Geschäft soll kundenfreundlicher gestaltet werden
Dorfladen bleibt erste Anlaufstelle

Yury Uskov und Evgenia Suntsova führen den „Dorfladen“ in Wingeshausen seit einem Jahr. Trotz Corona-Krise ist es den neuen Inhabern gelungen, das Geschäft erfolgreich weiterzuführen.
  • Yury Uskov und Evgenia Suntsova führen den „Dorfladen“ in Wingeshausen seit einem Jahr. Trotz Corona-Krise ist es den neuen Inhabern gelungen, das Geschäft erfolgreich weiterzuführen.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

ako Wingeshausen. Der „Dorfladen“ an der Alten Landstraße 3 in Wingeshausen ist für viele Einwohner des Ortes und des Nachbardorfes Aue seit jeher die erste Anlaufstelle, um ihren Einkauf zu erledigen. Vor allem viele Stammkunden, die das Angebot von frischen Backwaren über Wurst von der Theke bis hin zu Kosmetikprodukten schätzen, kommen fast täglich vorbei. Eröffnet hatte das kleine Geschäft Burkhard Kuffner im Oktober 1985 – damals noch unter dem Namen „Ullas Dorfladen“. Fast 35 Jahre hat der Einzelhandelskaufmann für seine Kunden hinter der Kasse gestanden, bis er das Ruder schließlich im Sommer 2020 an das junge Unternehmerpaar Yury Uskov und Evgenia Suntsova übergab.

„Ich habe immer gerne mit den Kunden gearbeitet“, sagte Burkhard Kuffner kurz vor der Geschäftsübergabe im Juli 2020. Der ehemalige Inhaber zeigte sich damals im Gespräch mit der Siegener Zeitung gerührt, dass der Dorfladen auch ohne ihn weitergeführt werde: „Es wäre zu schade gewesen, den Laden zuzumachen. Ich bin deshalb froh, dass es so gekommen ist. Das sind nette junge Leute“, sagte Burkhard Kuffner, der seinen beiden Nachfolgern damals anbot, bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und was ist draus geworden?

Dorfladen vor Schließung bewahrt

Etwa ein Jahr nach der Übernahme ist es Yury Uskov und Evgenia Suntsova trotz Corona-Krise gelungen, den „Dorfladen“ vor der Schließung zu bewahren und erfolgreich weiterzuführen. Mit einem größeren und vielfältigeren Sortiment konnten auch neue Kunden erreicht werden: „In der Pandemie ein Geschäft zu übernehmen, ist nicht so einfach. Es ist deshalb positiv, dass wir viele neue Gesichter sehen. Das freut uns“, berichteten die beiden Inhaber. Als die Redaktion am Mittwochmorgen im Geschäft in Wingeshausen vorbeischaute, war auch einiges los zwischen den Regalen. Vor allem viele Senioren kamen vorbei, um ihren Einkauf zu tätigen: „Hier ist es ordentlich, sauber und die Leute geben sich Mühe“, betonte ein 78-jähriger Kunde, der ein paar Lebensmittel für sich und seine Frau im Einkaufskorb hatte. Ähnlich sah es auch eine Stammkundin aus Wingeshausen: „Ich komme hier hin, weil das Geschäft einfach schön ist.“

"Es ist positiv, dass wir viele neue Gesichter sehen.
Das freut uns."

Yury Uskov
Inhaber des Geschäfts

Yury Uskov erklärte, dass die meisten Kunden aus der näheren Umgebung kämen. „Wir haben viele ältere Kunden, die nicht mobil sind und nur ein paar Hundert Meter entfernt wohnen“, so der 40-jährige Inhaber. Über den Tag kämen aber auch immer mal wieder jüngere Leute ins Geschäft: „Die Kundschaft ist durchaus gemischt“, sagte Evgenia Suntsova. Besonders in den vergangenen Monaten sei der „Dorfladen“ zu einem echten Treffpunkt für Menschen vor Ort geworden, die sich durch Corona oft aus den Augen verloren hätten, berichtete die 41-Jährige. Auch das Angebot spreche sich herum.

Frischetheke des Dorfladens bei Kunden sehr beliebt

Bei Kunden „sehr beliebt“ sei vor allem die Frischetheke, gut gefüllt mit verschiedenen Wurstsorten. Den Brief- und Paketservice der Deutschen Post, den Burkhard Kuffner bereits im Jahr 2005 in das Geschäft integriert hatte, führen die beiden Inhaber weiter – ebenfalls eine beliebte Anlaufstelle für Kunden: „Die nächste Poststelle ist nämlich in Bad Berleburg“, betonte Yury Uskov, der sich auch der Konkurrenz des kleinen „Nahkauf-Supermarktes“ in Aue bewusst war: „Konkurrenz ist eine normale Sache.“

Das junge Inhaber-Paar habe seit der Übernahme viel positives Feedback bekommen. So schätzten die Kunden vor allem, dass es „mehr Auswahl“ gibt und auch mehr frisches Obst und Gemüse angeboten wird. „Wir sind auch mit einem Lieferdienst unterwegs“, sagte Evgenia Suntsova.

Sortiment im Dorfladen erweitern

Gemeinsam mit ihrem Mann will sie das Sortiment im „Dorfladen“ künftig erweitern und das Geschäft etwas verschönern – und somit noch „kundenfreundlicher machen“. Die beiden Inhaber haben dabei auch die Digitalisierung im Blick. Über Facebook wollen Yury Uskov und Evgenia Suntsova demnächst mehr Werbung für ihre Produkte machen: „So können wir auch Bestellungen aufnehmen und uns mit den Kunden noch besser austauschen.“

Guten Kontakt haben die jungen Betreiber auch weiterhin zum Vorbesitzer Burkhard Kuffner: „Er hat uns am Anfang geholfen und uns auch danach immer wieder unterstützt“, sagte Evgenia Suntsova.

Autor:

Alexander Kollek

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