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Lösung für die Verkehrsproblematik?
Einbahnstraßen-Regelung für Bad Berleburg angeregt

Die Bad Berleburger Grünen wollen das Verkehrskonzept in der Bad Berleburger Innenstadt grundsätzlich verändern. Die Poststraße soll zumindest mittelfristig zur Einbahnstraße werden.  Foto: Martin Völkel
  • Die Bad Berleburger Grünen wollen das Verkehrskonzept in der Bad Berleburger Innenstadt grundsätzlich verändern. Die Poststraße soll zumindest mittelfristig zur Einbahnstraße werden. Foto: Martin Völkel
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vö Bad Berleburg. Die Partei Bündnis 90/Die Grünen kreidete Bad Berleburger Kernstadt in der Woche im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Aktion fehlende Fahrradfreundlichkeit an. Viele Verbesserungen seien kurzfristig mit einer besseren Beschilderung oder Linien auf dem Asphalt zu realisieren – ohne den ganz großen Aufwand. Das gilt für jene Idee zweifellos nicht, die die Vertreter der Öko-Partei ebenfalls zum Pressetermin mitbrachten: Nämlich den Verkehr durch die Kernstadt mit einer Einbahnstraßen-Regelung deutlich zu entzerren. Auf der einen Seite die Post- und Ederstraße, auf der anderen Seite die Schul- und Bahnhofstraße.

Bad Berleburg. Die Partei Bündnis 90/Die Grünen kreidete Bad Berleburger Kernstadt in der Woche im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Aktion fehlende Fahrradfreundlichkeit an. Viele Verbesserungen seien kurzfristig mit einer besseren Beschilderung oder Linien auf dem Asphalt zu realisieren – ohne den ganz großen Aufwand. Das gilt für jene Idee zweifellos nicht, die die Vertreter der Öko-Partei ebenfalls zum Pressetermin mitbrachten: Nämlich den Verkehr durch die Kernstadt mit einer Einbahnstraßen-Regelung deutlich zu entzerren. Auf der einen Seite die Post- und Ederstraße, auf der anderen Seite die Schul- und Bahnhofstraße. „Bei den bisherigen Straßenbaumaßnahmen in Bad Berleburg wurde auf die Fortbewegung mit dem Fahrrad maximal in sportlicher oder touristischer Hinsicht eingegangen. Zum Beispiel wurde die Poststraße, wie wir sie heute kennen, gegen den Widerstand der Grünen ohne Radspur gebaut. Schon damals wurde eine Einbahnstraßen-Regelung als alternativlose Lösung von uns gefordert“, erklärte Rainer Kaletsch. Und weiter: „Auch heute sehen wir die Einbahnstraßen-Lösung mittelfristig als die Lösung für die Verkehrsproblematik in der Innenstadt.“ Es müsse möglich sein, die öffentlichen Gebäude wie Schulen, Rathaus, Krankenhaus, Post sowie Apotheken, Ärzte, Banken – mit dem Fahrrad – gefahrlos für alle Bürger zu erreichen.

Vor Jahren sei die Thematik, so Rainer Kaletsch im Nachgang im Gespräch mit der SZ, übereilt abgeblockt worden – mit der Begründung, dass dies mit einer Bundesstraße nicht realisierbar sei. Das Argument lasse er nicht gelten, beispielsweise sei in Biedenkopf schon vor vielen Jahren eine ähnliche Lösung in die Tat umgesetzt worden. Das zeige doch, dass es möglich sei – wenn der Wille vorhanden sei. „Wenn ich mir die Situation in der Kernstadt heute anschaue, wäre der Weg über zwei Einbahnstraßen genau richtig gewesen“, Für die Grünen gehe es jetzt aber zunächst darum, die Ergebnisse der Kreide-Aktion vom Schulstart auszuwerten und in Vorschläge für die parlamentarische Diskussion umzumünzen. Die Einbahnstraßen-Lösung sei dann der nächste oder übernächste Schritt.

Genau dafür hatte sich vor gut zwei Jahrzehnten die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) vehement eingesetzt und sogar ein Bürgerbegehren in Gang gesetzt. Um allerdings die damalige Ratsmehrheit zum Umdenken zu bewegen, fehlte die notwendige Anzahl an Befürwortern. Auch die Idee, die Einbahnstraßen-Variante auf Probe und zeitlich befristet in Bad Berleburg auf den Weg zu bringen, hatte keinen Erfolg. Es bleibt abzuwarten, was die Grünen jetzt mit ihrem Vorstoß erreichen können.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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