Dotzlarer sammelten 300 E für Knochenmarkspenderdatei

Burschenschaft stiftete Erlös aus der Bärelaerer-Tradition

sz Dotzlar. Eine Spende in Höhe von 300 e überreichte jetzt die Burschenschaft Dotzlar an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Stellvertretend übernahm der Bad Laaspher Burkhard Klappert den Spendencheck, den er der Organisation mit Sitz in Tübingen zukommen ließ. Der Wittgensteiner hat im Januar 2004 selbst Stammzellen gespendet und steht daher in Verbindung zur DKMS. Das Geld hatten die jungen Dorfbewohner beim traditionellen Bärelaerer-Umzug und beim Bärentanz im Dezember in Dotzlar eingenommen.

Genutzt werden die Spenden von der DKMS ausschließlich zur Spenderneugewinnung. »Man sollte den Menschen die Angst davor nehmen, sich typisieren zu lassen, man kann mit wenig Aufwand einem Menschen vielleicht das Leben retten«, unterstützte Burkhard Klappert die Aktion der Jugendlichen. Tatsächlich erkrankt in Deutschland alle 45 Minuten ein Mensch neu an Leukämie. Burkard Klappert selbst war Stammzellenspender, bei dieser Methode ist ein operativer Eingriff nicht nötig: Der Spender bekommt über fünf Tage hinweg einen Wachstumsfaktor unter die Haut gespritzt. Der Stoff bewirkt, dass die Stammzellen, die überwiegend im Knochenmark vorkommen, ins Blut ausgeschwemmt werden. In einer Entnahmeklinik – Burkard Klappert wählte eine Klinik in Dresden aus – werden die Stammzellen dann durch Zentrifugalkraft vom restlichen Blut getrennt und angesammelt.

Die Knochenmarkspende hingegen wird durch einen operativen Eingriff durchgeführt: Dem Spender wird unter Vollnarkose etwa ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen entnommen und dem Leukämie-Patienten übertragen. Innerhalb von zwei Wochen bildet sich das entnommene Knochenmark wieder vollständig nach. Die DKMS hat 1,3 Mill. registrierte potenzielle Stammzellenspender und ist somit die weltgrößte Datei.

Für jede einzelne Registrierung muss die DKMS jedoch 50 e aus Spendengeldern aufwenden. »Wir hoffen und würden uns freuen, wenn wir mit dieser Spende dem ein oder anderen Leukämie-Patienten helfen könnten«, betonte Christian Afflerbach, der Vorsitzende der Dotzlarer Burschenschaft. Wer auch Interesse hat, die DKMS zu unterstützen, kann dies natürlich tun: auf das Spendenkonto der DKMS 255556 bei der Kreissparkasse Tübingen (Bankleitzahl 64150020).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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