5,1 Millionen Euro Umsatz
Drei Rewe-Azubis wollen „Group Stars“ werden

Drei Auszubildende von Rewe in Bad Berleburg nehmen an einem Konzern-Wettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit teil.
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howe Bad Berleburg/Bad Laasphe. Die Zahl machte am Montag im Bad Berleburger Rewe-Markt die Runde: Sage und schreibe 2856 Landmarkt-Artikel liegen in den Auslagen, Regalen und Kühltruhen. Im Jahr 2020 erwirtschafteten die Rewe-Märkte in Wittgenstein allein mit den Landmarkt-Waren einen Umsatz von 5,1 Millionen Euro – eine stolze Summe. Die Landmarkt-Schiene erlebt nicht nur in der Bevölkerung einen Boom. Mit ihr lässt sich zurzeit in ganz Deutschland punkten. Der Rewe-Konzern hat einen Team-Wettbewerb für Auszubildende und Nachwuchskräfte der Rewe-Group ausgeschrieben – und zwar zum Thema Nachhaltigkeit.

Drei Engel für Rewe

Was also liegt näher, als dass sich die Azubis aus Wittgenstein mit einer „Mannschaft“ anmelden und ihren Vorschlag einreichen? Die SZ bekam am Montag einen Vorgeschmack von den „drei Engeln für Rewe“, wie sie sich nennen. Aileen Krauß aus Berghausen, Emily Schäfer aus Netphen, Steven Schlapp aus Bad Berleburg und die für den Landmarkt zuständige Leiterin Lisa Reen stellten ihr Projekt eines erfolgreichen Landmarkt-Konzepts vor. Und das unter den Augen der Rewe-Ausbildungsbetreuerin Sonja Tewari von der Region Mitte. Sie ist zugleich Patin der Group Stars. Und sie dürfte bei der Präsentation nicht zu viel verraten haben, wenn sie feststellte, dass von den sechs teilnehmenden Teams keines ein derart großes und vergleichbares Projekt anbiete. Womöglich dürfte hier sogar der 1. Platz für die Wittgensteiner drin sein. Man darf gespannt sein. Letztlich, das betonte Sonja Tewari, geht es vornehmlich um die Förderung der Auszubildenden und um die Rewe-Marke „Landmarkt“.

Eine moderne Vermarktungs- und Werbestrategie

Eine Jury bestimmt bis Ende September, wer Sieger in dem Nachhaltigkeitswettbewerb ist. Die Auszubildenden könnten sich über Reisegutscheine freuen. Was sie sich übrigens auch verdient hätten. Denn Bad Berleburgs Marktleiterin Kerstin Drauschke verriet, die drei hätten das Projekt sogar im Urlaub auf die Beine gestellt. „Ihr habt das zu 80 bis 90 Prozent in der Freizeit gemacht“, freute sie sich. Ein Sammeln von Ideen ging dem Ganzen voraus, alles unter der Prämisse „Nachhaltigkeit, Regionalität und Tierwohl“.

Die Auszubildenden machten sich intensiv Gedanken über eine moderne Vermarktungs- und Werbestrategie. Dabei begannen sie zunächst damit, die Artikel und Waren neu zu platzieren und zu sortieren. Verschiedene Aktionen planten sie mit den Landmarkt-Produkten, auch für neue Aufbauten haben sie gesorgt. Präsentkörbe unterschiedlicher Größen erweitern nun das Angebot. Dazu wurde die Präsenz in den Medien erhöht. Auch neue Lieferanten sind hinzugekommen. Demnächst soll es sogar Milchprodukte vom Hof geben.

Der Landwirt bestimmt den Preis

Ein Landwirt, verriet Rewe-Chef Volker Treude, habe in eine Molkerei investiert. Mit ihrem Landmarkt-Konzept haben Aileen Krauß, Emily Schäfer und Steven Schlapp einen großen Aufwand betrieben. Sogar ein Traktor wurde in den Markt gefahren und mit Landmarkt-Waren bestückt. Volker Treude zeigte sich am Montag stolz auf seine Mitarbeiter. „Wir haben tolle Menschen in der Ausbildung“, freute er sich. 300 Mitarbeiter zählt „Rewe Wittgenstein“, darunter 70 in Bad Berleburg. „Mit drei Landmarkt-Betrieben haben wir angefangen“, erinnerte sich Volker Treude. „Heute sind es 23.“

Ganz wichtig: „Den Preis bestimmt der Landwirt.“ Das sei maßgebend und somit errechne sich auch der Einkaufspreis. „Wir sind überzeugt, dass der Landmarkt die richtige Initiative für unsere Region ist“, formulierte Volker Treude. Die Umsatzkurve in dem Bereich sei „gewaltig“. Rewe fühle sich berufen, die heimischen Betriebe zu unterstützen. Die halten ein reichhaltiges Sortiment vor: von Eiern und Nudeln über Wurst, Käse, Fleisch von Rind, Schwein oder Wild, Fisch, Likör und Marmeladen, Gewürze, Honig, Erdbeeren und Spargel, Kartoffeln und vieles mehr – zum großen Teil in Bio-Qualität.

Volker Treude wartete übrigens mit einer ersten Überraschung auf: Bei den Eiern vom Land sei der Absatz inzwischen höher als bei jenen, die nicht aus der hiesigen Region stammen und preislich im unteren Bereich liegen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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