Fast doppelt so viel Müll wie im vergangenen Jahr

Dieter Schaumann (2.v.r.), Gewässerwart des Wittgensteiner Fischereivereins, füllte gemeinsam mit 44 freiwilligen Helfern einen ganzen Container mit Müll aus Eder und Odeborn - darunter ein Fahrrad, eine Autobatterie, Bauschutt und Teppiche.  Foto: ds
  • Dieter Schaumann (2.v.r.), Gewässerwart des Wittgensteiner Fischereivereins, füllte gemeinsam mit 44 freiwilligen Helfern einen ganzen Container mit Müll aus Eder und Odeborn - darunter ein Fahrrad, eine Autobatterie, Bauschutt und Teppiche. Foto: ds
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ds Raumland. Der riesige Abfallcontainer auf dem Gelände des Berleburger THW platzte fast aus allen Nähten, nachdem die 44 Freiwilligen mit der Reinigung der vom Fischereiverein gepachteten Eder- und Odeborn-Abschnitte fertig waren. „Wir haben dieses Mal beinahe doppelt soviel Müll gefunden wie im vergangenen Jahr“, berichtete Dieter Schaumann, Gewässerwart des Vereins, „und das, obwohl in vielen Dörfern vorab schon Reinigungsaktionen stattgefunden haben“.

Von acht bis zwölf Uhr hatten die Vereinsmitglieder am Samstag Ufer- und Flussabschnitte zwischen Beddelhausen und Schwarzenau, in Raumland und im Berleburger Stadtgebiet von Abfall befreit und dabei von Autoreifen über Elektrogeräte bis hin zu Eimern mit Farbresten einiges an Umweltsünden in ihren Müllsäcken verstaut. Die wohl kuriosesten Funde in diesem Jahr aber waren ein noch funktionstüchtiges Fahrrad und eine Autobatterie. „In der heutigen Zeit muss das wirklich nicht mehr sein. Es gibt genug Möglichkeiten, seinen Müll umweltgerecht zu entsorgen, da muss keiner sein Zeug in die Natur schmeißen“, kritisierte Dieter Schaumann: „Die chemischen Substanzen stinken wie Pumakacke.“ Auch Bauschutt, Plakate und ganze Teppiche wanderten am Ende in den Müllcontainer. Trotz des vielen Mülls an und in Wittgensteins Flüssen wertete der Gewässerwart die diesjährige Reinigungsaktion als großen Erfolg. Neben der ohnehin regen Beteiligung freute er sich besonders über die vielen Jugendlichen, die sich an der Abfallsammlung beteiligten - sie seien schließlich die Zukunft des Vereins. Außerdem seien die Flussufer und -betten dieses Mal dank der geringen Niederschlagsmenge der vergangenen Wochen einfacher zu erreichen gewesen als in manchen Vorjahren, so dass die eingeteilten Gruppen aus jeweils zwei bis vier Leuten kaum Probleme gehabt hätten. Die an den einzelnen Abschnitten gesammelten Abfälle wurden von Privat-Pkw mit Anhängern abgeholt und zum Container auf dem THW-Gelände gebracht.

Nachdem gegen Mittag alle Sammeltrupps wieder beim THW angekommen waren, wurden die fleißigen Helfer mit Gulaschsuppe belohnt. Und der nächste Termin steht auch schon: Am Samstag, 19. Juni, ziehen sich die Vereinsmitglieder wieder ihre wasserdichten Wat-Hosen über und steigen dann in die Lahn, um auch hier die Hinterlassenschaften der offenbar nach wie vor zahlreichen Umweltsünder zu beseitigen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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