Erste Wisente kommen am 3. Februar nach Berleburg

sz Bad Berleburg. Auf diesen Moment haben Naturfreunde in der Region, aber auch darüber hinaus, lange gewartet: Am Mittwoch, 3. Februar, sollen die ersten, für ihre spätere Auswilderung vorgesehenen Wisente in Wittgenstein eintreffen. „Wir rechnen mit einem hohen öffentlichen Interesse an diesem Ereignis. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um hier einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten“, erklärt der Vorsitzende des Trägervereins Wisent-Wildnis-Wittgenstein, Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Der Schirmherr für die Auswilderung der Wisente im Rothaargebirge, Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, hat seine Teilnahme an der Ankunft der Tiere bereits zugesagt.

„Bei allem Verständnis für das enorme öffentliche Interesse, das die Wisente schon heute bei uns in Siegen-Wittgenstein, aber auch bundesweit und teilweise europaweit erzeugen, müssen wir dennoch dafür Sorge tragen, dass die Tiere im Mittelpunkt stehen. Daher kann nicht allen Naturfreunden oder Projektinteressierten ein Zugang zum Eingewöhnungsgehege ermöglicht werden“, betont Landrat Paul Breuer. „Es muss vermieden werden, dass die ersten Wisente schon bei ihrer Ankunft durch die Folgen eines zu großen Menschenauflaufs gestört werden.“

Deshalb ist für den Abend des 3. Februar eine öffentliche „Wisent-Nacht“ im Bürgerhaus Bad Berleburg vorgesehen. Auf dem Programm stehen Informationen rund um die Ankunft der Tiere, Expertengespräche und - zu fortgeschrittener Stunde - eine Wisent-Willkommens-Party. Edgar Reisinger von Taurus Naturentwicklung: „Das Natur- und Artenschutzprojekt wäre ohne die tolle Unterstützung der Menschen in der Region nicht möglich. Auch, wenn nicht jeder die Ankunft der Tiere live miterleben kann, ist und bleibt es ein Projekt, das von den Menschen hier getragen wird.“

Die genaue Anzahl der ersten Tiere steht noch nicht fest, da mehrere Transporte vorgesehen sind. Für einen dauerhaften Erfolg zur Arterhaltung ist es wichtig, dass die Tiere möglichst verschiedene Stammbäume haben. „Daher kommen die Wisente für das Rothaargebirge aus verschiedenen Wildparks und Zuchtstationen. Vor ihrer Auswilderung werden sie zunächst in ein 80 Hektar großes Eingewöhnungsgehege entlassen, damit sie sich an ihr neues Umfeld gewöhnen können. Hierzu wurde in den zurückliegenden Wochen ein entsprechendes Zaunsystem errichtet“, so Johannes Röhl von der Wittgenstein-Berleburg‘schen Rentkammer.

Während dieser Eingewöhnungsphase werden die Tiere von Wissenschaftlern verschiedener Universitäten genau beobachtet, damit sie anschließend wie geplant frei durch die Wittgensteiner Wälder streifen können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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