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Wittgensteiner Kommunen auf Einbruch der kalten Jahreszeit vorbereitet
Effizienz im Winterdienst soll Natur schonen

Die Kommunen in Wittgenstein sehen sich für den Winter gerüstet. Einem geordneten Dienst für freie Straßen – wie hier auf der Landesstraße 718 bei Bad Laasphe – dürfte damit nichts im Wege stehen (Archivfoto).
  • Die Kommunen in Wittgenstein sehen sich für den Winter gerüstet. Einem geordneten Dienst für freie Straßen – wie hier auf der Landesstraße 718 bei Bad Laasphe – dürfte damit nichts im Wege stehen (Archivfoto).
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

tika Wittgenstein. Für die zweite Wochenhälfte sind erste Schneefälle angekündigt – zumindest in den Höhenlagen von Wittgenstein. Nachdem es bereits in den vergangenen Wochen zu ersten frostigen Nächten gekommen war, bricht spätestens jetzt die Zeit der Winterdienste in den Altkreis-Kommunen an. Insgesamt müssen Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück nicht weniger als rund 477 Streckenkilometer betreuen.
510 Tonnen Streusalz eingelagertDafür haben sie kumuliert rund510 Tonnen Streusalz eingelagert – vorerst soll damit der Bedarf gedeckt sein, je nach Verlauf der kalten Jahreszeit könnte sich die Menge aber erhöhen. Interessant dabei: Bad Berleburg als Kommune mit den meisten zu betreuenden Streckenkilometern hat die geringste Menge an Streusalz gelagert.

tika Wittgenstein. Für die zweite Wochenhälfte sind erste Schneefälle angekündigt – zumindest in den Höhenlagen von Wittgenstein. Nachdem es bereits in den vergangenen Wochen zu ersten frostigen Nächten gekommen war, bricht spätestens jetzt die Zeit der Winterdienste in den Altkreis-Kommunen an. Insgesamt müssen Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück nicht weniger als rund 477 Streckenkilometer betreuen.

510 Tonnen Streusalz eingelagert

Dafür haben sie kumuliert rund510 Tonnen Streusalz eingelagert – vorerst soll damit der Bedarf gedeckt sein, je nach Verlauf der kalten Jahreszeit könnte sich die Menge aber erhöhen. Interessant dabei: Bad Berleburg als Kommune mit den meisten zu betreuenden Streckenkilometern hat die geringste Menge an Streusalz gelagert. Gemessen am vergangenen äußerst milden Winters dürfte es wohl kaum zu Lieferengpässen bei möglichen Nachbestellungen kommen, wenngleich dies innerhalb des vergangenen Jahrzehnts bei besonders schnee- und glättereichen Wintern durchaus schon einmal der Fall war – damals allerdings eine Ausnahmesituation. Die Siegener Zeitung hat in den drei Kommunen eruiert, ob selbige bereits „Winter-fest“ sind – und ob es möglicherweise nachhaltigere Alternativen zur herkömmlichen Salz-Sole gibt.

Neue Technik, bessere Dosierung

Bad Berleburg: Insgesamt hat die Kurstadt 110 Tonnen Streusalz eingelagert – für insgesamt 222 Streckenkilometer Straßen und Wege, die die Stadt Bad Berleburg betreuen muss. „Alles Weitere wird dann bei Bedarf bestellt. Wir haben bei Weitem nicht das eingelagert, was wir brauchen und werden in der Wintersaison Salz nachbestellen müssen. Von daher haben wir keine besonderen Vorkehrungen getroffen“, erklärte Christian Winter. Der technische Leiter des Baubetriebshofs der Odebornstadt verdeutlichte zugleich, dass die Bereitschaft für den Winterdienst „je nach Wetterlage einberufen“ werde.
Kein Thema für die Stadt Bad Berleburg ist indes die Erprobung möglicher Alternativen zum herkömmlichen Streusalz. Die Verantwortlichen setzen auf die Effizienz der eingesetzten Mittel. „Unser Motto dazu ist: Weniger ist mehr“, erklärte Christian Winter. In den vergangenen Jahren habe die Stadt ihre Maschinenflotte nach und nach auf wegeabhängige Salzstreuer umgestellt. Und damit auf moderne Technik: „Das heißt, es wird wirklich nur dann gestreut, wenn die Maschine fährt. Durch die neuere Technik ist es auch möglich, Salz besser zu dosieren“, erklärte der technische Leiter des Baubetriebshofs. Anders gesagt: Steht das Fahrzeug – etwa an einer Ampel – still, streut es in dieser Zeit nicht.

„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“

Bad Laasphe: Besondere Vorkehrungen sind in der Lahnstadt nicht notwendig. „Die Stadt Bad Laasphe bereitet sich auf einen normalen Winter vor“, erklärte Ann Kathrin Müsse auf SZ-Anfrage. Die Pressesprecherin der Stadt Bad Laasphe berichtete, dass die Verwaltung derzeit 210 Tonnen Streusalz vorhält. Die Kapazitäten der Einlagerung sind auf maximal 260 Tonnen beschränkt, so dass durchaus noch Potenzial für eine Erweiterung der Ressourcen vorhanden wäre – im Bedarfsfall.
Insgesamt betreut die Stadt Bad Laasphe rund 170 Streckenkilometer Straßen und Wege, die der Winterdienst befahren muss. Dafür steht jeweils täglich eine Bereitschaft von 4 bis 20 Uhr zur Verfügung. Über alternative Möglichkeiten zur Befreiung der Straßen von Schnee, Eis und Glätte diskutiert die Verwaltung der Kurstadt derzeit nicht. „Feuchtsalz kommt bei der Stadt Bad Laasphe derzeit nicht zum Einsatz und das ist aktuell auch nicht geplant“, erklärte Ann Kathrin Müsse. Um die Natur nicht übermäßig zu strapazieren, die Straßen und Wege aber dennoch adäquat von Eis und Schnee zu befreien, gelte beim Streuen die – ähnlich wie in Bad Berleburg lautende – Devise: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, erklärte die Pressesprecherin.

„Einsatz von Salz auf Minimum reduziert“

Erndtebrück: Die verhältnismäßig kleinste Kommune hat insgesamt etwa85 Streckenkilometer zu räumen – allesamt Anliegerstraßen. Dafür hat die Gemeinde Erndtebrück derzeit 150 Kubikmeter Streusalz – dies entspricht rund 190 Tonnen – eingelagert, wie die Pressestelle der Edergemeinde auf Anfrage der Siegener Zeitung mitteilte. Eine Bereitschaft für den Winterdienst im Stadtgebiet steht demnach grundsätzlich von 3 bis 20 Uhr zur Verfügung. Mit Blick auf vergangene Winter hat die Gemeinde Erndtebrück keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Grundsätzlich streut der Winterdienst Salz nur „in Steilstücken oder bei besonderen Witterungsbedingungen“, etwa Blitzeis. „Dadurch wird der Einsatz von Salz auf ein Minimum reduziert.“

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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