„Ein Stern“ für den Männergesangverein

Alle zusammen schlagen als ein gemeinsames Herz: Der MGV Arfeld feierte am Wochenende sein 135-jähriges Bestehen. Geburtstagsständchen gab es von den Chören aus Raumland, Beddelhausen, Richstein, Schwarzenau, Girkhausen und Dotzlar. Foto: ds
  • Alle zusammen schlagen als ein gemeinsames Herz: Der MGV Arfeld feierte am Wochenende sein 135-jähriges Bestehen. Geburtstagsständchen gab es von den Chören aus Raumland, Beddelhausen, Richstein, Schwarzenau, Girkhausen und Dotzlar. Foto: ds
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ds Arfeld. „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“, so lautet die Anfangszeile eines bekannten Liedes. Dieser Weisheit kamen am Wochenende sechs Chöre aus Wittgenstein nach und besuchten den Männergesangsverein „Concordia“ Arfeld anlässlich seines 135. Geburtstages. Den Anfang machten am Samstagabend in der Grillhütte am Sportplatz die Gemischten Chöre aus Dotzlar, Richstein und Raumland, gestern folgten der Gemischte Chor Schwarzenau sowie die Männergesangsvereine aus Beddelhausen und Girkhausen. „Den Sinn für edlen Gesang wecken“, das ist laut der Satzung aus dem Jahr 1875 das Ziel des Arfelder Vereins.

Damals gründeten der Pfarrer und der Volksschullehrer aus Arfeld den Chor, sie konnten gleich 35 Mitglieder für das Singen in der Gruppe begeistern. Heute sind von den insgesamt 115 Vereinsmitgliedern 25 in dem vierstimmig singenden Chor aktiv. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, zum dörflichen Kulturleben beizutragen - zum Beispiel auf dem Arfelder Weihnachtsmarkt, bei Kirchenkonzerten oder durch Ständchen bei Familienfeiern“, zählt der Vereinsvorsitzende Thomas Achenbach auf. Dirigiert werden die Männer seit 2005 von Ulrich Schäfer aus Holzhausen. „Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass noch ein paar neue und gern auch jüngere Sänger zu uns stoßen“, erklärte Thomas Achenbach weiter und sprach damit ein aktuelles Problem vieler Gesangsvereine an: „Wir versuchen, die jungen Leute durch neuere Chorliteratur anzusprechen. Zum Beispiel haben wir auch einige Gospel- und Popsongs in unserem Repertoire.“

Dass die Arfelder Sänger nicht den Anschluss an die aktuelle Musikwelt verloren haben, bewiesen sie dann auch gleich zu Beginn der Feier am Samstagabend: Nach dem Wittgensteiner Sängergruß und einem israelischen Volkslied gaben sie den bekannten Erfolgshit „Ein Stern“ von Nik P. zum Besten, während dem man einige Gäste im Publikum beim leisen Mitsingen beobachten konnte. Es folgten die Begrüßung der Gäste und ein informativer Blick auf die Geschichte des Arfelder Chores durch Thomas Achenbach.

Anschließend brachten Sänger aus Dotzlar, Richstein und Raumland dem Geburtstags-Chor ihre Ständchen und gaben einen kleinen Einblick in ihr Können. Zum Schluss waren es wieder die Arfelder, die auf der Bühne standen und - passenderweise - mit dem Lied „Das erste Bier muss zischen“ das Programm des Abends abschlossen. Anschließend feierten die Sänger und Gäste bei den einschlägigen Getränken und Spießbraten den runden MGV-Geburtstag. „Ich würde sagen, die 135 Jahre sieht man unserem Chor gar nicht unbedingt an, weil bei uns Jung und Alt die gleiche Sprache sprechen“, so der Vorsitzende. Und das passe genau: „Concordia“ komme aus dem Lateinischen und bedeute soviel wie „Alle zusammengenommen schlagen als ein gemeinsames Herz.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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