Ein Langohr erlitt einen Hitzschlag

Temperaturen machten Tier wie Mensch bei Wittgensteins Bezirkskaninchenschau zu schaffen

db Bad Berleburg. Die Jahrhunderthitze in Deutschland ist für viele unerträglich. Doch nicht nur für Menschen stellen die schweißtreibenden Temperaturen eine Tortur da. Auch viele Tiere haben unterm hohen Quecksilberstand im Thermometer zu leiden. So war es nicht verwunderlich, dass der Großteil der ausgestellten Tiere bei der Bezirkskaninchenschau fix und fertig in den Käfigen lag. Andere Schlappohren, wie Wilma Eierdanz erzählte, waren hingegen den ganzen Tag über putzmunter.

Jugend stellte 66 der 153 Mümmelmänner

Insgesamt stellten sich 153 Hasen, davon 66 von Jungzüchtern, den beiden Preisrichtern aus dem Sauerland. Die Beteiligung des Nachwuchses gab Anlass zur Freude im Bezirk Wittgenstein, da solch große Resonanz der Jungen nicht die Regel ist. Die sechs Vereine des Bezirks: Bad Berleburg, Bad Berleburg und Umgebung, Berghausen, Feudingen, Erndtebrück und Banfe waren aber nicht die einzigen Aussteller. Bei der 14. Auflage der Veranstaltung war auch ein Gast aus Netphen mit seinen Tieren dabei. Zur Bewertung zugelassen werden immer nur Tiere aus dem aktuellen Jahr, diesmal also der 2003er Zucht.

Wichtiges Temperaturen-Verhältnis

Danach, so Vorstandsmitglied Wilma Eierdanz, werden die Kaninchen verkauft oder landen im Kochtopf. Um alle besorgten Kinder zu beruhigen: Der Osterhase war nicht unter den Wettbewerbern. Doch genau wie seine Artgenossen auf dem Berleburger Kriegerplatz, wird auch das bekannteste Schlappohr mit den Gefahren des derzeit heißen Planeten zu kämpfen haben. Steigt nämlich die Außentemperatur über die Körpertemperatur der Kaninchen, besteht die Gefahr eines Hitzschlags. Glücklicherweise passierte das bei der Bezirksschau nur einem der zahlreichen Fellträger.

Züchter zeichneten Erfolgreichste aus

Doch konnte die Jury aufs Wetter keine Rücksicht nehmen und ging mit Sorgfalt ihrer Arbeit nach. Nach knapp sechs Stunden intensiver Untersuchungen von Fell, Form, Kopf, Gesundheit und einiger anderer Punkte hatten die Preisrichter ihre Entscheidung getroffen. So ist der neue Bezirks-Jungtiermeister bei den Altzüchtern Horst Müller aus Erndtebrück, der mit seiner Chin-Rex das »beste Pferd im Stall« hatte und sich mit dieser Rase ebenfalls den Titel der besten Häsin sicherte. Auf Platz zwei landete Josef Fabri aus Bad Berleburg mit seinen Deutschen Kleinwidder Grau. Bester Rammler wurde der schwarz-weiße Holländer von Ernst Müller vom Verein Bad Berleburg und Umgebung. Die beste Häsin mit Jungen, eine Familie also, stellte Rudolf Münker aus Erndtebrück mit seinen Weißgrannen zur Bewertung. Den ersten Preis für die Sammlung erhielt Gastaussteller Bernd Krämer aus Netphen mit seinen Loh, schwarz. Der Graue Widderzwerg vom Berleburger Joachim Schönfelder war das beste Einzeltier der Bezirksschau.

Auch beim Nachwuchs die Besten geehrt

Bei den Jungzüchtern gab es ebenfalls eine Menge Preise zu verteilen. Den Titel als Bezirks-Jungtiermeister sowie den Wanderpokal sicherte sich hier Florian Strippel von Bad Berleburg und Umgebung. Er konnte mit seinen Groß-Chin die Konkurrenz hinter sich lassen. Zweiter wurden die Loh, schwarz, von Sonja und Julia Kloos aus demselben Verein. Sie gewannen zudem in der Kategorie »Beste Häsin«. Als Rammler Nummer Eins wurde ein Klein-Chin von Hermann Wunderlich ausgezeichnet. Der Feudinger war es auch, der die beste Häsin mit Familie groß gezogen hat. Bei der Sammlung hieß der Sieger wieder mal Florian Strippel. Den ersten Platz bei den Einzeltieren belegte der Hermelin von Annabel Schulz aus Bad Berleburg. Ein weiteres Mal waren Sonja und Julia Kloos in der Kategorie »Bestes Abzeichentier« erfolgreich. Auch hier konnte niemand ihren Loh, schwarz, das Wasser reichen.

Fluchtversuch bei Fototermin schlug fehl

Waren sie auch meistens erschöpft, so witterten vier Hasen ihre Chance zur Flucht, als die SZ zum Fototermin ins Freie lud. Auf einmal waren sie quicklebendig und versuchten dem Shooting zu entgehen. Doch die Verantwortlichen hatten sie schnell wieder eingefangen, so wertvolle und talentierte Models konnte man ja nicht einfach weglaufen lassen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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