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Es bleibt dabei: kein Pflegebonus in der Vamed-Klinik

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bad Berleburger Vamed-Klinik gehen in Sachen Pflegebonus leer aus.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bad Berleburger Vamed-Klinik gehen in Sachen Pflegebonus leer aus.
  • Foto: Martin Völkel
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vö Bad Berleburg. Die Enttäuschung in der Belegschaft der Bad Berleburger Vamed-Akut-Klinik ist förmlich greifbar: Enttäuschung darüber, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sachen Pflegebonus leer ausgehen werden. Zur Erinnerung: Der Betriebsrat war mit dem Thema an die Öffentlichkeit gegangen, weil der Bonus eben nicht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Odebornstadt gehen würde.

Hintergrund:

Bad Berleburg. Die Enttäuschung in der Belegschaft der Bad Berleburger Vamed-Akut-Klinik ist förmlich greifbar: Enttäuschung darüber, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sachen Pflegebonus leer ausgehen werden. Zur Erinnerung: Der Betriebsrat war mit dem Thema an die Öffentlichkeit gegangen, weil der Bonus eben nicht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Odebornstadt gehen würde.

Hintergrund: Das Krankenhaus lag unter der von der Bundesregierung geforderten Quote intensivpflichtiger Corona-Patienten. Das ändere indes nichts daran, dass dort zahlreiche Corona-Patienten behandelt wurden, argumentierte die Mitarbeitervertretung. Und: Der Mehraufwand in der täglichen Arbeit führte die Belegschaft an ihre Grenzen – und darüber hinaus. Unterstützung bekam der Betriebsrat von Seiten der Geschäftsführung der Klinik (die Siegener Zeitung berichtete).

Es bleibt dabei: kein Pflegebonus in der Vamed-Klinik

Nun bekommt das Vamed-Team in Bad Berleburg die Nichtberücksichtigung schwarz auf weiß. Die Bad Laaspher Bundestagsabgeordnete Luiza Licina-Bode habe, so der Betriebsrat, den öffentlichen Vorstoß an den Gesundheitsminister weitergeleitet. Der habe in seiner Antwort darauf hingewiesen, dass die Corona-Prämien "für besondere Leistungen während der Pandemie gezahlt werden sollen". Weiter führe er aus, dass die Regelung der Annahme zugrunde liege, dass besondere Leistungen in den Krankenhäusern erbracht worden seien, die eben diese Mindestanforderungen erfüllten. Der Betriebsrat bezieht deutlich Position: "Wir werden diese Argumentation natürlich auch an unsere Mitarbeitenden weitergeben. Erläutern können und wollen wir dies aber nicht. Denn das würde bedeuten: Wir müssen unseren Kolleginnen und Kollegen sagen, dass sie in den letzten zwei Jahren angeblich nichts Besonderes geleistet haben." Und weiter: "Es ist für uns unglaublich ärgerlich, dass in der Darstellung in der Öffentlichkeit nur von der Zahlung des Pflegebonus die Rede ist, nicht aber von den einschränkenden Kriterien und der indirekten Herabwürdigung der Arbeit derer, die die Kriterien eben nicht erfüllen", heißt es in dem von den beiden Vorsitzenden Ute Sucherlan und Rüdiger Wied unterzeichneten Schreiben. Dies wiege umso schwerer, wenn man genauer forsche, wer alles eine Corona-Prämie erhalten oder sich genehmigt habe.

Kein Pflegebonus in der Vamed-Klinik: Angriff auf  CDU-Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach und Thorsten Fischer

Der Betriebsrat werde sich beraten, wie mit dem Thema weiter umzugehen sei – auch in Abstimmung mit der Gewerkschaft Verdi. In ihrer Stellungnahme gehen die Mitarbeiter-Vertreter mit zwei heimischen Politikern hart ins Gericht: mit der CDU-Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Thorsten Fischer, dem Vorsitzenden des Ortsverbandes Wittgenstein der Partei Die Linke. "Besonders schade finden wir das Schweigen von Anke Fuchs-Dreisbach. Sie ist nicht nur als unsere Landtagsabgeordnete eine Einheimische, kennt also die Verhältnisse hier. Sie ist zudem Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales und im Parlamentarischen Begleitgremium Covid-19-Pandemie." Thorsten Fischer habe zwar in der Presse Stellung bezogen, allerdings keinen Kontakt zum Betriebsrat aufgenommen: "Unserer Meinung nach sind seine Äußerungen stark ideologisch geprägt."

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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