Projektgruppe Friedensdenkmal
Facetten von Krieg und Frieden „spiegeln“

Die Stadt Bad Berleburg möchte das „Kriegerdenkmal“ am Goetheplatz in Zukunft zu einem Friedensdenkmal weiterentwickeln und hat dafür eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen.
  • Die Stadt Bad Berleburg möchte das „Kriegerdenkmal“ am Goetheplatz in Zukunft zu einem Friedensdenkmal weiterentwickeln und hat dafür eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen.
  • Foto: Alexander Kollek
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ako Bad Berleburg. Die Neugestaltung des Goetheplatzes in der Bad Berleburger Oberstadt hat in der jüngsten Vergangenheit eine öffentliche Diskussion hervorgerufen. Mit der Fertigstellung des Geländes, das sich direkt unterhalb des Schlosses befindet, ist auch das historische Denkmal an seinen ursprünglichen Platz zurückgekehrt. Das kontrovers diskutierte „Kriegerdenkmal“ soll künftig zu einem „Friedensdenkmal“ weiterentwickelt werden (die SZ berichtete). Wie die Stadt vergangene Woche im Ausschuss für Soziales, Bildung, Sport und Kultur bekanntgab, ist deshalb eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen worden.

Neue Projektgruppe wurde gebildet

„Als Ergänzung zur Arbeitsgruppe Goetheplatz ist eine Projektgruppe für das Friedensdenkmal gebildet worden, die am 6. Mai erstmalig tagte. Zwischen den Gruppen findet ein regelmäßiger Austausch statt“, so die Stadtverwaltung.

Denkmal bleibt originalgetreu erhalten

Das historische Denkmal am Gotheplatz soll laut Denkmalbehörde im Bestand erhalten bleiben. Die Kirchengemeinde, auf deren Grundstück das historische Denkmal steht, „wünscht“ eine wahrnehmbare Veränderung, um sich vom politischen Statement des ursprünglichen Denkmals zu distanzieren. Daher soll das Denkmal zu einem Friedensdenkmal weiterentwickelt werden: „Dies wäre mit gestalteten Glastafeln möglich, die bereits beim Betreten des Goetheplatzes sichtbar machen, dass hier eine neue Perspektive auf die Thematik umgesetzt wurde, jedoch das ursprüngliche Denkmal sichtbar erhalten“, heißt es in einem Bericht der Verwaltung, der den Mitgliedern des Ausschusses vorliegt.

Möglichkeit zur Reflektion von Vergangenheit und Zukunft

Die Projektgruppe Friedensdenkmal hat für die Verwirklichung dieser Idee bereits ein konkretes Konzept erarbeitet: So könne das Projekt gemeinsam zwischen der Stadt und den Young Ambassadors des Kirchenkreises Wittgenstein entwickelt werden. Die Jugendlichen sollen dabei Interviews mit verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen zum Thema Krieg und Frieden durchführen.

„So kann ein Querschnitt durch die Bevölkerung vom hochbetagten Berleburger bis zum jugendlichen Geflüchteten entstehen, der die verschiedenen Facetten von Krieg und Frieden spiegelt. Zitate aus diesen Interviews werden anonymisiert und geben dem Betrachter des weiterentwickelten Friedensdenkmals die Möglichkeit, über Vergangenheit und Zukunft zu reflektieren“, heißt es weiter.

Daniel Seyfried, Leitender Jugendreferent des Kompetenzzentrums für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sowie Ansprechpartner für die Young Ambassadors beim Kirchenkreis Wittgenstein, habe bereits das Interesse und die Bereitschaft der Jugendlichen signalisiert, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Entstehungsgeschichte in Glas gemeiselt

Das Konzept der Projektgruppe Friedensdenkmal sieht vor, eine Glasplatte vor der zentralen Säule des historischen Denkmals und vier Glasplatten auf der Rückseite – je zwei auf die Seiten verteilt –, die 70 Zentimeter über den Rand der steinernen Sitzfläche hinausragen, zu installieren. Bei Bedarf könne auch noch eine Glastafel auf der Rückseite der Säule angebracht werden. Laut Stadtverwaltung soll auf einer Tafel die Entstehungsgeschichte des Denkmals und seine Weiterentwicklung dokumentiert werden, auf den anderen Glasplatten die Ergebnisse der Interviews der Young Ambassadors.

„Eine Anfrage bei einem Glasbauunternehmen läuft, um eine Kosten- und Gestaltungseinschätzung zu erhalten“, so die Stadtverwaltung. Die Konzeptidee der Projektgruppe Friedensdenkmal wurde den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Goetheplatz bereits am 17. Juni vorgestellt – „und von den Teilnehmern befürwortet“.

Autor:

Alexander Kollek

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