Finder wollte 1500 E von fremdem Sparbuch abheben

Kassen-Angestellter roch Betrug / Gestern 600 E Strafe

howe Bad Berleburg. Ehrlicher Finder gesucht? Fehlanzeige. Nicht im Bad Berleburger Amtsgericht. Dort saß gestern nämlich ein 43-Jähriger, der sich wegen versuchten Betrugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung verantworten musste. Als Staatsanwalt Wolfgang Nau die Anklageschrift verlas, fiel so manchem im Sitzungssaal Anwesenden nicht mehr viel ein. Der Beschuldigte habe im November vorigen Jahres auf dem Parkplatz der Erndtebrücker Sparkassen-Filiale ein Sparbuch gefunden.

Wenige Tage später habe er die Filiale in Bad Laasphe aufgesucht, um 1500 e abzuheben. Der Angestellte des Kreditinstituts schilderte den Fall aus seiner Sicht: Der Kunde habe die Filiale betreten und das Sparbuch vorgelegt. »Ich habe alles eingetippt und an meinem Bildschirm gesehen, dass das Konto gesperrt worden war.« Er habe, so der Angestellte, sofort ein Verdachtsfoto geschossen und nach dem Personalausweis gefragt. Der Beschuldigte habe in seinen Taschen gewühlt und bemerkt, der Ausweis befinde sich draußen im Auto. Er habe die Geschäftsstelle verlassen und sei nicht wieder aufgetaucht. Urkundenfälschung beging der Angeklagte in dem Moment, als er zur Krönung den Auszahlungsbeleg mit der – unkenntlichen – Unterschrift des Inhabers versah.

»Ich habe es versucht. Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe«, gestand der 43-Jährige. Das Gericht erkannte gestern wieder einmal, dass nicht immer die wahrhaft Kriminellen auf der Anklagebank Platz nehmen. Oftmals sind es die finanziellen Nöte, hohe Schulden oder sonstige Faktoren, die einen Menschen zu solchen Taten veranlassen. Wolfgang Nau forderte eine Strafe von 40 Tagessätzen zu je 15 e. Amtsgerichtsdirektor Hans-Jürgen Niediek folgte dem Antrag.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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