Sonnenmonat Juni beschert hohe Produktion
Energiegenossenschaft verbucht erneut Rekord

Die Anlage auf dem Städtischen Gymnasium Bad Laasphe hat im Juni fast 15 000 Kilowattstunden erzeugt – rechnerisch der Jahresstrombedarf von einem Dutzend Mitbürgern.
  • Die Anlage auf dem Städtischen Gymnasium Bad Laasphe hat im Juni fast 15 000 Kilowattstunden erzeugt – rechnerisch der Jahresstrombedarf von einem Dutzend Mitbürgern.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

sz Wittgenstein. Eigentlich gibt es für die Energiegenossenschaft Wittgenstein bei diesem heißen Sommerwetter allen Grund zur Freude – aber nur eigentlich: Im Juni wurden neue Rekorde in der Stromerzeugung erzielt. So zehrten die fünf laufenden Anlagen vom sonnenreichsten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Deutschland und stellten jeweils Produktionsrekorde auf. Beispielsweise hat die größte Anlage auf dem Städtischen Gymnasium Bad Laasphe fast 15 000 Kilowattstunden erzeugt – rechnerisch der Jahresstrombedarf von einem Dutzend Mitbürgern. Damit dürfte der Juni der ertragsreichste Monat seit Gründung der Genossenschaft im Jahr 2013 sein. Nach dem ersten Halbjahr deuten die Betriebsergebnisse daher erneut auf eine Steigerung der Erträge hin, nachdem bereits 2018 wetterbedingt deutlich gestiegene Erträge zu verzeichnen waren.
Im vergangenen Jahr wurden 189 000 Kilowattstunden durch sauberen Sonnenstrom erzeugt. Dieses Jahr dürften mindestens 20 Prozent dazukommen. Dies liegt – neben dem sonnigen Wetter – an den neugebauten Anlagen, denn seit Frühjahr 2018 wurden vier Anlagen mit einer 250 000-Euro-Investitionssumme errichtet und teils auch schon in Betrieb genommen. Bei zwei Projekten steht zurzeit noch die Inbetriebnahme durch den Elektriker an, während die anderen beiden Anlagen die Erträge steigen lassen. Alles in allem freut sich das ehrenamtliche Genossenschaftsteam über die erfreuliche Wachstumskurve mit den neuen Projekten, gestiegenen Stromproduktion und rosigen Aussichten.
Bei aller Freude zeigen sich zurzeit aber auch die gravierenden Folgen vom zweiten Hitzesommer in Folge. Mit der derzeitigen Dürreperiode droht nicht nur dem Wittgensteiner Wald ein immenser Schaden. Auch wenn dieser Sommer nicht direkt dem menschengemachten Klimawandel zuzuschreiben ist: Diese Hitzesommer werden in Zukunft ebenso deutlich zunehmen wie Starkregen-Ereignisse und Stürme. Dies ist ein Ausblick, was Wittgenstein Mitte des Jahrhundert in vielen Sommern erwarten kann. Es ist falsch, zu glauben, dass der menschengemachte Klimawandel vor Wittgenstein Haltmachen würde. „Um die Folgen zumindest etwas abzumildern, wird sich das ehrenamtliche Team der Genossenschaft weiter für saubere Stromerzeugung in Wittgenstein einsetzen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Unterdessen gehen die Planungen für weitere neue Anlagen weiter. Auch möchte sich das Genossenschaftsteam vermehrt mit anderen lokalen Mitstreitern in der Thematik Nachhaltigkeit vernetzen, wie etwa mit der Schülerinitiative „WeiterGedacht“ des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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