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Bad Berleburg feiert Zertifizierung
Erster Premium-Wanderort in NRW

Wissen, dass der Weg zum Premium-Wanderort kein leichter ist: Klaus Erber, Bernd Fuhrmann, Rüdiger Grebe, Andreas Bernshausen und Tobi Beitzel (l.).
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  • Wissen, dass der Weg zum Premium-Wanderort kein leichter ist: Klaus Erber, Bernd Fuhrmann, Rüdiger Grebe, Andreas Bernshausen und Tobi Beitzel (l.).
  • Foto: Christian Völkel
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vc Bad Berleburg. Auch wenn die Weisheit, dass der Weg das Ziel ist, oft stimmen mag: Es kann auch sehr schön sein, sein Ziel endlich zu erreichen. Das können wohl die Bad Berleburger in Verwaltung und Tourismus unterschreiben, die endlich die Zertifizierung als Premium-Wanderort feiern können. In der ganzen Bundesrepublik sind die Bad Berleburger damit der dritte jemals so zertifizierte Ort – in Nordrhein-Westfalen sind sie die Ersten.

"Eine Auszeichnung, die herausragend ist"
„Als Rüdiger Grebe erstmals an mich herantrat und etwas von einem Premium-Wanderort erzählte, musste ich den Begriff erst einmal googeln“, erinnert sich Andreas Bernshausen gut gelaunt im Rund des gut besuchten Bad Berleburger Marktplatzes.

vc Bad Berleburg. Auch wenn die Weisheit, dass der Weg das Ziel ist, oft stimmen mag: Es kann auch sehr schön sein, sein Ziel endlich zu erreichen. Das können wohl die Bad Berleburger in Verwaltung und Tourismus unterschreiben, die endlich die Zertifizierung als Premium-Wanderort feiern können. In der ganzen Bundesrepublik sind die Bad Berleburger damit der dritte jemals so zertifizierte Ort – in Nordrhein-Westfalen sind sie die Ersten.

"Eine Auszeichnung, die herausragend ist"

„Als Rüdiger Grebe erstmals an mich herantrat und etwas von einem Premium-Wanderort erzählte, musste ich den Begriff erst einmal googeln“, erinnert sich Andreas Bernshausen gut gelaunt im Rund des gut besuchten Bad Berleburger Marktplatzes. Der Geschäftsführer von BlB-Tourimus stellt sich mit Bürgermeister Bernd Fuhrmann, dem Berleburger Wanderpapst Rüdiger Grebe und Klaus Erber vom deutschen Wanderinstitut den Fragen von Poetry-Slammer Tobias Beitzel. „Es ist eine Auszeichnung, die herausragend ist“, freut sich offen und ehrlich Bernd Fuhrmann, der die immense Bedeutung der Expertise, die von „innen und außen nach vorne getragen wird, damit wir Dinge bewegen können“, untermauert.

Explizit dankt das Stadtoberhaupt Klaus Erber vom zertifizierenden Wanderinstitut und Rüdiger Grebe für den „qualitativen Input“. Dankbar zeigte er sich auch dem Engagement der Touristiker und dem Verständnis der Grundstückseigentümer gegenüber, auf deren Grund und Boden die vier ausschlaggebenden Premium-Wanderwege entstanden sind.

Zweites touristisches Alleinstellungsmerkmal

In Bad Berleburg feiert man nun nicht nur die Zertifikatsverleihung. „Es ist eine Leistung, auf die wir stolz sein können. Es ist aber gleichzeitig auch eine Verpflichtung, auf diesem Weg weiterzugehen und Zukunft weiter zu gestalten“, so der Bürgermeister. Die Auszeichnung als Premium-Wanderort sieht Bernd Fuhrmann neben dem Wisent-Projekt als zweites touristisches Alleinstellungsmerkmal, dass eine enorme Strahlkraft für die Stadt der Dörfer und die ganze Region entfaltet.

Der „Wandertalk“ ist Teil eines umfangreichen Programms, das Bad Berleburg anlässlich der Auszeichnung über fünf Stunden am Sonntag anbietet. Live-Schalten zu Wandergruppen, Videobotschaften von Harald Knoche, dem Geschäftsführer des Rothaarsteigvereins oder von Teja Radenbach von der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule, machen die Vielzahl der Faktoren sichtbar, die stimmen müssen, bevor eine solche Auszeichnung in der Post eines Rathauses liegt. Es zeigt sich die Bedeutung und die Arbeit der Hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer, die das Projekt Premium-Wanderort aus der Taufe gehoben haben.

Waffeln aus dem Schwenkeisen

Wie viel Arbeit hinter der Auszeichnung steckt, verrät auch Klaus Erber im Gespräch mit der SZ: „Was eine Premium-Wanderwege-Region ausmacht, ist die Notwendigkeit, dass sie über das Portfolio einzelner Premium-Wanderwege hinaus eben für Wanderer deutlich mehr anbietet.“ Da stecke Arbeit drin, es sei ein Prozess gewesen, der sich langsam über die Premium-Wanderwege entwickelt habe. Was den Premium-Wanderort letztlich ausmache, sei immer die Einzigartigkeit. „Es reicht nicht, dass ich sage: Zack, hier ist Wald. Das bieten viele Orte“, so Erber. Was wichtig sei, ist die Einmaligkeit im Schiefergebirge, die Lage an der Eder und die kulturhistorischen Aspekte. „Das Erleben der Wanderer geht über das Wandern hinaus. Ich sehe mit großer Freude, dass hier regionale Produkte angeboten werden. Auch das zeichnet eine Region aus“, betont Klaus Erber.

Natürlich lassen sich die Bad Berleburger bei einer Eröffnungsfeier ihre kulinarischen Asse nicht im Ärmel. Waffeln aus dem Schwenkeisen, Currywurst aus Weidenhausen, Spezialitäten heimischer Bäcker oder Brot aus dem Wittgensteiner Backhaus zeigen den Besuchern, dass Wandern letztlich auch richtig gut schmecken kann.

Vier Wanderwege und eine Auszeichnung

Wie die Sache mit den Premium-Wanderwegen in Bad Berleburg ihren Anfang nahm, weiß Rüdiger Grebe. Er hatte Kontakt zu Dr. Rainer Brämer, der maßgeblich an der Erschaffung des Rothaarsteiges mitgewirkt habe, so Grebe, der sich erinnert: „Ich erzählte ihm etwas von neuem Wandern, er erzählte mir auch ständig etwas von neuem Wandern.“ Herausgekommen sei ein lupenreines Schulprojekt. Mit Schülern habe er den Raumländer Schieferpfad entwickelt. „Es war der erste Prädikats-Wanderweg, später hieß das eben Premium-Wanderweg“, so Grebe. Zusammen mit Rainer Brämer habe er die Via Adrina entwickelt und mit Klaus Erber die Via Celtica aus der Taufe gehoben. Der vierte Premium-Wanderweg, der Dotzlarer Weg der Hullerköppe, sei maßgeblich das Werk von Frank Fischer.

Vier Wanderwege und eine Auszeichnung: Bad Berleburg hat ein Ziel erreicht, dass es zu verteidigen gilt. Perfekt ist die touristische Situation in Bad Berleburg noch nicht, was der Wunsch von Andreas Bernshausen zeigt: „Ich wünsche mir mehr Menschen, die im Tourismus aktiv werden.“ Und wenn es nach ihm ginge, käme noch ein Stausee hinzu, den man touristisch nutzen könne.

Autor:

Christian Völkel

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