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Vorschlag der Grünen
Feuerwerk den Profis überlassen

Für viele gehört das Feuerwerk an Silvester einfach dazu – wie hier in Bad Berleburg in der Oberstadt. Die Berleburger Grünen wollen daran auch nicht rütteln, sie schlagen aber nun als Kompromiss ein einziges öffentliches Feuerwerk vor (Archivfoto).
  • Für viele gehört das Feuerwerk an Silvester einfach dazu – wie hier in Bad Berleburg in der Oberstadt. Die Berleburger Grünen wollen daran auch nicht rütteln, sie schlagen aber nun als Kompromiss ein einziges öffentliches Feuerwerk vor (Archivfoto).
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

bw Bad Berleburg.   Ein generelles Verbot von Feuerwerk an Silvester soll es in diesem Jahr – trotz aller anderen Kontakteinschränkungen – nicht geben. Nur auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen darf nicht gefeuert und damit eben auch nicht gefeiert werden, aus Berlin gibt es die Empfehlung, auf das Feuerwerk zu verzichten. Größere Zusammenkünfte, wie etwa in Bad Berleburg auf dem Marktplatz, sollen verhindert werden. Wer zuhause mit der Familie vor der eigenen Haustür böllern möchte, wird dies aller Voraussicht nach tun...

bw Bad Berleburg.   Ein generelles Verbot von Feuerwerk an Silvester soll es in diesem Jahr – trotz aller anderen Kontakteinschränkungen – nicht geben. Nur auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen darf nicht gefeuert und damit eben auch nicht gefeiert werden, aus Berlin gibt es die Empfehlung, auf das Feuerwerk zu verzichten. Größere Zusammenkünfte, wie etwa in Bad Berleburg auf dem Marktplatz, sollen verhindert werden. Wer zuhause mit der Familie vor der eigenen Haustür böllern möchte, wird dies aller Voraussicht nach tun können.

Runden Tisch bilden

Der Bad Berleburger Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen denkt nun jedoch schon über die Neujahrsnacht 2021 hinaus und will das Feuerwerk an Silvester in der Zeit nach Corona auch auf neue Füße stellen: Ökologischer und rücksichtsvoller soll es in Zukunft werden, regen die Grünen in einer aktuellen Pressemitteilung an. „Wir möchten die Gelegenheit des Innehaltens nutzen, um für die Zukunft einen tragfähigen Umgang mit Feuerwerk an Silvester vorzubereiten“, heißt es darin. Für die einen sei es ein unverrückbares, fröhliches Ritual, für die anderen dagegen eine unzumutbare Störung von Menschen, Haustieren und Wildtieren. „Wir finden, es ist an der Zeit, dass Politik die Gelegenheit nutzt, einen nachhaltigen Kompromiss zu verhandeln“, fordern die Grünen.
Der Vorschlag des Ortsverbands lautet: einen Runden Tisch bilden, um private Feuerwerke im Stadtgebiet im kommenden Jahr durch ein öffentliches Feuerwerk zu ersetzen. Bei einem öffentlichen Feuerwerk beschränke sich die akustische Störung auf 15 bis 20 Minuten. Die Verwendung professioneller Mischungen und Apparaturen durch erfahrene Pyrotechniker aus Feuerwehr und THW-Ortsgruppe garantiere außerdem Sicherheit und eine viel geringere Müll- und Feinstaubbelastung. Durch die größere Steighöhe und durch die Dunkelheit wäre solch ein professionelles Feuerwerk auch weithin sichtbar, argumentieren die Grünen weiter. 

Spendenkonto zur Finanzierung

Bei privaten Feuerwerken komme es durch unsachgemäßen Umgang auch immer wieder zu Verletzungen, Bränden und Beschädigungen. Die Rückstände erzeugten zudem ein erhebliches Müllaufkommen in der freien Landschaft sowie in Gullys und Abwasserkanälen, das aufgrund der Streuung nie vollständig zu beseitigen ist. Die Feinstaubbelastung durch die Verbrennungsprozesse erreiche 16 Prozent des Jahresaufkommens im Verkehr. Vögel, Hunde, Pferde und Katzen „erleben Tage der Angst“. Laut Umfragen begrüße daher eine Mehrheit der Bürger ein Verbot von Böllern an Silvester, so die Grünen weiter.
Zur Finanzierung wäre aus ihrer Sicht ein städtisches Spendenkonto geeignet – wer sich beteiligen möchte, kann spenden und erhält mehr Feuerwerk für sein Geld. Um die Klimaschädlichkeit zu reduzieren, würde ein Teil des gespendeten Geldes einem Projekt im Berleburger Klimapartnerdistrikt Morogoro in Tansania gewidmet. Den Runden Tisch sollten die Stadtverwaltung, die Parteien, die Feuerwehr, das THW und interessierte Bürger bilden.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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