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Bahnhofstraße in Bad Berleburg
Diskussion um Tempo 30 - Stadt plant Erneuerung der Straße

Zahlreiche Schäden: Die Stadt plant eine umfassende und nachhaltige Erneuerung der Bahnhofstraße.
  • Zahlreiche Schäden: Die Stadt plant eine umfassende und nachhaltige Erneuerung der Bahnhofstraße.
  • Foto: Alexander Kollek
  • hochgeladen von Michael Sauer

ako Bad Berleburg. Rund um die Bahnhofstraße in Bad Berleburg herrscht täglich reges Treiben. Zahlreiche Fußgänger und Autofahrer steuern gleichermaßen die umliegenden Geschäfte an – was ein hohes Aufkommen an Verkehrsteilnehmern nach sich zieht. Die Fahrbahn befindet sich allerdings nicht mehr im besten Zustand – die Stadt plant folglich eine Erneuerung.

„Die Bahnhofstraße – oder besser gesagt die gesamte Entlastungsstraße von dem Nordknoten bis Ortsausgang zur Kläranlage – befindet sich derzeit in den Überplanungen für einen kompletten Neubau mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe mehrerer Millionen Euro. Der gesamte Bereich befindet sich in einem mehr oder weniger stark geschädigten Straßenzustand, der eine umfassende und nachhaltige Erneuerung erforderlich macht.

ako Bad Berleburg. Rund um die Bahnhofstraße in Bad Berleburg herrscht täglich reges Treiben. Zahlreiche Fußgänger und Autofahrer steuern gleichermaßen die umliegenden Geschäfte an – was ein hohes Aufkommen an Verkehrsteilnehmern nach sich zieht. Die Fahrbahn befindet sich allerdings nicht mehr im besten Zustand – die Stadt plant folglich eine Erneuerung.

„Die Bahnhofstraße – oder besser gesagt die gesamte Entlastungsstraße von dem Nordknoten bis Ortsausgang zur Kläranlage – befindet sich derzeit in den Überplanungen für einen kompletten Neubau mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe mehrerer Millionen Euro. Der gesamte Bereich befindet sich in einem mehr oder weniger stark geschädigten Straßenzustand, der eine umfassende und nachhaltige Erneuerung erforderlich macht.“, sagte Wolfgang Grund.

Bahnhofstraße in Bad Berleburg: Förderanträge werden erarbeitet

Der Leiter der Abteilung Infrastruktur und Erholung erklärte auf Anfrage der SZ, dass bereits investive Mittel in den städtischen Haushalt eingebracht worden seien. Für die Gesamtmaßnahme würden zurzeit die Förderanträge für öffentliche Landes- und Bundesmittel erarbeitet – in Abstimmung eines anstehenden übergreifenden Verkehrskonzeptes unter Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Radfahrer sowie Fußgänger. „In der Übergangszeit wird die Stadt weitere verkehrssichernde Maßnahmen ergreifen und mit sogenannten kleinräumigen Ausbesserungsarbeiten die Benutzung der Verkehrsanlagen gewährleisten“, betonte Wolfgang Grund.

Im Hinblick auf eine höhere Verkehrssicherheit ist die Bahnhofstraße zwischen dem Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) und dem Kreisel am Nordknoten schon auf einer Länge von 550 Metern mit vier Fußgängerüberwegen ausgestattet worden. Der „vorhandene Fußgängerquerungsbedarf“ und „etwaige Gefahrenmomente“ seien erkannt worden – „und es wurde entsprechend gehandelt“. Wolfgang Grund merkte an: „In einem weiteren Schritt wird die anstehende Konzeption für die Entlastungsstraße sicherlich auch die zulässige Fahrgeschwindigkeit abschnittsweise erneut auf den Prüfstand heben.“

Bahnhofstraße in Bad Berleburg: Höhere Sicherheit für Fußgänger gefordert

Besonders bei den Befürwortern von Tempo-Limits wird dieser Satz wohl auf offene Ohren stoßen. Schließlich hatte die Diskussion um eine Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 km/h auf der Bahnhofstraße nach einem schweren Unfall, der sich vor Kurzem im Bereich des Zebrastreifens zwischen Hit- und Aldi-Markt ereignet hatte, neu an Fahrt gewonnen.
Zur Erinnerung: Ende September wurde eine Frau beim Überqueren der Straße an besagter Stelle von einem Kleinwagen erfasst und zu Boden geschleudert. Die Frau erlitt bei dem Vorfall schwere Verletzungen.

Fußgängerin auf dem Zebrastreifen erfasst

Vor diesem Hintergrund und auch im Hinblick auf eine höhere Sicherheit für Fußgänger hält Alexander Loos, seit 2013 Marktleiter von Hit in Bad Berleburg, eine Senkung der Geschwindigkeit auf 30 km/h für sinnvoll: „Generell wäre das eine gute Sache, weil wir sehr viel Laufkundschaft haben.“ Der Marktleiter teilte im Gespräch mit der SZ mit, dass er von seinem Büro aus auf die Bahnhofstraße schauen kann. Immer wieder bekäme er deshalb mit, dass manche Verkehrsteilnehmer, wie er selbst sagt, „einen heißen Zahn fahren.“

Generell wäre das eine gute Sache.
Alexander Loos
Hit-Marktleiter über Tempo 30 auf der Bahnhofstraße

Zu den Befürwortern eines Tempolimits gehören auch die Grünen in Bad Berleburg: „Wir hätten gerne sofort Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in allen Ortschaften, das ist auch unsere landespolitische Linie“, sagte Susanne Bald. Allerdings ist die „Materie“ laut der Vorsitzenden des Ortsverbandes in der Straßenverkehrs-Ordnung geregelt: „Die StVO ist in ihrer aktuellen Fassung ausgesprochen ,autofreundlich’ und sieht für alle Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) innerorts keine derartige Geschwindigkeitsbegrenzung vor, allenfalls in Nebenstraßen.“ Es gebe bislang nur „eng definierte“ Ausnahmebestände – sogenannte „Sensible Bereiche“ wie z. B. Kitas oder Schulen mit Zugang oder Nähe zur betroffenen Straße –, in denen Kommunen Tempo 30 auch auf Straßen des überörtlichen Verkehrs anordnen können.

Eine direkte Gefahrenstelle im Bereich der Bahnhofstraße wiederum sieht die Polizei nicht. „An dieser Örtlichkeit liegt keine Unfallhäufungsstelle vor. Da es an Fußgängerüberwegen immer wieder zu Gefahrensituationen kommen kann, obliegen sie besonderer Beobachtung“, erklärte Polizeisprecher Niklas Zankowski mit Verweis auf aktuelle Unfallszahlen: „2020 ereigneten sich an besagter Stelle keine Unfälle mit Personenschaden. In diesem Jahr hat es nur den von ihnen genannten Unfall mit Personenschaden gegeben.“

Autor:

Alexander Kollek

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