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Windkraft auf dem "Prenzenberger Kopf"
Eine Klage, zwei Widersprüche

Auf dem „Prenzenberger Kopf“ bei Arfeld sind die Vorarbeiten für den Bau von Windkraftanlagen bereits über die Bühne gegangen. Nun muss sich der Kreis Siegen-Wittgenstein neben einer Klage der Stadt noch mit zwei Widersprüchen befassen.
  • Auf dem „Prenzenberger Kopf“ bei Arfeld sind die Vorarbeiten für den Bau von Windkraftanlagen bereits über die Bühne gegangen. Nun muss sich der Kreis Siegen-Wittgenstein neben einer Klage der Stadt noch mit zwei Widersprüchen befassen.
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tika Arfeld. Die Befürchtungen waren durchaus drastisch formuliert. Sollten sie sich bewahrheiten, wären die Auswirkungen für Sonja Kuhn-Weber und Michael Weber tatsächlich fatal. Das Ehepaar aus Arfeld hat einen von insgesamt zwei Widersprüchen beim Kreis Siegen-Wittgenstein gegen die erteilte Baugenehmigung inklusive Sofortvollzug eines Windparks auf dem „Prenzenberger Kopf“ in Arfeld eingereicht.
Ehepaar sieht Trinkwasserversorgung in Gefahr
Denn die Trinkwasserversorgung ihres Hofs mit zahlreichen Tieren im Ohrenbach ist an einen Brunnen gekoppelt – täglich sind rund 500 Liter Wasser notwendig. Durch den Bau eines der Windräder, so die Befürchtung, würde der Brunnen zerstört – und die Trinkwasserversorgung wäre passé.

tika Arfeld. Die Befürchtungen waren durchaus drastisch formuliert. Sollten sie sich bewahrheiten, wären die Auswirkungen für Sonja Kuhn-Weber und Michael Weber tatsächlich fatal. Das Ehepaar aus Arfeld hat einen von insgesamt zwei Widersprüchen beim Kreis Siegen-Wittgenstein gegen die erteilte Baugenehmigung inklusive Sofortvollzug eines Windparks auf dem „Prenzenberger Kopf“ in Arfeld eingereicht.

Ehepaar sieht Trinkwasserversorgung in Gefahr

Denn die Trinkwasserversorgung ihres Hofs mit zahlreichen Tieren im Ohrenbach ist an einen Brunnen gekoppelt – täglich sind rund 500 Liter Wasser notwendig. Durch den Bau eines der Windräder, so die Befürchtung, würde der Brunnen zerstört – und die Trinkwasserversorgung wäre passé. Der Kreis Siegen-Wittgenstein bestätigte auf Anfrage der Siegener Zeitung, dass der Verwaltung insgesamt zwei Widersprüche von Dritten gegen den Bau vorliegen. „Wir können nicht absehen, wie sich die Widersprüche auf das Hauptverfahren auswirken“, erklärte Manuel Freudenstein. Der Kreis-Pressesprecher hob zugleich hervor, dass die Widersprüche beispielsweise die Klage der Stadt Bad Berleburg gegen die Genehmigung nicht tangieren.

Kreis liegen keine Informationen vor

Im Fall der Wasserversorgung liegen der Kreisverwaltung indes noch keine konkreten Informationen vor. „Im Extremfall gehe ich nicht davon aus, dass der Hof ohne Wasser da stehen würde“, erklärte Manuel Freudenstein, der aber betonte, dass der Verwaltung derzeit noch keine Informationen über eine solche Gefahr vorliegen würden. Entsprechende Maßnahmen müssten aber – falls notwendig – getroffen werden. Wie diese letztlich aussehen würden, das sei derzeit spekulativ. „Darüber, dass durch den Bau die Wasserversorgung abgeschnitten werden könnte, haben wir bislang noch keine Kenntnis. Im Genehmigungsverfahren haben wir keine negativen Aspekte in Bezug auf die Wasserversorgung erkannt oder sonstige Dinge entdeckt, die einer Genehmigung entgegen gestanden hätten“, berichtete Manuel Freudenstein.

Jeder Widerspruch wird geprüft

Der Widerspruch selbst, den Sonja Kuhn-Weber und Michael Weber durch ihren Anwalt Patrick Habor aus Göttingen eingereicht hatten, liege vor. „Allerdings gibt es noch keine konkrete Begründung für den Widerspruch. Diese wird vermutlich dann wohl noch folgen“, erklärte der Pressesprecher. Spätestens wenn diese Begründung vorliege, trete der Kreis Siegen-Wittgenstein aktiv auf den Plan: „Jeder Widerspruch wird geprüft und dann wird eine Entscheidung getroffen.“
Wie diese Entscheidung ausfällt und ob sie letztlich Einfluss auf die grundsätzliche Genehmigung zum Bau der Windräder hat, bleibt allerdings abzuwarten – grundsätzlich besteht aber noch genügend Zeit zur Begründung, längst ist die Frist für das Einreichen von Widersprüchen beim Kreis Siegen-Wittgenstein in dieser Sache nicht abgelaufen.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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