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"Willkommen im Wanderparadies"
Dorfwettbewerbs-Jury besucht Wingeshausen

Im Beisein von Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Bernd Fuhrmann (links im Bild) machten sich die Mitglieder der Bewertungskommission bei Kaiserwetter von der Aussichtsplattform aus ein Bild von Wingeshausen.
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  • Im Beisein von Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Bernd Fuhrmann (links im Bild) machten sich die Mitglieder der Bewertungskommission bei Kaiserwetter von der Aussichtsplattform aus ein Bild von Wingeshausen.
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ll Wingeshausen. Wandern, Wisente, Wohlbefinden – es waren vor allem diese drei "W", mit denen die Wingeshäuser am Mittwoch als dritte und letzte Station auf der Bereisung im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" der Bewertungskommission den Charme, die Attraktivität und die Einzigartigkeit ihrer Ortschaft näher bringen wollten. Bei bestem Kaiserwetter war dafür vom Heimat- und Touristikverein und dem Dorfverein Aue-Wingeshausen eigens ein kleiner Bus organisiert worden, um der gut zwanzigköpfigen "Reisegruppe" möglichst viele unterschiedliche Aspekte und Blickwinkel ihres Heimatortes präsentieren zu können.

Gleich bei der ersten Station, die vom Treffpunkt am Kirchplatz aus noch zu Fuß zu bewältigen war, zeigte sich der Facettenreichtum der die 1600-Seelen-Gemeinde.

ll Wingeshausen. Wandern, Wisente, Wohlbefinden – es waren vor allem diese drei "W", mit denen die Wingeshäuser am Mittwoch als dritte und letzte Station auf der Bereisung im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" der Bewertungskommission den Charme, die Attraktivität und die Einzigartigkeit ihrer Ortschaft näher bringen wollten. Bei bestem Kaiserwetter war dafür vom Heimat- und Touristikverein und dem Dorfverein Aue-Wingeshausen eigens ein kleiner Bus organisiert worden, um der gut zwanzigköpfigen "Reisegruppe" möglichst viele unterschiedliche Aspekte und Blickwinkel ihres Heimatortes präsentieren zu können.

Gleich bei der ersten Station, die vom Treffpunkt am Kirchplatz aus noch zu Fuß zu bewältigen war, zeigte sich der Facettenreichtum der die 1600-Seelen-Gemeinde. Das historische Backhaus bot mit seinem rustikalen Charme und heimatgeschichtlichen Bezug eine Zeitreise in die Vergangenheit und zeigte zudem exemplarisch, wie man im Ort versucht, die Verbindung von Tradition und Moderne zu schaffen. Denn wie Presbyter Dietmar Beuter berichtete, hat die Evangelische Kirchengemeinde nach dem Erwerb nicht nur das Gebäude rund um den alten Backofen komplett saniert und ins Dorfleben integriert, sondern möchte – sobald der Innenausbau des anderen Backhauses direkt an der Kirche abgeschlossen ist – eine neue Backhausgemeinschaft unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der Grundschule ins Leben rufen.

Immer wieder suchte Bürgermeister Bernd Fuhrmann den Austausch mit Dr. Waldemar Gruber von der Bewertungskommission.
  • Immer wieder suchte Bürgermeister Bernd Fuhrmann den Austausch mit Dr. Waldemar Gruber von der Bewertungskommission.
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Ideen und Vorhaben wie diese sind es, die dem Dorf einen besonderen Charakter verleihen. Hier die liebevoll angelegte Blumenwiese zum Selberpflücken, dort die Hochzeitsallee mit Obstbäumen aller frisch vermählten Paare – die Bereisungskommission erhielt auf der rund zweistündigen Busfahrt jede Menge solcher Einblicke, die immer mit Hintergrundinformationen von Karl-Heinrich Sonneborn, Vorsitzender des Heimat- und Touristikvereins, garniert wurden.

"Unser Dorf hat Zukunft" in Wingeshausen: Wisentgehege sorgt für Eindruck

Während ein Kurzaufenthalt am 40 Hektar großen Wisentgehege auch ohne den Anblick der sieben dort aktuell beheimateten imposanten Tiere für Eindruck zu sorgen schien, berichtete Jörg Sonneborn vom Wisentförderverein, dass Wingeshausen mit dem Einzug der sanften Riesen im Jahr 2012 eine ganz andere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren habe, die sich vor allem touristisch im Ort bis heute positiv niederschlage. Schon deutlich länger ist die Region für ihre ebenso wunder- wie wanderbare Landschaft bekannt. Udo Riedesel vom heimischen SGV zeigte auf, dass sich die Wanderfreunde um ein Wegenetz von rund 260 Kilometern kümmern und für die Markierungsarbeiten bei alleine 18 Rundwanderwegen zuständig sind. Als "Wegbereiter des Tourismus" bezeichnete er den vor 131 Jahren gegründeten SGV. "'Willkommen im Wanderparadies' steht ja nicht umsonst auf unseren Ortsschildern", ergänzte Karl-Heinrich Sonneborn. 

Karl-Heinrich Sonneborn zeigt den Mitgliedern der Bewertungskommission von der Aussichtsplattform aus die Schönheiten des Ortes.
  • Karl-Heinrich Sonneborn zeigt den Mitgliedern der Bewertungskommission von der Aussichtsplattform aus die Schönheiten des Ortes.
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Die Bewertungskommission indes machte sich fleißig Notizen, stellte aber auch hin und wieder kritische Fragen. So wurde der augenscheinliche Mangel an Photovoltaikanlagen auf Dächern ebenso hinterfragt wie der Einsatz von Granulat/Mikroplastik auf dem heimischen Fußballplatz. Das erste Fazit der Fachjury fiel dennoch positiv aus. Es sei gelungen, viele interessante Einblicke zu vermitteln, was vor allem bei einem Flächenort wie diesem gar nicht so einfach sei, so Dr. Waldemar Gruber, dem der Ort vor allem als "Wanderparadies" in Erinnerung bleiben wird. Ob der Schlusspunkt der Bereisung durch die Wittgensteiner Dörfer zugleich auch der Höhepunkt war, wird sich bereits Ende der Woche zeigen. Dann nämlich will die Bewertungskommission nach eigener Aussage eine Entscheidung bekannt geben. Und vielleicht kommt für die engagierten Wingeshäuser an diesem Tag ja noch ein viertes "W" dazu: weiterkommen.

Autor:

Lars Lenneper

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