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Weihnachtsbaum in Girkhausen geschmückt
Familie Spies sorgt für Glanz in der gotischen Kirche

Mechthild Spies, Georg-Adolf Spies und Klaus Saßmannshausen (v. l.) schauen nach Weihnachtsbaum und der Krippe von Wilfried Bodenmüller (†).
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  • Mechthild Spies, Georg-Adolf Spies und Klaus Saßmannshausen (v. l.) schauen nach Weihnachtsbaum und der Krippe von Wilfried Bodenmüller (†).
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Michael Sauer

vc Girkhausen. Vorsichtig dreht Georg-Adolf Spies die Schmuckkugel in seinen Händen. Das Exemplar ist über 70 Jahre alt. Die zerbrechlichen Kugeln leuchten Silber und Rot an der imposanten Tanne, die bis in den Januar hinein in der Girkhäuser Kirche stehen wird. Davor steht eine Krippe mit handgeschnitzten Figuren. Hier ist es auch Mechthild Spies, die die Krippe ins rechte Licht setzt.

Das Ehepaar Spies sorgt routiniert dafür, dass in der altehrwürdigen Kirche die Weihnachtsstimmung allein durch die Dekoration aufkommen könnte. Natürlich feiere die Kirchengemeinde auch Heiligabend einen Gottesdienst, unterstreicht Kirchmeister Klaus Saßmannshausen beim Gang um die Kirche. „Der Gottesdienst findet diesmal draußen auf dem Vorplatz statt. Das ist alles geregelt“, meint der Presbyter.

vc Girkhausen. Vorsichtig dreht Georg-Adolf Spies die Schmuckkugel in seinen Händen. Das Exemplar ist über 70 Jahre alt. Die zerbrechlichen Kugeln leuchten Silber und Rot an der imposanten Tanne, die bis in den Januar hinein in der Girkhäuser Kirche stehen wird. Davor steht eine Krippe mit handgeschnitzten Figuren. Hier ist es auch Mechthild Spies, die die Krippe ins rechte Licht setzt.

Das Ehepaar Spies sorgt routiniert dafür, dass in der altehrwürdigen Kirche die Weihnachtsstimmung allein durch die Dekoration aufkommen könnte. Natürlich feiere die Kirchengemeinde auch Heiligabend einen Gottesdienst, unterstreicht Kirchmeister Klaus Saßmannshausen beim Gang um die Kirche. „Der Gottesdienst findet diesmal draußen auf dem Vorplatz statt. Das ist alles geregelt“, meint der Presbyter. Beginn ist hier um 15 Uhr.

Weihnachtbaum misst 4,80 Meter - ohne Spitze

Die Girkhäuser können die Gelegenheit danach und davor nutzen, um ihren Weihnachtsbaum in der Kirche in Augenschein zu nehmen. Weitere Gelegenheit bieten die regulären Gottesdienste.
Der Aufwand, der seit einigen Tagen betrieben wurde, war bemerkenswert. Denn die Tanne wurde erst am Samstag vor dem vierten Advent in die Kirche gebracht, nachdem Stefan Koch das Prachtexemplar aus dem Privatwald von Gustav zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg zur Kirche transportiert hat.

Blick auf Altar, Weihnachtsbaum und Krippe: In Girkhausen wird der Baum erst in der Woche vor Weihnachten geschmückt.
  • Blick auf Altar, Weihnachtsbaum und Krippe: In Girkhausen wird der Baum erst in der Woche vor Weihnachten geschmückt.
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Michael Sauer

„Dann wird der Baum in die Kirche gezogen, damit er trocknen kann. Stefan Koch und ein Kumpel haben uns dann geholfen, den Baum in die Kirche zu tragen. Wir können das alleine nicht“, meint Mechthild Spies. Es ist eben kein Baum, der für gewöhnlich auf dem Dachträger transportiert werden kann. „4,80 Meter ohne Spitze“, vermeldet Georg-Adolf Spies gut gelaunt. Viele Bäume seien in den letzten Jahren auch aus dem Dorf gespendet worden. Nicht wenige Girkhäuser seien froh gewesen, den zu großen Baum aus dem eigenen Garten spenden zu können. Dafür sei er sehr dankbar, meint Georg-Adolf Spies.
Doch was wäre der schönste gespendete Baum ohne den richtigen Schmuck?

Baum wird von oben nach unten geschmückt

Nachdem die Tanne dann in einem über 60 Jahre alten, aber immer noch robusten Holzständer versenkt wurde, ist die Zeit der Familie Spies gekommen. Schließlich schmückten bereits Vater Georg und Oma Elisabeth den Baum. „Beim Schmücken sind wir dann außen vor. Wir dürfen helfen, den Baum in die Kirche zu bringen und das war es dann auch schon“, meint der Kirchmeister Klaus Saßmannshausen augenzwinkernd.

Beim Schmücken sind wir dann außen vor.
Klaus Saßmannshausen
Kirchmeister in Girkhausen

Was dann folgt, ist über Jahrzehnte eingeübte Routine. Der Schmuck – hier machen Weihnachtsbaumkugeln und Strohsterne den Großteil aus – wird aus der Sakristei geholt. „Erst kommen die Lichterketten, dann wird der Baum von oben nach unten geschmückt“, erläutert Mechthild Spies die Erfolgstaktik. Lange Trittleitern seien dann im Einsatz. Jedes Jahr wird ein neuer Baum in die Kirche getragen, doch der Schmuck bleibt. An ihm hängen die Erinnerungen ganzer Girkhäuser Generationen. „Die Sterne wurden vor einiger Zeit von der Frauenhilfe gefertigt“, erinnert sich Mechthild Spies.

Holzkrippe im Jahr 1999 geschenkt

Nicht weniger fragil sind viele Elemente der Holzkrippe, die vor dem Weihnachtsbaum steht. 1999 hat der Holzschnitzer Wilfried Bodenmüller (†) der Girkhäuser Kirchengemeinde die Holzkrippe geschenkt. Baum und Krippe sind beide ein Blickfang – ohne Zweifel. „Wir können die Kirche aber nicht offen lassen. Wer sich die Kirche anschauen möchte, kann sich die Schlüssel holen“, betont Mechthild Spies, die gegenüber der Kirche wohnt. Das Ehepaar Spies ist unter der Rufnummer (0 27 58) 846 zu erreichen.

Das Kellergewölbe des alten Turms steht den
Besuchern stets offen.
  • Das Kellergewölbe des alten Turms steht den
    Besuchern stets offen.
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Michael Sauer

Der abseits gelegene Turmkeller ist jederzeit zugänglich – auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie mal kein Gottesdienst stattfinden sollte. Unter dem alten, seit 1680 von der Kirche getrennten Wehrturm haben die Girkhäuser das Kellergewölbe leergeräumt und mit einer Lüftung versehen. Dort steht ein weiterer Weihnachtsbaum in einer Krippen-Szene zwischen Heu und Schafen. Ein Angebot, das gut angenommen wird, wie Kirchmeister Klaus Saßmannshausen zu berichten weiß. „Gerade während der Pandemie wurde das Gewölbe sehr gut besucht. Das hat man an der Anzahl der entzündeten Kerzen gesehen.“

Autor:

Christian Völkel

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