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Spenden machen es möglich
Dritte Delfintherapie steht für „Lotti“ an

Mit dem Geld aus der Spendenaktion „Kronkorken für Lotti“ hat Stefanie Müller (l.) für ihre kranke Tochter Charlotte (Mitte) – hier auf dem Bild mit Oma Christina Pietsch und Sohn Felix – nicht nur den gewünschten Schwenk-Hubsitz finanzieren können. Die Summe reicht – sehr zur Freude der Familie – auch noch für eine dritte Delfintherapie auf Curaçao. Foto: Alexander Kollek
  • Mit dem Geld aus der Spendenaktion „Kronkorken für Lotti“ hat Stefanie Müller (l.) für ihre kranke Tochter Charlotte (Mitte) – hier auf dem Bild mit Oma Christina Pietsch und Sohn Felix – nicht nur den gewünschten Schwenk-Hubsitz finanzieren können. Die Summe reicht – sehr zur Freude der Familie – auch noch für eine dritte Delfintherapie auf Curaçao. Foto: Alexander Kollek
  • hochgeladen von Redaktion Wittgenstein

ako Raumland. Trotz Corona und dank vieler Spenden aus Wittgenstein kann Charlotte Müller zusammen mit ihrer Familie Ende August nach Curaçao reisen, um auf der niederländischen Karibikinsel ihre mittlerweile dritte Delfintherapie anzutreten. „Wir sind froh, dass es jetzt starten kann“, erklärte Stefanie Müller. Die Mutter des mehrfach schwerstbehinderten Mädchens nutzte nun die Gelegenheit, um sich nochmals bei den zahlreichen Menschen, die sich an der Aktion „Kronkorken für Lotti“ beteiligt hatten, zu bedanken. Nachdem bereits im Jahr 2014 beim „Wandern für Lotti“ so viel Geld zusammen gekommen war, dass Stefanie Müller und ihr Ehemann René ihrer Tochter sowohl 2015 als auch 2017 eine Delfintherapie ermöglichen konnten, wurde auch die zweite Spendenaktion zu einem großen Erfolg.

ako Raumland. Trotz Corona und dank vieler Spenden aus Wittgenstein kann Charlotte Müller zusammen mit ihrer Familie Ende August nach Curaçao reisen, um auf der niederländischen Karibikinsel ihre mittlerweile dritte Delfintherapie anzutreten. „Wir sind froh, dass es jetzt starten kann“, erklärte Stefanie Müller. Die Mutter des mehrfach schwerstbehinderten Mädchens nutzte nun die Gelegenheit, um sich nochmals bei den zahlreichen Menschen, die sich an der Aktion „Kronkorken für Lotti“ beteiligt hatten, zu bedanken. Nachdem bereits im Jahr 2014 beim „Wandern für Lotti“ so viel Geld zusammen gekommen war, dass Stefanie Müller und ihr Ehemann René ihrer Tochter sowohl 2015 als auch 2017 eine Delfintherapie ermöglichen konnten, wurde auch die zweite Spendenaktion zu einem großen Erfolg. Insgesamt 41,65 Tonnen – oder anders gesagt über 31.000 Euro – sind für die fröhliche Neunjährige aus Raumland gesammelt und gespendet worden (die SZ berichtete).

Mit diesem Betrag hatte sich die Familie endlich „Lottis“ langersehnten Schwenk-Hubsitz im Wert von 8000 Euro gesichert, mit dessen Hilfe das Mädchen vom Rollstuhl ins Auto gehoben und während der Fahrt fixiert werden kann. „Bei der Aktion ist noch so viel Geld übrig geblieben, dass wir nochmal zu den Delfinen fliegen können“, betonte Stefanie Müller. Eigentlich sei die Reise sogar schon für März geplant gewesen, doch dann kam die Corona-Pandemie dazwischen. Die Familie sei aber hartnäckig geblieben und habe sich ständig nach dem „nächsten Termin“ erkundigt, betonte Stefanie Müller. Da auf Curaçao seit dem 1. Juli wieder Therapien angeboten werden, reise die Familie nun am 28. August für zwei Wochen nach Übersee.

Auf der Karibikinsel wird „Lotti“ dann an jeweils zehn Werktagen – von Montag bis Freitag – an der Deflintherapie teilnehmen. Bei der Methode „interagiert Charlotte mit den Tieren. Das hat ihr schon bei den ersten Malen sehr geholfen“, erklärte Stefanie Müller. Durch die verschiedenen Übungen der speziellen Behandlung kann die Neunjährige unter anderem ihr Immunsystem stärken und die eigene Augen-Hand-Koordination sowie ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern.

Curaçao ausgewählt habe die Familie, weil die Insel zu den niederländischen Antillen gehört und dort viele Deutsch sprechen – „so kann auch Charlotte verstehen, was die Therapeuten sagen“, betonte Stefanie Müller. Zudem werden die Delfine vor Ort auch artgerecht gehalten: „Die Tiere leben dort in einer abgezäunten Bucht, also an der natürlichen Küste. Nicht in einem Betonbecken.“ Neben den Eltern werden auch die beiden Geschwister Felix und Sophie sowie zum ersten Mal die Großeltern – Christina und Heinz-Georg Pietsch – mitreisen. „Es ist ganz wichtig, dass die Geschwisterkinder mitkommen. Während Charlotte Therapie hat, sind sie im Geschwisterprogramm. Es gibt auch einen ,Dock-Day’ bei dem sie ebenfalls in den Kontakt mit den Delfinen kommen“, erklärte Stefanie Müller.

Die Delfin-Therapie für „Lotti“ kostet um die 8000 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für den Flug und die Unterkunft. Zusätzlich muss die Familie in diesem Jahr für die Corona-Tests aufkommen, ohne die eine Einreise nicht möglich wäre. Hierbei handelt es sich um eine Privatleistung, die nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Christina Pietsch bemängelte, dass die Preise für die Abstriche stark variieren. Während das Gesundheitsamt für einen Test pro Person 150 Euro verlange, koste dieser pro Person bei einem Arzt nur 70 Euro. Internet-Recherchen der Familie hätten sogar ergeben, dass es auch Tests für 40 Euro gebe: „Das muss ja jeder machen, der in Urlaub fahren will. Aber wir finden es unfair, dass dies nicht einheitlich geregelt ist.“

Nichtsdestotrotz freue sich die Familie nun darauf, dass es bald losgehen kann: „Wir sind froh, dass es stattfindet, auch vor dem Hintergrund, dass Charlotte seit dem 13. März keine Schule mehr hatte – und seitdem auch keine Therapie mehr möglich war“, betonte Stefanie Müller. Allen Geldgebern und Spendern sprachen Mutter und Oma noch einmal ein „großes Dankeschön“ aus.

Autor:

Alexander Kollek

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