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Ein typischer November in Wittgenstein

Eine tolle Herbststimmung zeigt die Aufnahme, die auf dem Bollerberg nahe Hallenberg im benachbarten Sauerland gemacht wurde. Sie zeigt die Schneereste in den Höhenlagen und den Nebel, der die Täler der Region ausfüllt.
  • Eine tolle Herbststimmung zeigt die Aufnahme, die auf dem Bollerberg nahe Hallenberg im benachbarten Sauerland gemacht wurde. Sie zeigt die Schneereste in den Höhenlagen und den Nebel, der die Täler der Region ausfüllt.
  • Foto: Gerhard Kobbeloer
  • hochgeladen von Redaktion Wittgenstein

sz Wittgenstein. In einem November erwartet man in der Regel nicht unbedingt viele Sonnentage und die gab es auch nicht. Genau genommen nur einen Tag, der mehr als die Hälfte der möglichen Sonnenscheindauer gebracht hat. Ansonsten bliebt es oft trüb, die Temperaturen schwankten um den langjährigen Mittelwert und rund um den 11. November fiel auch der erste Schnee des Winters. Das ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Wittgenstein.

Mit einer Mitteltemperatur von 3,5 Grad Celsius in Erndtebrück, 4,0 Grad Celsius in Bad Berleburg und 4,6 Grad Celsius in Bad Laasphe reihte sich der November gut in die beiden Vormonate dieses Herbstes ein. Mit einer positiven Abweichung von knapp einem Grad Celsius im Vergleich zum Mittel der Jahre von 1961 bis 1990 war der November nur leicht zu mild und deutlich kühler als der insgesamt freundliche und trockene November des Vorjahres.

Pünktlich zum 1. des Monats, dem Allerheiligentag, erlebte das Wittgensteiner Land einen deutlichen Wetterwechsel. Nach einem sonnigen und kalten Oktober-Ende zogen dichte Wolken auf, die Regen, nahe der hessischen Grenze kurzzeitig sogar Eisregen brachten. Anschließend machte sich für einige Tage sehr milde und feuchte Luft bemerkbar. In dieser erreichten die Temperaturen schon am 2. des Monats verbreitet die höchsten Werte des Monats. An der Ginsberger Heide wurden 11,7 Grad Celsius erreicht, Feudingen kam auf 14,6 und die Station am Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe sogar auf 15,7 Grad Celsius. Es blieb der einzige Tag, der verbreitet zweistellige Werte erreichte.

Anschließend gingen die Temperaturen nämlich Tag für Tag zurück und am 9. November setzte vor allem in höheren Lagen eine Phase ein, die mehrere Frosttage am Stück brachte. Insgesamt kam Hesselbach auf 17 Frosttage, in Bad Berleburg reichte es noch für neun solcher Tage. Die absolut kälteste Temperatur des Monats wurde am frühen Morgen des 1. Novembers mit -7,8 Grad Celsius in Hesselbach gemessen. Ab diesem Zeitpunkt schwankten die Temperaturen in höheren Lagen auch am Tag nur um den Gefrierpunkt. Einen Dauerfrosttag gab es allerdings in diesem Monat erst oberhalb von 750 Meter Höhe, also nur in den höchsten Lagen Wittgensteins nahe der Grenze zum Sauerland.

Nach einer kurzen Erwärmung rund um den 25. November wurde es zum Monatsende dann bereits wieder kälter. In Sachen Niederschläge wurde die Region nach vielen trockenen Monaten im Sommer im bisherigen Herbst wieder einmal verwöhnt und die normalen Regenmengen wurden etwas übertroffen. Dies schaffte der November nicht ganz. Mit 104 Litern in Erndtebrück war das Defizit mit etwa 20 Prozent aber noch überschaubar. Feudingen und Hesselbach kamen auf rund 90 Liter, Bad Laasphe und Bad Berleburg erreichten im Regenschatten allerdings lediglich 55 bzw. 50 Liter Regen. Der niederschlagsreichste Tag war allgemein der 28. November, als teils etwas über 20 Liter pro Quadratmeter zusammenkamen. An diesem Tag regnete es in ganz Wittgenstein. Doch am Rothaarkamm konnten in diesem Monat zwischen fünf und sieben Tage mit Schnee gemessen werden, maximal betrug die Schneedecke knapp 10 Zentimeter. Bis hinunter ins Tal traute sich der Schnee aber noch nicht. In Sachen Wind erwartet man von einem November durchaus viel. So wirklich erfüllen konnte dieser Monat die Erwartungen aber nicht. Bei einer mittleren Windgeschwindigkeit von rund 4 Stundenkilometer in Erndtebrück und 2,4 Stundenkilometer in Bad Laasphe kamen die kräftigsten Böen während des Sturms „Sebastien“ zum Monatsende aber nicht über 57 Stundenkilometer hinaus. Dann ist da noch die Sonne und die machte sich dann doch ziemlich rar – so zeigte sich der November in dieser Hinsicht also doch noch ganz nach den Erwartungen. Um die 30 Stunden präsentierte sie sich am Wittgensteiner Himmel und damit rund 20 Stunden kürzer als im langjährigen Mittel.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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