Fälle in Wittgenstein aufgeklärt
Falscher Polizeibeamter sitzt jetzt in Haft

Zumindest zwei Wittgensteiner sind auf falsche Polizisten hereingefallen. Die Kreispolizeibehörde weist noch einmal darauf hin, dass ein „richtiger“ Beamter Bürger niemals nach ihrem Vermögen oder ihren Wertgegenständen fragen würde.
  • Zumindest zwei Wittgensteiner sind auf falsche Polizisten hereingefallen. Die Kreispolizeibehörde weist noch einmal darauf hin, dass ein „richtiger“ Beamter Bürger niemals nach ihrem Vermögen oder ihren Wertgegenständen fragen würde.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz/vö Bad Berleburg. Es ist eine Betrugsmasche, die – neben dem nicht enden wollenden Enkeltrick – leider immer wieder erfolgreich ist. Betrüger geben sich als Polizeibeamte aus, schaffen eine Vertrauensbasis zu ihren Opfern und erbeuten dadurch häufig hohe Summen Bargeld, Wertgegenstände oder EC-Karten. Häufig im Visier der Gauner: Menschen aus der älteren Generation.
Ermittlern des Kriminalkommissariats Bad Berleburg ist in Zusammenarbeit mit anderen Behörden nun ein Ermittlungserfolg gelungen, der aufhorchen lässt. Und in Zeiten, in denen Enkeltrick-Betrüger unerkannt entkommen können, ist dies eine durchaus positive Meldung. Es geht dabei laut Pressemitteilung um zwei Fälle mit hohen Schadenssummen, die sich im vergangenen Jahr im Raum Wittgenstein abgespielt haben, wie Niklas Zankowski, Sprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, auf SZ-Anfrage bestätigte: „Es geht hier wirklich um eine große Hausnummer.“ Nähere Angaben könne er im laufenden Verfahren indes nicht machen, dafür sei es noch zu früh. Fest stehe, dass mehrere Staatsanwaltschaften in die Ermittlungsarbeit einbezogen sind.

Männer haben wohl bundesweit agiert

Durch die intensiven landes- und bundesweiten Ermittlungen konnten viele Puzzleteile gefunden und zugeordnet werden, teilen die Ermittler weiter mit. Dies führte dazu, dass zwei Tatverdächtige ausgemacht werden konnten. Beide Verfahren laufen aktuell noch, da die Männer bundesweit agiert haben sollen. Einer der mutmaßlichen Täter sitzt in Untersuchungshaft. Dies bestätigte auch Marie-Theres Fahlbusch, Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Duisburg: „Hiesiges Verfahren richtet sich gegen den Beschuldigten, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Ich bitte um Verständnis, dass wir derzeit im Hinblick auf das laufende Ermittlungsverfahren keine weiteren Auskünfte geben können.“ Möglicherweise könne man aber in einigen Wochen mehr ins Detail gehen.

Polizei leistet Prävention

In diesem Zusammenhang betont die Polizei Siegen-Wittgenstein nochmals: Niemand von der Polizei oder ähnlichen Behörden wird Bürger anrufen und nach ihrem Vermögen, Wertgegenständen oder ähnlichem befragen. Dennoch der Appell: „Sollten Sie jedoch auf Betrüger hereingefallen sein, informieren Sie unverzüglich die richtige Polizei. Jeder Tag, der vergeht, lässt die Wahrscheinlichkeit sinken, dass die Tat noch aufgeklärt werden kann.“
Zudem steht das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz jederzeit persönlich zur Verfügung und beantwortet alle Fragen rund um die Betrugsmaschen. Näheres hierzu finden Interessierte auf der Internetseite der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein unter www.siegen-wittgenstein.polizei.nrw/artikel/betrug-durch-telefonanruf.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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