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Wiedereröffnung des Bürgerhauses
Ein herzliches Willkommen im Haus der Heimatmacher

Vor allem das Foyer mit seiner gläsernen Front erhielt viel Lob. Foto: Björn Weyand
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  • Vor allem das Foyer mit seiner gläsernen Front erhielt viel Lob. Foto: Björn Weyand
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bw Bad Berleburg. Anderthalb Jahre Bauzeit liegen hinter dem Bürgerhaus – eine lange Zeit, in der die Berleburger auf ihr Zentrum am Marktplatz verzichten mussten. Das Warten hat indes jetzt ein Ende und fest steht eines: Das Warten hat sich gelohnt. Am Samstag feierte die Stadt Bad Berleburg die Wiedereröffnung nach einer umfangreichen Modernisierung – nicht mehr im großen Saal, sondern im schicken Foyer mit seiner riesigen Glasfront. Aus dem angestaubten Bürgerhaus ist durch den Umbau ein Tagungs-, Veranstaltungs- sowie Tourismuszentrum geworden. „Ich finde es noch immer beeindruckend, wie es sich entwickelt hat“, hob Bürgermeister Bernd Fuhrmann in seiner Begrüßung hervor.

bw Bad Berleburg. Anderthalb Jahre Bauzeit liegen hinter dem Bürgerhaus – eine lange Zeit, in der die Berleburger auf ihr Zentrum am Marktplatz verzichten mussten. Das Warten hat indes jetzt ein Ende und fest steht eines: Das Warten hat sich gelohnt. Am Samstag feierte die Stadt Bad Berleburg die Wiedereröffnung nach einer umfangreichen Modernisierung – nicht mehr im großen Saal, sondern im schicken Foyer mit seiner riesigen Glasfront. Aus dem angestaubten Bürgerhaus ist durch den Umbau ein Tagungs-, Veranstaltungs- sowie Tourismuszentrum geworden. „Ich finde es noch immer beeindruckend, wie es sich entwickelt hat“, hob Bürgermeister Bernd Fuhrmann in seiner Begrüßung hervor. Es sei endlich zusammengewachsen, was zusammengehört, denn durch den Umbau ist auch die Verbindung zwischen dem Bürgerhaus und dem Jugendzentrum hergestellt worden.

Jetzt beginne der Einzug, nicht nur die Vereine kehren zurück, auch die Wisent-Ausstellung zieht in den Gebäudekomplex ein, nicht zuletzt entsteht darin eines von sechs Besucherzentren im großen Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Tagungs- und Medienräume erhöhen die Nutzungsmöglichkeiten. Das Bürgerhaus werde ein Ort der Bildung, der Vereine und der Veranstaltungen sein, versprach Bernd Fuhrmann: „Es kommt jetzt richtig Leben ins Haus.“ Der Rathaus-Chef nutzte diese Gelegenheit für umfangreichen Dank. „Dieses Projekt konnte nur mit Fördergeldern und Sponsoren gestemmt werden“, stellte Bernd Fuhrmann fest. 1,7 Mill. Euro steuerte das Land NRW bei, außergewöhnlich war das Engagement der Firmen Ejot und BSW: Die beiden Familien Pöppel und Kocherscheidt stifteten jeweils 200 000 Euro für den Umbau. Bernd Fuhrmann war dafür sehr dankbar: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Unternehmen so in die Stadtentwicklung einbringen.“ Einen Dank richtete der Bürgermeister freilich auch an seine Mitarbeiter im Rathaus mit Projektleiter Gerd Schneider an der Spitze. Deren Arbeit geht noch weiter, denn als nächster Schritt folgt ja die Öffnung des Markplatzes zur Odeborn hin.

Eigentlich wollte am Samstag ja NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach in der Feierstunde dabei sein, sie hatte indes diesen Termin (wie andere auch) kurzfristig absagen müssen. Ihr „Ersatzmann“ war allerdings auch kein Unbekannter: Regierungspräsident Hans-Josef Vogel betonte, dass dies ein Termin gewesen wäre, „der ihr sehr gefallen hätte, denn sie ist die Ministerin, die am meisten für die Kommunen tut“. Der Regierungspräsident lobte diese Modernisierung, die ein starker Beitrag zur Baukultur in Südwestfalen sei. Es werde ein „Haus der Heimatmacherinnen und Heimatmacher“ sein, betonte der frühere Arnsberger Bürgermeister. Das seien in erster Linie die Menschen, Vereine und Unternehmen, die sich bürgerschaftlich in der Heimat engagieren. Und Heimat heiße in diesem Zusammenhang nicht nur Herkunft, sondern auch Ankunft: „Wir werben für unsere Region“, sagte der Regierungspräsident mit Blick auf Fachkräfte.

Hans-Josef Vogel gratulierte Bad Berleburg zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis: „Sie haben viele Konzepte entwickelt und schreiben diese bis 2030 fort.“ Ein Beispiel sei das Projekt „Smart Cities“ (die Siegener Zeitung berichtete). Der Regierungspräsident hatte auch ein recht lukratives Flachgeschenk dabei: einen Förderbescheid für die Sanierung von Wirtschaftswegen in elf Dörfern in Höhe von 500 000 Euro. In den nächsten Schritten sollen Förderbescheide für die übrigen Ortschaften folgen, berichtete Bernd Fuhrmann.

Aber zurück zum Bürgerhaus: Die Gäste hatten die Gelegenheit, sich die modernisierten Räumlichkeiten anzuschauen. Die Feierstunde wurde begleitet vom Popchor „Singsation“ unter der Leitung von Christoph Haupt. Großen Applaus erntete der Arfelder Tobias Beitzel für seinen Poetry-Slam zum Thema Heimat. Das Fazit in seinem Gedicht lautete: „Für eine große Zukunft braucht es keine große Stadt.“ Was es indes noch braucht, ist ein Name für das umgebaute Bürgerhaus. Die Gäste gaben am Samstag ihre Vorschläge ab. Ob die RP-Idee („Haus der Heimatmacher“) in Frage kommt, wird sich zeigen.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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