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Keine Krise am Grundstücks- und Immobilienmarkt
Eigentum bleibt sehr gefragt

Bauplätze sind begehrt in Wittgenstein: Selbst Baugebiete, deren Vermarktung viele Jahre nur schleppend lief, sind seit einigen Jahren gefragt. Die niedrigen Zinsen machen die Investition in die eigenen vier Wände attraktiv. Aber auch auf dem Markt der Gebrauchtimmobilien gibt es immer Bewegung.
  • Bauplätze sind begehrt in Wittgenstein: Selbst Baugebiete, deren Vermarktung viele Jahre nur schleppend lief, sind seit einigen Jahren gefragt. Die niedrigen Zinsen machen die Investition in die eigenen vier Wände attraktiv. Aber auch auf dem Markt der Gebrauchtimmobilien gibt es immer Bewegung.
  • Foto: Björn Weyan
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

bw Wittgenstein. Kauf oder Bau der eigenen vier Wände sind in Wittgenstein nach wie vor gefragt – daran hat auch die Corona-Pandemie zumindest mal im vergangenen Jahr nichts verändert, wie die Zahlen des aktuellen Grundstücksmarktberichts des Kreises für die drei Kommunen des Altkreises zeigen. Kreisweit (in diesem Fall ohne Siegen) stieg die Zahl der verkauften Grundstücke für den Wohnungsbau auf 275 nach 249 im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Ein- und Zweifamilienhäuser, die einen neuen Eigentümer fanden, nahm von 799 auf 844 deutlich zu. Und dieser Trend spiegelt sich auch in Wittgenstein wider.
Grundstücke für WohnungsbauIn allen drei Kommunen wurden mehr Baugrundstücke verkauft als im Jahr 2019.

bw Wittgenstein. Kauf oder Bau der eigenen vier Wände sind in Wittgenstein nach wie vor gefragt – daran hat auch die Corona-Pandemie zumindest mal im vergangenen Jahr nichts verändert, wie die Zahlen des aktuellen Grundstücksmarktberichts des Kreises für die drei Kommunen des Altkreises zeigen. Kreisweit (in diesem Fall ohne Siegen) stieg die Zahl der verkauften Grundstücke für den Wohnungsbau auf 275 nach 249 im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Ein- und Zweifamilienhäuser, die einen neuen Eigentümer fanden, nahm von 799 auf 844 deutlich zu. Und dieser Trend spiegelt sich auch in Wittgenstein wider.

Grundstücke für Wohnungsbau

In allen drei Kommunen wurden mehr Baugrundstücke verkauft als im Jahr 2019. Ein dickes Plus steht für Bad Berleburg im zu Buche: 44 Bauplätze wurden im Stadtgebiet verkauft, das waren 44 727 Quadratmeter insgesamt. Im Jahr zuvor waren es 24 Bauplätze (21 764 Quadratmeter). Entsprechend stieg auch der Umsatz deutlich auf 2,26 Millionen Euro (2019: 1,24 Millionen Euro). Nicht ganz so stark fällt der Zuwachs in Bad Laasphe aus: 26 Baugrundstücke wurden veräußert (27 299 Quadratmeter), das waren drei mehr als im Vorjahr (15 310 Quadratmeter). Der Umsatz in der Lahnstadt stieg von 1,11 auf 1,33 Millionen Euro. In Erndtebrück wurden elf Grundstücke mit insgesamt 10 922 Quadratmeter vermarktet, im Jahr zuvor waren es zehn Bauplätze und 9937 Quadratmeter. Analog dazu stieg auch der Umsatz leicht an: von 505 082 auf 600 227 Euro.

Ein- und Zweifamilienhäuser

In zwei von drei Wittgensteiner Kommunen stieg auch die Zahl der verkauften Wohnhäuser im vergangenen Jahr. 91 waren es in Bad Berleburg mit einer Gesamtfläche von 126 524 Quadratmeter. Im Vorjahr kamen 83 Immobilienverkäufe in der Odebornstadt zustande (98 765 Quadratmeter). Der Umsatz stieg auf eine Gesamtsumme von 14,94 Millionen Euro, im Jahr 2019 waren es 12,12 Millionen Euro. In Bad Laasphe stieg die Zahl der Wohnimmobilien, die ihren Besitzer wechselten, auf 60 nach 51 im Vorjahr. Darunter müssen wohl mehr große Grundstücke gewesen sein, da die Gesamtfläche aller Häuser von 54 564 auf 126 226 Quadratmeter zulegte, der Umsatz stieg auf 8,29 Millionen Euro nach 7,78 Millionen Euro im Jahr 2019.

Hier fällt nur Erndtebrück aus der Reihe, wo allerdings 2019 mit 35 verkauften Ein- und Zweifamilienhäusern ein extrem hoher Vergleichswert stand. Mit 25 Immobilien, die im vergangenen Jahr einen neuen Eigentümer fanden, hat sich der Stand in der Edergemeinde eher normalisiert. Die Gesamtfläche ging von 51 732 auf 28 068 Quadratmeter zurück, auch der Umsatz sank von 5,71 auf 4,29 Millionen Euro.

Interessant ist aber: Beim durchschnittlichen Kaufpreis liegt Erndtebrück an der Spitze im Altkreis. Im Durchschnitt kostete die Gebrauchtimmobilie hier 171 500 Euro. In Bad Berleburg waren es 164 000 Euro, in Bad Laasphe lag dieser Durchschnittspreis dagegen bei 138 000 Euro.

Grundstücke für Gewerbe

Verkehrte Welt herrscht scheinbar bei den verkauften Gewerbeflächen: Erndtebrück liegt mit zehn Grundstücken im Altkreis vorne, in Bad Berleburg steht hingegen die Null. Allerdings dürfte der Großteil der mit einem Umsatz von 1,079 Millionen Euro veräußerten 42 543 Quadratmeter im interkommunalen Industriepark in Schameder liegen. Bad Laasphe kommt auf drei vermarktete Flächen mit 11 289 Quadratmeter (Umsatz: 394 551 Euro).

Landwirtschaftliche Flächen

Auch den Verkauf von landwirtschaftlichen Flächen weist der alljährliche Grundstücksmarktbericht aus. In Bad Berleburg wurden 51 Flächen mit einer Gesamtgröße von 575 796 Quadratmeter verkauft für einen Gesamtumsatz von 766 309 Euro. Bad Laasphe und Erndtebrück kamen jeweils auf zwölf Verkäufe. In Bad Laasphe summierte sich das Ganze auf 68 813 Quadratmeter (85 842 Euro), in Erndtebrück waren es 81 273 Quadratmeter (102 678 Euro).

Forstwirtschaftliche Flächen

Für Bad Berleburg stehen 19 Verkäufe forstwirtschaftlicher Flächen in der Statistik, hier wechselten 208 568 Quadratmeter für 174 018 Euro den Besitzer. Nebenan in Bad Laasphe kamen 13 Verträge zustande für insgesamt 80 168 Quadratmeter sowie 70 949 Euro. In Erndtebrück wurden drei Forstflächen vermarktet, insgesamt 12 353 Quadratmeter für 20 448 Euro.

Hier geht es zum Kommentar von SZ-Redakteur Björn Weyand.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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