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Im Doppel geht vieles einfacher
Eine starke Stimme für Wingeshausen

Aue-Wingeshausen gehört touristisch zu den Aushängeschildern Wittgensteins. Zu den Attraktionen vor Ort gehört auch der Kletterfelsen Kapplerstein.
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  • Aue-Wingeshausen gehört touristisch zu den Aushängeschildern Wittgensteins. Zu den Attraktionen vor Ort gehört auch der Kletterfelsen Kapplerstein.
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schn Wingeshausen. Birgitta Dreier gehört zu den „jungen“ Ortsvorstehern in der Region, ihr Amt hat sie erst nach der letzten Kommunalwahl übernommen. Sie habe doch sehr gestutzt, als die Anfrage aus der Politik gekommen sei, für den Stadtrat und das Amt der Ortsvorsteherin zu kandidieren. „Aber es war der richtige Weg, in den Stadtrat zu gehen und ein Sprachrohr für die Bürger zu sein“, sagt Birgitta Dreier. Sie gibt zu, in ihr Amt habe sie sich bisher noch nicht zu 100 Prozent hineingefunden, aber das sei wohl auch normal.
Ein Dorf mit guter Infrastruktur
Sie will für das Dorf eine starke Stimme sein. Im Jahr 1994 ist Birgitta Dreier mit ihrem Mann nach Wingeshausen gezogen. Die Entscheidung traf das Ehepaar ganz bewusst – die Infrastruktur im Ort war gut ausgebaut.

schn Wingeshausen. Birgitta Dreier gehört zu den „jungen“ Ortsvorstehern in der Region, ihr Amt hat sie erst nach der letzten Kommunalwahl übernommen. Sie habe doch sehr gestutzt, als die Anfrage aus der Politik gekommen sei, für den Stadtrat und das Amt der Ortsvorsteherin zu kandidieren. „Aber es war der richtige Weg, in den Stadtrat zu gehen und ein Sprachrohr für die Bürger zu sein“, sagt Birgitta Dreier. Sie gibt zu, in ihr Amt habe sie sich bisher noch nicht zu 100 Prozent hineingefunden, aber das sei wohl auch normal.

Ein Dorf mit guter Infrastruktur

Sie will für das Dorf eine starke Stimme sein. Im Jahr 1994 ist Birgitta Dreier mit ihrem Mann nach Wingeshausen gezogen. Die Entscheidung traf das Ehepaar ganz bewusst – die Infrastruktur im Ort war gut ausgebaut. Es gab genug Läden für den täglichen Bedarf, einen Kindergarten und eine Schule. Bis heute hat sich diese Ausstattung erhalten, was das Dorf nach wie vor für Familien attraktiv macht. Birgitta Dreier selbst ist in Paderborn geboren, ist also kein Dorfkind. An das Leben im Dorf habe sie sich erst gewöhnen müssen. Dabei habe ihr geholfen, dass sie sich direkt in die Dorfgemeinschaft eingebracht habe. „Das Dorf wächst mit den Menschen“, sagt die Ortsvorsteherin. Deshalb hofft sie darauf, dass die Dorfgemeinschaft weiterhin lebendig bleibt.

Wingeshausen verfügt über eine gute Infrastruktur, hat noch Geschäfte, eine Arztpraxis und die Grundschule (im Bild). Viel Leben im Dorf – das will Birgitta Dreier erhalten.
  • Wingeshausen verfügt über eine gute Infrastruktur, hat noch Geschäfte, eine Arztpraxis und die Grundschule (im Bild). Viel Leben im Dorf – das will Birgitta Dreier erhalten.
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Enge Zusammenarbeit mit den Vereinen

Aktuell sieht Birgitta Dreier einen Mangel an Menschen im Alter zwischen 30 und 40, die Wingeshausen auf die Zukunft vorbereiten. Dabei läuft es derzeit eigentlich ganz gut, die Vereine sind stabil unterwegs und der Dorfverein ist die zentrale Schaltstelle. Dennoch möchte sich Birgitta Dreier nicht auf den bisher erreichten Lorbeeren ausruhen. Wenn die Corona-Zeit vorbei ist, möchte sie gerne das Dorfleben wieder in Schwung bringen. Als Ortsvorsteherin will sie eng mit den Vereinen zusammenarbeiten.

Wingeshausen steht nicht nur bei der Infrastruktur gut da, sondern hat durch die Wisent-Wildnis und die Nähe zum Rothaarsteig auch ein attraktives Freizeitangebot sowie eine aufstrebende gastronomische Vielfalt. Wenn Birgitta Dreier über die Aktionen im Dorf und die Erfolge des Dorfvereins berichtet, dann spricht sie oft von „Wir“. Wahlweise meint sie damit die Menschen in Aue und Wingeshausen oder aber ihre Kollegin Katja Schmidt und sich selbst. „Die Dörfer gehören doch irgendwie zusammen“, berichtet Birgitta Dreier.

Ortsvorsteherin Birgitta Dreier zog 1994 mit ihrem Mann nach Wingeshausen.
  • Ortsvorsteherin Birgitta Dreier zog 1994 mit ihrem Mann nach Wingeshausen.
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Enge Zusammenarbeit zwischen Aue und Wingeshausen

Der Dorfverein heißt nicht ohne Grund Dorfverein Aue-Wingeshausen. Ganz selbstverständlich sprechen sich die Vereine und die Ortsvorsteherinnen ab. So war es für Birgitta Dreier auch gar keine Frage, dass das Corona-Testzentrum im Auer Bürgerhaus eingerichtet wird. Das DRK stellt das Personal, Terminbuchung und Abrechnung erfolgen über Dreiers Arbeitgeber, die Kur-Apotheke. „Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, die Infrastruktur in Aue ist einfach besser“, erinnert sich die Ortsvorsteherin. Da man sich so viel Infrastruktur teile, mache das keinen Unterschied.

Spielplatz wird zum Grillplatz

Und erst als Ortsvorsteherin sei ihr bewusst geworden, dass die Grenze zwischen den beiden Orten mitten durch den Ortsteil Müsse verläuft. „Eigentlich ist das verrückt, die eine Straßenseite gehört noch zu Wingeshausen, die andere zu Aue“, sagt sie. Aufgefallen sei ihr das bei der Weihnachtsgeschenkeaktion für Senioren. Aus ihrer Sicht werden die beiden Dörfer in den kommenden Jahren weiter zusammenwachsen, da sich die enge Zusammenarbeit inzwischen über Jahrzehnte bewährt habe.

Regionalplan hat großes Konfliktpotenzial

Ihre Rolle als Ortsvorsteherin will Birgitta Dreier modern interpretieren. Dazu gehört es auch, bei Problemen als Schlichter aufzutreten. „Manchmal muss man die Menschen auf den Boden holen, dann läuft vieles besser“, ist sich die Ortsvorsteherin sicher. Schlichten liege ihr und auch, unbequeme Dinge anzusprechen. Dafür sei sie gewählt worden und mit ihrer Meinung will sie auch nicht hinter dem Berg halten. Das gilt etwa für den Regionalplan, der für sie, wie für alle ihre Kollegen, ein ganz heißes Eisen mit großem Konfliktpotenzial ist: „Da müssen wir kreativ mitgestalten.“

Auch im Ort gibt es nicht nur Sonnenschein. Birgitta Dreier will ein Leerstandskataster erstellen, um die Immobilien und Ladenlokale besser an neue Nutzer bringen zu können. Das sei noch so ein Thema für die nächsten Jahre. Aktuell sieht sie sich aber noch in der Lernphase. Das Amt sei schon umfangreicher, als sie vorher gedacht habe – und sie entdecke immer wieder ganz neue Facetten.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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