projekte und Anregungen. Foto: Björn Weyand
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bw Rinthe. 128 Einwohner hat Rinthe, rund zwei Dutzend von ihnen machten sich am Dienstagnachmittag mit dem Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Ortsvorsteher Bernd Stabel (alias Stadt-Bernd und Dorf-Bernd) auf den Weg durch die kleine Ortschaft, die große Dinge geleistet hat in den vergangenen Jahren. Besonders bemerkenswert war die Altersspanne der Teilnehmer am Dorfspaziergang im Rahmen von „Bürgermeister vor Ort“, denn die reichte von zehn Monaten bis ins Rentenalter. Start und Ziel des Rundgangs war am Dorfgemeinschaftshaus – und damit auch am größten Projekt der Ortschaft.

Viel Zeit und Kraft haben die Rinther in ihr Dorfgemeinschaftshaus gesteckt – und die nächsten Aufgaben warten bereits, wie Bernd Stabel deutlich machte. „Als nächstes steht das Dach an“, verriet der Ortsvorsteher. Gemeinsam mit der Stadt bereiten die Rinther im Moment die Förderanträge für Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm vor. „Danach wären wir eigentlich mal fertig“, sagte der Ortsvorsteher, „aber uns fällt bestimmt noch was ein.“ Bis Ende September müssen die Förderanträge raus sein, bei einer Bewilligung sind 65 Prozent der Kosten gedeckt, zehn Prozent kommen von der Stadt und die restlichen 25 Prozent muss das Dorf in Eigenleistung erbringen. Bernd Fuhrmann hatte keinen Zweifel daran, dass den Rinthern das gelingen wird. Nicht nur Manuel Spies vom Immobilienmanagement der Stadt zog den Hut vor der Leistung der Dorfgemeinschaft zum Erhalt des wichtigsten Treffpunkts der Ortschaft: „Das Engagement hatte Pilotcharakter.“ – Beim Dorfrundgang ging es vor allem noch um zwei weitere Themen:

Breitband-Ausbau: Das sei hier in Rinthe ein angenehmes Thema, meinte Wirtschaftsförderer Manuel Spies von der Verwaltung. Bis auf vier Häuser im Außenbereich haben nämlich alle Häuser in der aktuellen Ausbaustufe die Chance, Hausanschlüsse mit Glasfaser zu erhalten. „Unser Appell ist: Setzt es um“, stellte Bernd Fuhrmann fest. Wer den Hausanschluss beantrage, der erhalte den Wert seiner Immobilie. Einziger Wermutstropfen ist laut Manuel Spies, dass der Ausbau mit den Hausanschlüssen etwas länger dauere. Momentan sei zugesagt, dass die Glasfaser-Hausanschlüsse bis zum Jahresende eingerichtet sein sollen. Auch die letzten vier Häuser sollen noch in den Genuss von Glasfaser-Anschlüssen kommen, allerdings kann das erst in der nächsten Förderrunde 2020 erfolgen, wie Manuel Spies erläuterte. Auch hier ist also noch etwas Geduld gefragt.

Ortsdurchfahrt: Durch Rinthe führt die womöglich am stärksten befahrene Kreisstraße in ganz Wittgenstein, die auch vom Schwerlastverkehr rege genutzt wird. Deswegen fordern die Rinther mehr Verkehrssicherheit. Vor Jahren sei die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs mit Zebrastreifen vom Kreis abgelehnt worden, erinnerte Bernd Stabel. Trotz des enormen Verkehrs und trotz der Geschwindigkeiten, die hier auch über dem Limit gefahren werden, war der Kreis offenbar nicht von der Notwendigkeit überzeugt. Nun werde nach der Erneuerung der Kreisstraße nicht mal mehr von der Polizei kontrolliert, berichtete der Ortsvorsteher. Und: Die Bürgersteige sind in Richtung Ortsausgang nach Schameder auf keiner Seite durchgängig. Theoretisch müssten Fußgänger mehrfach die Straßenseite wechseln. Die Rinther sehen deshalb Handlungsbedarf.

Vor dem Dorfspaziergang hatte Bürgermeister Bernd Fuhrmann sich die beiden Gewerbebetriebe in der kleinen Ortschaft angeschaut, zum einen das Sägewerk und zum anderen den Heizungs- und Sanitärbetrieb Klotz, der jetzt in dritter Generation weitergeführt wird. Die Stadtverwaltung hatte tagsüber einige Dienstleistungen angeboten, die rege genutzt wurden. So sparten sich einige Rinther den Besuch im Rathaus in der Kernstadt.

Autor:

Björn Weyand aus Bad Laasphe

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