Dunkle Oktoberfestgaudi

Dotzlar lud mit neuer Kapelle zum Schunkeln und Jodeln ein

db Dotzlar. Weiß und blau sind sowie die dominierenden Farben in Dotzlar. Üblicherweise, weil sie die Vereinsfarben des örtlichen Turn- und Sportvereins sind, am vergangene Wochenende noch mal im Speziellen, weil das von ihnen organisierte Oktoberfest wieder einmal Wies'n-Atmosphäre versprach. Nicht nur in seiner Geburtsstadt München gab es dieses Jahr Veränderungen was die Musik angeht, auch der kleine Ableger in Dotzlar musste sich mit neuer Kapelle beweisen. Die Hambacher Straßenmusikanten, die bisher ohne Probleme die Besucher auf die Tische geholt hatten, mussten ihren Bühnenplatz räumen und Platz machen für die Lahntal Musikanten.

Es spielten Wittgensteiner statt Bayern

Bei vielen stellte sich die Frage nach dem Warum? Hat sich das Motto »Never Change a Winning Team« – also: Ändere nichts an einem Siegerteam – doch seit jeher bewährt. Nach vier Jahren Hambacher sei es Zeit für etwas Neues gewesen, erklärte der Vorsitzende Bernd Pöppel gegenüber der SZ. Hieß es letztes Jahr von Seiten der Organisatoren noch, man wolle an den Bayern festhalten, so überraschte dieser Schritt um so mehr. Per Mundpropaganda hätten sie von den Qualitäten der Lahntaler gehört und sich daher entschieden, diese zu engagieren. Genauso unerwartet war die Vorverlegung des Oktoberfestes. Traditionell fand die Gaudi am zweiten Oktober statt, im letzten Jahr kam dann aber die Überschneidung mit der neu ins Leben gerufenen Kneipennacht in Bad Berleburg zustande, was bei den Dotzlarern auf Unverständnis stieß. Dennoch wolle man an dem Datum festhalten, so die entschiedene Meinung im Vorfeld des vergangenen Oktoberfestes. Die Organisatoren kamen jetzt aber letztendlich zu dem Beschluss, dass es Unsinn sei, mit der Kneipennacht konkurrieren zu wollen. Was die Besucherzahlen anging, gab es geteilte Meinungen. Waren die einen der Ansicht, die Resonanz sei gut, so fanden die anderen diese insgesamt etwas schwach.

Mehr Beleuchtung wäre gut gewesen

In einem Punkt waren sich aber die meisten einig, mehr Beleuchtung hätte der Veranstaltung gut getan. Die bunte Bühnenbeleuchtung sowie die Thekenlampen glichen dem Licht am Ende des Tunnels, alle anderen Lichter waren nämlich ausgeschaltet. Dies sorgte nicht nur für Sehschwierigkeiten, sondern auch für Ermüdungserscheinungen. Das obligatorische Weizen- und original Oktoberfestbier für Durstige und die zünftigen Speisen für Hungrige brachten aber größtenteils neue Kraft und Durchhaltevermögen. Ihren Teil trugen auch die Lahntal Musikanten dazu bei, die mit alt bewährten Schunkelliedern die Stimmung anzuheizen wussten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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