Dorfgemeinschaftshaus in Hemschlar
Eine verrückte Idee in die Realität umgesetzt

Ein Konzert der Alphornbläser Wittgenstein – sowie anschließend der Jagdhornbläser – sorgte für den feierlichen Rahmen bei der offiziellen Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses in Hemschlar. Foto: lh
  • Ein Konzert der Alphornbläser Wittgenstein – sowie anschließend der Jagdhornbläser – sorgte für den feierlichen Rahmen bei der offiziellen Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses in Hemschlar. Foto: lh
  • hochgeladen von Redaktion Wittgenstein

lh Hemschlar. Glücklich und mehr als zufrieden standen die Hemschlarer am Freitagabend vor ihrem gemeinsamen Projekt, an dem sie seit Anfang 2018 Hand in Hand gearbeitet haben. Die alte Schule, die schon viele Jahre die Ortsmitte in Hemschlar bildete, wurde in einem Rundumschlag renoviert und zu einem gemütlichen, praktischen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Vereine und Gruppen finden dort ab sofort eine komfortable Heimat, Raum für Veranstaltungen ist in Zukunft genügend gegeben – in ansprechender Atmosphäre. Das aufwendig neugestaltete Dorfgemeinschaftshaus in Hemschlar ist nun ein echtes Schmuckkästchen für das Dorf.

Nach über einem Jahr Bauzeit eröffnete die Dorfgemeinschaft nun endlich ihren neuen Treffpunkt feierlich. Zur Begrüßung spielten die Alphornfreunde Wittgenstein und anschließend die Jagdhorngruppe des Hegerings Bad Berleburg auf dem Vorhof der alten Schule. Besonders herzlich wurden an diesem Tag die zahlreichen fleißigen Helfer begrüßt, die seit der Idee des Umbaus dabei waren und mitgewirkt haben. Die ersten Gespräche zum geplanten Umbau fanden bereits in 2017 statt. Ihren Ursprung hatte die anfangs scheinbar kaum zu bewältigende Idee in einem Preisausschreiben eines Discounters, bei dem die Hemschlarer den Bau eines Grillplatzes gewannen.

Nach dem Grillplatz ließ der Vorschlag der Sanierung der alten Schule zu einem neuen Dorfgemeinschaftshaus nicht lange auf sich warten: „Was aus einer verrückten Idee alles werden kann, hat Hemschlar bewiesen“, betonte der Bad Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Nachdem der Entschluss feststand, „wollte man es nicht mehr auf die lange Bank schieben“, erklärte Helmut Janner, Vorsitzender des Dorfvereins Hemschlar und Ortsvorsteher in Personalunion. Im Januar 2018 nahm das Dorf den Förderbescheid für den Umbau der alten Schule von der Bezirksregierung Arnsberg entgegen. Acht Wochen später machten sich die ersten Helfer an die Arbeit: Sie entfernten Tapeten aus der ehemaligen Wohnung und bereiteten Wände, Böden und Decken auf ihren „neuen Anstrich“ vor.

Im Juni erreichte das Projekt die intensive Phase: An erster Stelle stand die Fertigstellung der Räume für den Hegering, danach machten sich die Bewohner daran, Wände auf dem Dachboden zu entfernen und Dachflächenfenster zu montieren. Für die Energieeffizienz des Gebäudes durfte eine moderne Dämmung in den Wänden nicht fehlen.

Nachdem die gröbsten Renovierungen vollbracht waren, stand die Erneuerung der Küche als nächstes großes Ziel an, die bereits im Dezember mit einer Küchenparty eingeweiht wurde. Auch die neue Ausstattung der Räume lässt in Zukunft keine Wünsche mehr offen: eine Leinwand, ein Beamer sowie eine Dolby-Surroundanlage sind nur einige Beispiele der Neuanschaffungen. Helmut Janner war sich nach einigen Zweifeln vor und während der aufwändigen Umbauarbeiten nun sicher: „Jetzt, wo das Ergebnis zu sehen ist, kann ich nur sagen: Es hat sich gelohnt!“ Rund 5000 Arbeitsstunden haben die Bewohner in Eigenleistung in das Gebäude investiert und Zeit, Geld und Einrichtungsideen kreativ umgesetzt.

Auch Bernd Fuhrmann lobte den Einsatz und betonte, dass solche Projekte gerade in den kleinen Dörfern nur gemeinsam gestemmt werden könnten. Viele Hemschlarer hätten für die Renovierung den Weg aus dem „Unruhestand“ wieder in die Arbeitskleidung gefunden und ihre Hilfe als eine Selbstverständlichkeit angesehen, lobte Helmut Janner das Engagement, das letztlich auch für die jüngste Generation wichtig und notwendig ist – schon bald wird nämlich auch die Krabbelgruppe ins Dorfgemeinschaftshaus einziehen.

Als kleinen Abschluss der Eröffnung inszenierte die Bad Berleburger Laienspielgruppe einen Sketch über den Unterschied zwischen Jung und Alt, indem sie auf humorvolle, charmante Art und Weise die Reparaturversuche einer Schreibmaschine durch eine 25-jährige Elektrofachverkäuferin aufführten. Im Anschluss folgte ein gemütlicher Abend bei Getränken und Häppchen im neuen Gemeinschaftshaus.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.