Dotzlarer feierten Fest: Schule wie im Märchen

Rektorin Carla Hengst lobte tolle Unterstützung der Eltern

db Dotzlar. In der Dotzlarer Grundschule ging es am Samstag wahrlich märchenhaft zu. Im Flur grüßte der Froschkönig, in den Klassen standen die Bremer Stadtmusikanten und überall liefen Pfannkuchen wild durcheinander. In ihrem ersten Jahr als Direktorin hatte Carla Hengst zusammen mit ihren drei Kollegen ein Sommerfest mit dem Thema »Märchen« auf die Beine gestellt. Nicht nur die Feier, auch ihr Dienstantritt im August vergangenen Jahres, muss der Lehrkraft wie ein Märchen vorgekommen sein. Sehr, sehr nett sei sie aufgenommen worden, erklärte sie gegenüber der SZ.

Ob Kollegium oder Eltern, der Zusammenhalt und die Hilfe seien enorm. Besonders vom Interesse und Engagement von Seiten der Eltern sei sie völlig überrascht gewesen. Auf ihrer alten Schule, in einem sozialen Brennpunkt Marburgs, habe es das gar nicht gegeben. Ohne die ganzen Mütter und Väter wäre das Sommerfest gar nicht zu Stande gekommen. Die vorangegangene Projektwoche habe vor allem der Leseförderung gedient, so Carla Hengst. Jede Klasse für sich behandelte ein anderes Thema und setzte es ganz verschieden um. Die Jüngsten stellten eigene Märchenbücher her und bastelten eine Geschichte ihrer Wahl.

»Die dicken, fetten Pfannkuchen« nahmen sich die Zweitklässler zur Brust. Die ganze Woche über backten sie verschiedene Rezepte nach und entwarfen Kostüme. Die dritte Klasse stellte Stabpuppen her und machte ein Kasperletheater bühnenreif. So konnten sie ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern »Rotkäppchen« sowie »Der Wolf und die sieben Geislein« vorführen. Die ältesten Schüler durften das, wo jeder schon einmal von geträumt hat: die Schule bemalen. Mit bunten Märchenfiguren verschönerten sie die Wände und Flure der Grundschule. Für das leibliche Wohl war Dank der Eltern genauso gesorgt, wie für die Unterhaltung der Kinder.

Ob Sackhüpfen, Dosenwerfen oder der schuleigene Spielplatz, Langeweile kam bei den Kids nicht auf. Sehr erstaunt sei sie auch über die vielen helfenden Hände der örtlichen Burschenschaft gewesen, die im Vor- und Nachhinein den Lehrern unter die Arme griffen. Der Erlös des Sommerfestes kommt der Schule selbst zu Gute. Neues Spielzeug, Tische, Stühle, die Liste von benötigten Gegenständen ist lang. Da sich die Kommune bekanntermaßen im Nothaushalt befindet, liegt es an der Schule selbst, die Kasse aufzubessern. Wenn dies so märchenhaft geschieht, umso besser.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.