Engagement von allen: »Es geht um unsere Jugendlichen«

Der Kirchenkreis Wittgenstein braucht Geld und will sparen

JG Bad Berleburg. Nach der Synode des Kirchenkreises Wittgenstein vorgestern (die Siegener Zeitung berichtete), hatten gestern Superintendent Hans-Jürgen Debus und Synodalassessor Stefan Berk noch einmal zum Pressegespräch geladen. Direkt als Erstes lobte Hans-Jürgen Debus ausdrücklich die Atmosphäre der Synode. Stefan Berk pflichtete ihm bei, dass die Jugendarbeit ihren Erfolg wohl auch erzielt habe, wegen ihres sehr besonnenen Auftretens bei der Synode.

Wie groß die Chancen nun für die Jugendarbeit seien, das könne jeder selbst ausrechnen, wenn man wisse, dass ein Jugendreferent 55000 e Jahresbruttolohn koste. Die seien nicht leicht aufzubringen, war sich Stefan Berk sicher. Doch selbst wenn es nicht klappe, könne man den Jugendlichen nun zumindest sagen, dass man es probiert habe. Und ein zweiter Gedanke sei ihm sehr wichtig, so der Erndtebrücker Pfarrer. Wenn es nun darum gehe, das Geld aufzubringen, dann wolle man die Jugendlichen und ihre Hautpamtlichen nicht allein lassen: »Der Kreissynodalvorstand ist dabei mit ihm Boot, genau wie die Kirchengemeinden. Es geht nicht um die Jugendlichen, sondern um unsere Jugendlichen.«

Über neue Wege der Finanzierung wird im Kirchenkreis ohnehin nachgedacht. Die Satzung für eine Stiftung des Wittgensteiner Kirchenkreises wird den Delegierten bei der nächsten Kreissynode vorgelegt. In Sachen »Fund-Raising« – das professionelle Spendensammeln neuer Prägung – werde man sich anschließend Gedanken machen, sowohl Stefan Berk als auch Hans-Jürgen Debus sahen im Fund-Raising auch Gefahren: »Mit wem lege ich mich ins Bett«, müsse die Frage lauten, formulierte Hans-Jürgen Debus.

Geld verdienen ist gut, aber Geld sparen wäre auch kein Fehler. Der große Gebäudebestand ist hier ein möglicher Ansatzpunkt. Anfang des Jahres gehen an die Gemeinden Fragebögen heraus, in denen die Gebäude und ihre Nutzung erfasst werden. Bei ersten Befragungen habe sich herauskristallisiert, dass die Kirche als Gebäude als unaufgebbar gelte, fasste Hans-Jürgen Debus zusammen. Anders sehe das bei fast allen anderen Gebäuden aus. Und deshalb müsse man sich Gedanken über ganz neue Kooperationen machen, forderte Stefan Berk viel mehr Kreativität und Phantasie an dieser Stelle. Im Laufe des nächsten Jahres werde man die Aufstellung abschließen.

Die finanzielle Situation und das nominelle Überbesetzt-Sein des Kirchenkreises in Sachen »Pfarrstellen« sind es auch, die dazu geführt haben, dass frei werdende Stellen in Wittgenstein oder den Hochsauerland-Gemeinden Dorlar, Winterberg und Gleidorf künftig nur noch aus dem heimischen Kirchenkreis besetzt werden können. Nur noch hier tätige Pfarrer oder Pfarrer zur Anstellung können sich bewerben, wenn Stellen frei werden.

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