Lehrgang zum Thema Absturzsicherung
Feuerwehrleute übten den Einsatz am Abgrund

Insgesamt 22 Wittgensteiner Feuerwehrmänner und -frauen nahmen erfolgreich an einem dreitägigen Lehrgang zum Thema Absturzsicherung in Aue-Wingeshausen teil. Foto: schn
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schn Aue. Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr beinhaltet mehr als nur das Löschen von Bränden. Die technische Hilfe und die Menschenrettung nehmen heutzutage einen größeren Raum ein als die klassische Brandbekämpfung. Um auch in großen Höhen sicher arbeiten zu können, müssen die Einsatzkräfte lernen, wie man sich und andere richtig sichert. „Absturzsicherung“ heißt das dann im Chargon der Feuerwehren. Insgesamt 22 Wittgensteiner Feuerwehrmänner und -frauen nahmen erfolgreich an dem dreitägigen Lehrgang in Aue-Wingeshausen teil.

Unter der Leitung von Sebastian Fischer und Jörg Höse lernten die Teilnehmer, wie man sich in großen Höhen richtig verhält. „Die letzten Winter in Bayern, wenn die Kameraden auf die Dächer müssen, um Schnee zu räumen, haben gezeigt, wie wichtig Eigensicherung ist“, sagte Matthias Strack im Gespräch mit der Siegener Zeitung. „Bei solch komplizierten Lagen, wen ruft man dann? Genau, die Leute mit den großen roten Autos“, erläuterte Matthias Strack. Als Übungsgelände dienten der Kletterfelsen Kapplerstein unweit des Gerätehauses in Aue, der Schießstand auf dem Schützenplatz in Wingeshausen und die nahen Brücken über die Eder. Hier konnten alle möglichen Einsatzszenarien geübt werden, die auch in der Realität vorkommen können. Der Gittermast in Wingeshausen hat große Ähnlichkeit mit Baugerüsten oder Hochspannungsmasten. Der Kletterfelsen diente als Szenario zum Abseilen aus kritischen Situationen. Ein klassischer Ausbildungsinhalt fehlte jedoch in diesem Lehrgang: die Sicherung bei Drehleitern und Teleskopmasten.

„Aktuell ist es ja so, dass in Wittgenstein nur eine Drehleiter in Bad Laasphe einsatzbereit ist und die konnten wir nicht zum Übungsdienst abziehen. Also werden diese Lehrgangsteile in den Stammeinheiten nachgeholt“, erklärte Matthias Strack. Wie die SZ berichtete, kann die Drehleiter in Bad Berleburg nach einem Schaden im Einsatz nicht eingesetzt werden und auch der Teleskopmast aus Erndtebrück steht nach einem technischen Defekt momentan nicht zur Verfügung. Neben theoretischen und praktischen Grundlagen lernten die Teilnehmer, die aus allen drei Wittgensteiner Kommunen kamen, auch den Umgang mit der Ausrüstung der Nachbarfeuerwehren. „Im Einsatz kann man nicht immer nur auf die eigenen Mittel zugreifen. Da ist es wichtig, dass man zum Beispiel in Aue-Wingeshausen weiß, welches Material die Erndtebrücker einsetzen“, sagte Matthias Strack. Also legten die Feuerwehren der drei Kommunen ihre Ausrüstung zusammen auf den Tisch und gemeinsam wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet.

Die Kooperation zwischen den Kommunen wird im Bereich der Feuerwehren immer wichtiger und die Einsatzkräfte tragen dem schon seit Jahren durch gemeinsame Lehrgänge und Übungen Rechnung. „Das wichtigste Element aber sind die Ausbilder“, machte Matthias Strack auch deutlich. Ohne genügend qualifizierte Ausbilder gehe es nicht. Ihm war es wichtig, nicht nur seinen Dank an die beiden Lehrgangsleiter und ihr Team auszudrücken. Ohne fachkundige Ausbilder könnten die Feuerwehren ihre Einsatzbereitschaft nicht halten, konstatierte Matthias Strack. – Die Absolventen des Lehrgangs waren:

Bad Berleburg: Jan Steven Schenk, Marcus Crusius, Franz Woithe, Ralf Klose, Florian Saßmannshausen, Sebastian Saßmannshausen, Jannik Brandt, Volker Strack, Vanessa Meznar, Lukas Alexander Kroh und Alexander Moszicke.

Bad Laasphe: Torsten Spillmann, Isidro Prieto-Pacheco, Stefanie Paulmann, Matthias Kraft, Björn Schäfer, Tom Müller, Jochen Kuhli, Marc Jannis Grundmann und Sascha Gerhardt.

Erndtebrück: Jan Hackenbracht und Jonas Feuerhahn.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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