Ehrliche und offene Worte beim Presbytertag in Arfeld

Zeit finden für die eine wichtige Frage nach dem Glauben

wette Arfeld. »Heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Grund fordert der Hoffnung die in euch ist.« Schon Petrus ––1. Petrus 3, Vers 15 – beschäftigte sich zu ganz anderen Zeiten mit ungläubigen Menschen, schrieb im ersten seiner beiden Briefe wertvolle Ratschläge für das Verhalten der Christen in deren Gemeinde nieder. Und obwohl sich in den vergangenen fast 2000 Jahren einiges veränderte, gibt es dennoch diese eine Begebenheit, die den damaligen Jünger und Apostel Jesu mit unseren heutigen Presbytern verbindet.

Aufgabe ist heute keine einfache mehr

Denn wie Matthias Gleibe als Synodalbeauftragter für Gemeindeaufbau und Volksmission und somit als Vorsitzender des Kirchenkreisausschusses für Gemeindeaufbau und Volksmission jetzt im Gespräch mit der Siegener Zeitung ausführte, sei die Aufgabe eines Presbyters bei weitem keine einfache mehr. Viele Christen könnten ihren Glauben leider nicht immer so vermitteln, wie sie es eigentlich wünschten. Da sich die über 100 Wittgensteiner Presbyter oft mit organisatorischen Dingen beschäftigen müssten, bleibe ihnen selten ausreichend Zeit, sich der wesentlichen Frage des Lebens bewusst zu werden, nämlich der Frage nach dem Glauben. »Was glauben wir eigentlich wirklich, was macht unseren Glauben aus«, fragte der Oberndorfer Pfarrer.

Das Vaterunser übt das Menschsein ein

Daher sei es wichtig, die Presbyter bei ihrer nicht immer leichten Aufgabe grundlegend zu motivieren. Und wie könnte dies besser geschehen, als durch eine Zusammenkunft möglichst aller Beteiligten? So wie sie jetzt in Arfeld während des Presbytertages im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus realisiert wurde. Nachdem Referent Friedhardt Gutsche eingangs über die Schritte zur Mitte – die Schritte zu Christus, der Mitte von Glaube und Gemeinde – gesprochen hatte, erläuterte er anhand dieser seine eigene Auffassung von Glauben und widmete sich anschließend sozusagen mit einer Glaubensanalyse dem Vaterunser. »Im Vaterunser drücken wir betend unseren Glauben aus – und üben zugleich das Menschsein ein, zu dem uns Gott bestimmt hat«, sagte Friedhardt Gutsche. In seinem dritten Referat wandte sich Friedhardt Gutsche dann wieder dem ersten Petrusbrief zu und formulierte dessen Worte etwas um. »Seid jeden Moment bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn man euch fragt nach dem Grund eures Glaubens, wenn man wissen will: Worum geht es eigentlich im christlichen Glauben und was charakterisiert ihn im Vergleich mit anderen Angeboten auf dem religiösen Supermarkt unserer Zeit?«

Sieben Merksätze – leicht zu behalten

Natürlich hatte Friedhardt Gutsche dank seiner eigenen sieben Kurzformulierungen des Glaubens die passenden Antworten sofort parat. Beispielsweise sage das Evangelium den Jugendlichen und Erwachsenen, die sich in der oft ungastlichen Gesellschaft nicht willkommen fühlten, auf vielfältige Weise: »Du bist willkommen.« Daraus ergebe sich auch schon die zweite Formulierung: »Du musst nicht mehr mit dir allein sein.« Weiter sagte Friedhardt Gutsche, gesucht seien Menschen, mit denen offen und ehrlich geredet werden könne, bei denen jeder seine Geschichte erzählen könne ohne Angst haben zu müssen, dies könne später gegen einen gerichtet werden. »Du kannst aufatmen«, riet der Referent. Ähnlich plausibel erscheinen Formulierung vier, fünf und sechs: »Du bist eine gute Gabe Gottes an diese Welt« und »Du kannst bei Jesus das Leben lernen, nämlich nehmen, danken, teilen und weitergeben« und »Du wirst gehalten, und deshalb wirst du durchhalten«. Da Gott Menschen suche, die ihm Raum geben, definierte Friedhardt Gutsche seinen Glauben in Aussage Sieben: »Du wirst gebraucht, denn Gott sucht Wohnungen in dieser Welt.«

Gespräche zur Glaubensstärkung

In ihrem Glauben gestärkt worden sein dürften die Presbyter allerdings nicht nur durch die Ausführungen des Referenten. In offenen und ehrlichen Gesprächen wurden zwischen den Vorträgen immer wieder sehr persönliche Fragen gemeinsam beantwortet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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