Modellprojekt in Wittgenstein
Digitalisierung für breite Masse erlebbar machen

Eine Interessengemeinschaft regionaler Institutionen und Unternehmer will in Wittgenstein ein digitales Qualifizierungszentrum entwickeln. Das Leader-Programm fördert die Machbarkeitsstudie für dieses Gemeinschaftprojekt. Foto: EJOT
  • Eine Interessengemeinschaft regionaler Institutionen und Unternehmer will in Wittgenstein ein digitales Qualifizierungszentrum entwickeln. Das Leader-Programm fördert die Machbarkeitsstudie für dieses Gemeinschaftprojekt. Foto: EJOT
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sz Bad Berleburg. Digitalisierung betrifft jeden. Das wird in dieser Zeit, in der die Corona-Pandemie das Arbeits- und Privatleben auf den Kopf stellt, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Herausforderungen der Digitalisierung als Chance zu begreifen und zu nutzen – das hat sich eine Interessengemeinschaft regionaler Institutionen und Unternehmer als Ziel gesetzt: Sie wollen ein digitales Qualifizierungszentrum entwickeln. Das Leader-Programm fördert die Machbarkeitsstudie für dieses Gemeinschaftprojekt.

Die Bezirksregierung Arnsberg stimmte der Förderung zu: 65 Prozent der Kosten trägt Leader, die restlichen 35 Prozent der 50.000 Euro stemmt die Interessengemeinschaft. Projektkoordinator der digitalen Zukunftswerkstatt ist Andreas Kurth, Leiter im Bereich Ausbildung und Studium bei der EJOT Holding. „Mit der Zukunftswerkstatt wollen wir die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für jedermann praxisnah und anschaulich darstellen und erlebbar machen. Es geht uns nicht um ein weiteres Forschungs- und Entwicklungszentrum, sondern um Breitendigitalisierung.“ Das Qualifizierungszentrum soll jeder Altersklasse eine passgenaue Unterstützung bieten.

Schüler, Auszubildende, Eltern, Lehrer, Ausbilder, Fach- und Führungskräfte sowie Senioren sollen die Digitalisierung auf spielerische Weise erfahren, dabei Berührungsängste abbauen und neue Kenntnisse erlangen. „Ziel des Projektes ist es, den Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam und hier vor Ort zu begegnen, um so alle Menschen der Region auf dem Weg in die Digitalisierung erfolgreich zu begleiten“, erklärt Kurth.

Durch diesen regionalen Zusammenhalt werden auch die Akteure untereinander stärker vernetzt. „Wir wollen digitale Nachwuchskräfte vor Ort fördern, um einen Beitrag zu Fachkräftesicherung in der Region zu leisten“, erklärt der EJOT-Abteilungsleiter. Mit diesen Eigenschaften hätte das digitale Qualifizierungszentrum ein Alleinstellungsmerkmal und wäre ein zentraler Leuchtturm der Region.

Die Kernfragen der geplanten Machbarkeitsstudie lauten: „Kann ein digitales Qualifizierungszentrum in der Region dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden und was sind geeignete Qualifizierungsinhalte?“ Gemeinsam mit Junior-Prof. Dr. Thomas Ludwig von der Universität Siegen, den regionalen Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Schulen und Vereinen werden in den kommenden Wochen die Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung diskutiert.

„Hier wollen wir herausfinden, wo der Schuh drückt und konkrete Qualifizierungsbedarfe bestehen. So erhalten wir wichtige Informationen zur weiteren Planung“, so Thomas Ludwig. Am Ende soll die Machbarkeitsstudie konkrete Angaben zu Zielgruppen, potenziellen Lernern, der technischen Infrastruktur, Personalausstattung und Investitionskosten bringen. Auch die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells zum dauerhaften Betrieb der „digitalen Zukunftswerkstatt“ soll erarbeitet werden.

„Wir glauben fest daran, dass unsere Idee funktioniert“, erklärt Andreas Kurth. Kommt die Machbarkeitsstudie zu einem positiven Ergebnis, bewirbt sich die Interessengemeinschaft beim Landesförderprogramm Regionale 2025, um das Qualifizierungszentrum für die heimische Region auf den Weg bringen. - Die Beteiligten:

  • EJOT Holding
  • Erndtebrücker Eisenwerk (EEW)
  • Osterrath
  • Regupol BSW
  • Heinrich Wagner Sinto (HWS)
  • Industrie- und Handelskammer
  • Evangelischer Kirchenkreis
  • Stadt Bad Berleburg
  • Stadt Bad Laasphe
  • Gemeinde Erndtebrück
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Universität Siegen
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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