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Ehemaliger Kommunalpolitiker
Ermittlungen gegen Hans-Ulrich Seibel eingestellt

Plötzlich war der Platz verwaist: In der Stadtverordnetenversammlung von Bad Berleburg fehlte Hans-Ulrich Seibel plötzlich. Später war klar, warum – wegen eines Ermittlungsverfahrens gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung. Archivfoto: Björn Weyand
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tika/vö Bad Berleburg. Es war Hans-Ulrich Seibel ein Anliegen, die Nachricht persönlich kundzutun. „Die Staatsanwaltschaft Siegen hat das Ermittlungsverfahren gegen mich wegen gefährlicher Körperverletzung eingestellt“, teilte das ehemalige Stadtratsmitglied der Partei Die Linke am Montag mit. Der 67-Jährige sah seine Unschuld damit bewiesen. „Ich habe mich immer unschuldig gefühlt, ich fühle mich nach wie vor unschuldig. Ich wurde ungerecht behandelt“, erklärte Hans-Ulrich Seibel im SZ-Gespräch. Oberstaatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss bestätigte am Montag auf Anfrage der Siegener Zeitung, dass das Ermittlungsverfahren tatsächlich eingestellt ist. Grund dafür sei die Tatsache, dass eine Notwehrhandlung nicht sicher auszuschließen sei.

tika/vö Bad Berleburg. Es war Hans-Ulrich Seibel ein Anliegen, die Nachricht persönlich kundzutun. „Die Staatsanwaltschaft Siegen hat das Ermittlungsverfahren gegen mich wegen gefährlicher Körperverletzung eingestellt“, teilte das ehemalige Stadtratsmitglied der Partei Die Linke am Montag mit. Der 67-Jährige sah seine Unschuld damit bewiesen. „Ich habe mich immer unschuldig gefühlt, ich fühle mich nach wie vor unschuldig. Ich wurde ungerecht behandelt“, erklärte Hans-Ulrich Seibel im SZ-Gespräch. Oberstaatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss bestätigte am Montag auf Anfrage der Siegener Zeitung, dass das Ermittlungsverfahren tatsächlich eingestellt ist. Grund dafür sei die Tatsache, dass eine Notwehrhandlung nicht sicher auszuschließen sei.

Vor einigen Monaten hatte er nach rund 15 Jahren in der Stadtverordnetenversammlung von Bad Berleburg – zuerst als Mitglied der UWG sowie nach einem spektakulären Wechsel später für die Partei Die Linke – seine Zelte abgebrochen und war buchstäblich untergetaucht. Die Gründe dafür kamen durch das Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens ans Licht. „Ich bin damals nicht von der Polizei gehört worden, nur die Gegenseite. Ich durfte nichts zu den Vorwürfen sagen. Wäre es zu einer Verhandlung vor Gericht gekommen, wäre das eine große Blamage für Bad Berleburg gewesen“, erklärte Hans-Ulrich Seibel, der sich „maßlos enttäuscht“ ob der Tatsache zeigte, dass er weder seitens Bürgermeister Bernd Fuhrmann, noch Rat und Verwaltung Unterstützung erfahren habe.

Für ihn ist das Kapitel Bad Berleburg nun endgültig erledigt. „Ich kehre nicht mehr nach Bad Berleburg zurück. Ich könnte jetzt in meine Wohnung gehen und meine Möbel holen, aber das will ich nicht. Wenn ich meine Möbel jemals erhalte, dann beauftrage ich ein Unternehmen damit. Aber: Ich wünsche niemandem, dass er so primitiv leben muss wie ich in dieser Zeit des Ermittlungsverfahrens“, erklärte der Mann, der nach eigenen Angaben nun in Osthessen lebt – zwischen Bad Hersfeld und Fulda. „Meine ehemalige Wohnung in Bad Berleburg steht zur Zwangsversteigerung, weil das der einzig gangbare Weg ist“, erklärte er. Seine noch vorhandenen Grundstücke lasse er über einen Makler verkaufen. „Ich habe eine neue Familie und ein neues soziales Umfeld gefunden. Ich fühle mich wohl“, erklärte Hans-Ulrich Seibel, der sich demnach sportlich, kulturell und weiterhin auch politisch engagiert.

Der 67-Jährige erläuterte allerdings, dass er nicht mehr weiter bei Die Linke tätig sei, sondern die Fahnen nun für Bündnis 90/Die Grünen hochhalte – allerdings nicht mehr in einem Ausmaß wie noch für Die Linke in Bad Berleburg. „Ich bin grün gesinnt. Das war das, was ich eigentlich immer wollte.“ Letztlich steht für den einstigen Bad Berleburger Stadtverordneten fest, dass für ihn ein neues Kapitel begonnen hat: „Ich ziehe einen Schlussstrich und fange ein neues Leben in Osthessen an“, konstatierte Hans-Ulrich Seibel.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach SZ-Informationen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in seinem persönlichen Umfeld ermittelt. Während der Sommerpause hatte Hans-Ulrich Seibel dann seinen Verzicht auf das Ratsmandat in Bad Berleburg erklärt und zunächst einzig und allein „familiäre Gründe“ angeführt. Innerhalb seiner Fraktion habe es keine Streitigkeiten gegeben, hatte er seinerzeit gegenüber der Siegener Zeitung erklärt.

Plötzlich war der Platz verwaist: In der Stadtverordnetenversammlung von Bad Berleburg fehlte Hans-Ulrich Seibel plötzlich. Später war klar, warum – wegen eines Ermittlungsverfahrens gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung. Archivfoto: Björn Weyand
Die Ermittlungen gegen Hans-Ulrich Seibel sind eingestellt. Foto: Archiv
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Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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