September-Wetter in Wittgenstein
Erst Spätsommer und zum Ende hin stürmisch

Blick von der Anhöhe zwischen Hemschlar und Rinthe nach Westen: In der ersten Hälfte des Septembers war Regen in Wittgenstein eine Seltenheit. Erst in den letzten Tagen des Monats wurde der Regenbehälter noch ordentlich gefüllt. Foto: Julian Pape
  • Blick von der Anhöhe zwischen Hemschlar und Rinthe nach Westen: In der ersten Hälfte des Septembers war Regen in Wittgenstein eine Seltenheit. Erst in den letzten Tagen des Monats wurde der Regenbehälter noch ordentlich gefüllt. Foto: Julian Pape
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sz Wittgenstein. Der Fall in die beginnende kalte Jahreszeit war in diesem September recht weich. Als Hauptgrund hierfür zeichneten sich drei noch sehr warme und sonnige Wochenenden aus. Nach den ersten Nachtfrösten kurz nach Monatsmitte kamen zum Monatsschluss dann doch noch Regen und Wind dazu und komplettierten einen typischen September. Das ergaben Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Wittgenstein, das unter www.wetter-wittgenstein.de zu finden ist. Mit einer Mitteltemperatur von 11,3 Grad in Erndtebrück, 11,9 Grad in Bad Berleburg und 13,1 Grad in Bad Laasphe schloss der erste Monat des meteorologischen Herbstes mit einer leichten positiven Abweichung von rund 0,5 Grad Celsius zum Durchschnitt des Zeitraumes 1961 bis 1990 ab. Damit war er etwas mehr als 1 Grad kühler als der September 2018 und der relativ kühlste Monat seit Mai.

Nach einem sehr warmen Augustfinale, das am 31. sogar nochmals verbreitet mehr als 30 Grad brachte, zog in der Nacht zum 1. September eine Kaltfront über die Region hinweg und die Temperaturen legten den Rückwärtsgang ein. In der ersten Septemberwoche pendelten sich die Tagestemperaturen meist um oder etwas unter 20 Grad ein. Im gesamten Monat wurde die Marke in Erndtebrück noch sechs Mal, in Bad Berleburg sieben Mal und in Feudingen an acht Tagen überschritten.

Am wärmsten war es verbreitet am 22. September. An diesem Tag wurde auch der Wittgensteiner Spitzenwert von 26,4 Grad Celsius am Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe erreicht. Insgesamt war die Wärme in diesem September recht normal verteilt und bewegte sich im Rahmen der langjährigen Mittelwerte. Typisch für einen September als erster meteorologischer Herbstmonat ist auch ein Vorgeschmack auf winterliche Kälte – freilich nicht in Form von Schnee, wohl aber mittels erster deutlicher Fröste. So zeigte sich vor allem die Phase zwischen dem 18. und 20. September sehr frisch und in den Frühstunden gab es verbreitet Bodenfrost, teils sogar Luftfrost. Am 20. September wurde auch der Wittgensteiner Tiefstwert des Monats gemessen. Hesselbach meldete einen Tiefstwert von -3,4 Grad, in Erndtebrück waren es knapp über dem Erdboden -5 Grad. Hört sich extrem an, ist für unsere Täler aber gar nicht mal so ungewöhnlich. So wurden im vergangenen Jahr zum Septemberende sogar -6 Grad in einer Höhe von zwei Meter gemessen.

Ein großes Thema des vergangenen und auch wieder dieses Sommers ist die Trockenheit gewesen. Auch der September war lange Zeit ein sehr trockener Monat. Bis kurz vor Monatsende zeigte der Messbecher an der neuen Wetterstation in Bad Laasphe gerade einmal acht Liter an. Die letzten fünf Tage des Monats brachten dann aber immerhin noch rund 55 Liter dazu, wieder einmal waren das Lahntal nahe der hessischen Grenze sowie Teile des Elsofftals die niederschlagsärmsten Ecken in der Region Deutlich mehr regnete es rund um Erndtebrück, hier kamen rund 90 Liter pro Quadratmeter zusammen. Auch hier wurde das langjährige Mittel damit aber wieder nicht erreicht.

Bis in die letzte Woche des Monats war der Wind erneut unauffällig unterwegs. Etwa 4 km/h betrug die mittlere Windgeschwindigkeit an den Wetterstationen in Erndtebrück. In der von Tiefdruckgebieten geprägten Finalwoche lebte dann aber auch die Luftbewegung auf und in der Nacht zum 30. September zog ein richtiger Herbststurm über Wittgenstein hinweg. An den Messpunkten erreichten die Böen Spitzenwerte um 60 km/h, regionale Schäden deuten aber darauf hin, dass es örtlich auch noch mehr gewesen ist.

Über die Sonne konnte man über weite Strecken des Monats nicht meckern. Gerade an den Wochenenden zeigte sie sich oftmals für mehr als zehn Stunden. Durch den trüben Monatsabschluss wurde das langjährige Mittel mit etwas 120 bis 130 Stunden aber doch nicht ganz erreicht.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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