Hof Henk will Milch komplett selbst verarbeiten
Die Rückkehr der Molkerei

In Arfeld soll die Milch komplett selbst verarbeitet werden.

schn Arfeld. Die Familie Henk betreibt ihren Bauernhof schon in der neunten Generation. Der Arfelder Familienbetrieb hält heute rund 60 Milchkühe, seit 2001 stehen im Stall Pensionspferde, in den 1970er Jahren wurde ein Laufstall gebaut. Der Hof hat sich immer wieder verändert, um am Puls der Zeit zu bleiben.
Jetzt kommt ein ganz eigener Schritt: Die Familie baut eine Molkerei – 38 Jahre nachdem die Molkerei in Raumland ihre Tore geschlossen hat. „Aktuell liefern wir noch an die Hochwald-Molkerei, aber unser Ziel ist es, irgendwann in der Zukunft unsere Milch komplett selbst zu verarbeiten“, sagt Philipp Henk. Der 34-Jährige gab am Freitag beim Pressetermin zu, dass man für so einen Neustart man schon ein wenig verrückt sein müsse. Denn: Die Investition sei enorm. In der Molkerei wird der beste Freund von Philipp Henk „den Hut aufhaben“. Alexander John ist 35 Jahre alt und kennt den Hof Henk schon seit Kindertagen. Er habe den nachhaltigen Gedanken verinnerlicht, bracht es Philipp Henk auf den Punkt und diese Nachhaltigkeit sei ihnen äußerst wichtig.

1000 Liter Milch täglich

Deswegen soll perspektivisch die Milch auf dem ganz kurzen Weg direkt verarbeitet werden, derzeit sind das mehr als 1000 Liter täglich. Bis man an diesem Punkt sei, werde es aber eine Zeit dauern, so der Arfelder, der Betrieb müsse erst anlaufen. Im Molkerei-Gebäude müssen die Wände hergerichtet werden, auf dem Boden fehlt der Estrich und der notwendige Spezialboden aus Epoxitharz. Auch die Kühlzellen sind noch nicht eingerüstet. Anders ausgedrückt: Im Moment sieht noch viel nach Rohbau aus. Dennoch fanden sich am Freitag zahlreiche prominente Gäste ein, um sich den Bau anzuschauen.
Volker Treude, Inhaber der Rewe-Märkte in Bad Berleburg und Bad Laasphe, hatte die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach und den Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein mit dabei und vernetzte so die Landwirte mit der Politik. Im Jahr 2020, im Urlaub, war bei der Familie Henk die Idee für die Molkerei entstanden und verfestigte sich in der kommenden Zeit. Im Gespräch mit Volker Treude fanden die Landwirte schnell offene Ohren. Die Idee passe perfekt in der Landmarkt-Konzept der Wittgensteiner Rewe-Märkte, so Treude. Dort werden lokale und regionale Produkte gezielt vermarktet. Volker Treude sieht diesen heimischen Marktplatz in den Rewe-Märkten mit einer lokalen Molkerei ordentlich aufgewertet, deswegen sei er direkt von der Idee begeistert gewesen.
In der Arfelder Molkerei soll ein Hofladen mit Selbstbedienung entstehen, allerdings mit einem kurzen Draht zur Produktion. „Wir sind ja viele Stunden am Tag hier und wenn dann jemand Fragen hat, dann sind wir ja auch schnell vorne“, so Philipp Henk. Auch wenn es keine Bedienung im Laden geben wird, ist ihm der Kontakt zu den Kunden wichtig.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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