Ein Wingeshäuser auf Wittgenstein-Tournee

Mit seinem Figurentheater begeisterte Bernd Linde gestern viele Kinder in Dotzlar

Dotzlar. Normalerweise sei er ausschließlich im Umkreis von 80 Kilometern von Hannover tätig, alle zwei bis drei Jahre komme allerdings eine Tournee in seiner Wittgensteiner Heimat hinzu. Bernd Linde ist gebürtiger Wingeshäuser und mit seinem Figurentheater »Die Roten Finger« Puppenspieler, Liedermacher sowie Erzähler in einer Person. Gestern machte er Station in der Dotzlarer Kulturhalle »Wittgenstein«, diese Woche folgen weitere Auftritte in Banfe, Berghausen und Bad Berleburg. Am Samstag, 8. Mai, zeigt Bernd Linde ab 14.30 Uhr im Gemeindehaus in Wingeshausen das Stück »Ricardo in Rio oder die Rettung des Regenwaldes«.

Gestern präsentierte Bernd Linde in Dotzlar den über 100 Kindern der Grundschule mit ihren vier Klassen sowie den angehenden Schulkindern der AWo-Kindergärten aus Dotzlar und Arfeld das Stück »Kleiner Adler ganz groß« – eine Indianergeschichte mit Mitmachliedern über Freundschaft und Mut, Mutter Erde und Vater Himmel. Im Mittelpunkt der Erzählung stand der Indianerjunge Kleiner Adler, der dem Regenbogenmädchen seinen Mut beweisen will. Besonders interessant war für die Kinder aus Dotzlar und Arfeld der behutsame Umgang des Jungen mit Tieren und der Natur. Die Jungen und Mädchen sangen bei verschiedenen Liedern begeistert mit und legten in Sachen Indianer ein erstaunliches Wissen an den Tag. Die 45 Minuten vergingen wie im Fluge.

Am Rande der Veranstaltung verriet Bernd Linde, dass er seit sieben Jahren mit seinem Figurentheater im Einsatz sei, seit zwei Jahren hauptberuflich. 1986 habe er am Bad Berleburger Johannes-Althusius-Gymnasium sein Abitur abgelegt und sei über Bielefeld schließlich nach Hannover gelangt, wo er auch heute lebe. Er komme auf etwa 120 Auftritte im Jahr, so der 39-Jährige, »man kann ganz gut davon leben«. Dabei ist der gebürtige Wingeshäuser sehr vielseitig: Bernd Linde ist Autor seiner Abenteuer, schreibt die Lieder selbst und stellt auch die geschnitzten Tischfiguren in Eigenregie her.

Wie der frühere Sozialarbeiter dazu gekommen ist, sich mit Figurentheater in Kinderherzen zu spielen? »Ganz ehrlich, der Impuls kam aus dem Literaturkurs von Otto Marburger am Berleburger Gymnasium. Da habe ich auf Anhieb bemerkt, dass mich die Schauspielerei fasziniert.« Während des Studiums sei dann noch ein Seminar Puppentheater hinzugekommen. Nicht gerade zufällig gehörte Bernd Linde zu den Mitbegründern der Bad Berleburger Laienspielgruppe. 1985 stand dort das Stück »Der doppelte Moritz« auf dem Spielplan.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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