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Klettergebiet bietet 37 Routen und acht Schwierigkeitsstufen
Einzigartiger Kapplerstein

Nach den eisigen Wochen freuten sich die Bergsportler – hier ein Kletterer auf dem Weg nach unten – sehr auf die Sonne im Fels des Kapplersteins. Das Klettergebiet dürfte auch in den nächsten Wochen ein beliebter Anlaufpunkt sein.
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  • Nach den eisigen Wochen freuten sich die Bergsportler – hier ein Kletterer auf dem Weg nach unten – sehr auf die Sonne im Fels des Kapplersteins. Das Klettergebiet dürfte auch in den nächsten Wochen ein beliebter Anlaufpunkt sein.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

vc  Aue. 14 Grad, Sonne und reichlich Platz. Vor allem der Abstand von Mensch zu Mensch ist für Sportler heutzutage wichtig. Auch am Kapplerstein in Aue wahrt man den Abstand. Seit dieser Woche kann dort endlich wieder im Sonnenschein geklettert werden.
„Wir sind begeistert.“ Das sagten zwei Kletterer aus dem Rheinland, die ihren Weg nach Aue an den „Kappeler Stein“ gefunden hatten. „Anderthalb Stunden fahren und dann so ein Fels. Das passt“, freute sich David Anklamm aus Düsseldorf. Er und der Kölner Phillip Lübbers sind dem Rat des „Kletterführers für das Sauerland“ gefolgt. Hier wird der Kapplerstein für alle Bergsportbegeisterten aufgeführt – inklusive seiner Routen und deren möglichen Varianten. „Wir sind das erste Mal an diesem Fels.

vc  Aue. 14 Grad, Sonne und reichlich Platz. Vor allem der Abstand von Mensch zu Mensch ist für Sportler heutzutage wichtig. Auch am Kapplerstein in Aue wahrt man den Abstand. Seit dieser Woche kann dort endlich wieder im Sonnenschein geklettert werden.
„Wir sind begeistert.“ Das sagten zwei Kletterer aus dem Rheinland, die ihren Weg nach Aue an den „Kappeler Stein“ gefunden hatten. „Anderthalb Stunden fahren und dann so ein Fels. Das passt“, freute sich David Anklamm aus Düsseldorf. Er und der Kölner Phillip Lübbers sind dem Rat des „Kletterführers für das Sauerland“ gefolgt. Hier wird der Kapplerstein für alle Bergsportbegeisterten aufgeführt – inklusive seiner Routen und deren möglichen Varianten. „Wir sind das erste Mal an diesem Fels. Im Rheinland und im Ruhrgebiet gibt es ja aktuell nicht viele Möglichkeiten“, berichtet Phillip Lübbers.
Vor diesem Hintergrund gingen die beiden Rheinländer an die Wand, einer sicherte, der andere stieg langsam eine der 37 Routen hoch, die unter www.kletterarena.info aufgezählt sind.

„Saubäre“ und „Bälammkante“

„Saubäre“, „Bälammkante“ oder „Weg der Harmonie“ sind einige der Namen der Routen, die durch den Wittgensteiner Fels nach oben führen. Schwierigkeitsgrade zwischen 3+ bis 8 verzeichnen die Kletterführer für den Kapplerstein. Noch am Montag hatten die Kletterer in schattigen Bereichen des Felsens mit Eis und Wasser in der Wand zu kämpfen. Doch die Routen waren gut gesichert und am anderen Ende des Seils hatten die Kletterfreunde an der Wandbasis ihre Kletterpartner stets im Blick. Kurze Anweisungen und Stichworte hallten in der Wand. Die Kletterer waren gut aufeinander eingespielt. Wurde eine Route bewältigt, ließen sich die Bergsportler die Felswand herab. Nach einer kurzen Pause waren sie es, die ihrerseits die Kletterpartner sicherten. Abstand gab es in der Wand automatisch – und auch am Felsgrund achtete man darauf. Der Kapplerstein hatte genügend Grundfläche, um sich auszuweichen. Auch die Routenvielfalt trug dazu bei.

Naturverträglichkeit ein wichtiger Aspekt

Gedanken an Mindestabstand und Sportstätten-Verordnungen hatten Diejenigen sicherlich nicht im Hinterkopf, die den Kapplerstein zum Kletterfelsen machten. Marc Sonneborn ist durch und durch begeistert vom Bergsport. „Ich bin lange Zeit nach Winterberg zum Meisterstein gefahren. Nach einem Windbruch am Kapplerstein sah ich dort die Felswand herausschauen“, berichtete Marc Sonneborn, auf dessen Initiative die Kletterwand mit entstand. Am Anfang stand, wie bei jedem Kletterfelsen in Nordrhein-Westfalen, die Genehmigung. In Nordrhein-Westfalen muss jedes Klettergebiet genehmigt werden. „Hier half uns Paul Steinacker vom Deutschen Alpenverein aus der Sektion Hochsauerland bei den Gesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Stadt und dem Kreis.“ Viele der Routen wurden von Markus Schneider, Henk Vink, Karsten Althaus und Mark Treude eingerichtet.
Dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Helfer präsentiere sich der Kapplerstein nun in diesem Zustand, betonte Marc Sonnenborn im Gespräch mit der SZ. Bei der Gestaltung sei die Naturverträglichkeit ein wichtiger Aspekt gewesen. Die meisten Routen wurden von Markus Schneider, Henk Vink, Karsten Althaus und Mark Treude eingerichtet. Und die Natur, das unterstreicht auch Marc Sonneborn, sei aktuell der Raum, wo man „Sport treiben kann, ohne jemandem zu begegnen.“ In dieser schwierigen Zeit lebe man in Wittgenstein wie im Paradies.

Nach den eisigen Wochen freuten sich die Bergsportler – hier ein Kletterer auf dem Weg nach unten – sehr auf die Sonne im Fels des Kapplersteins. Das Klettergebiet dürfte auch in den nächsten Wochen ein beliebter Anlaufpunkt sein.
Im  „Kletterführer  für das Sauerland“  wird auch der Kapplerstein  aufgeführt – inklusive seiner Routen und deren möglichen Varianten.
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SZ Redaktion aus Siegen

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