Finger-Tippen, Fuß-Wippen, Kopf-Schwingen

Skandinavisches »New Orleans Delight« spielte Dixie auf dem Bad Berleburger Marktplatz

JC Bad Berleburg. Wenn die Finger rhythmisch auf den Tisch tippen, der Fuß zum Takt auf und ab wippt und der Kopf gelassen hin und her schwingt, dann hat die Musik den Zuhörer erreicht. Beim zweiten von vier Let´s-Dixi-Konzerten war jetzt der Marktplatz voll mit Jazzfreunden, die sich vom Swing anstecken ließen. Kaum jemand schaffte es, gar keine Regung zu zeigen, als die skandinavische Gruppe »New Orleans Delight« aufdrehte.

Eine Band und ganz viele Rhythmen

Rund 350 Zuhörer lauschten den Klängen der sechsköpfigen Combo aus Dänemark und Schweden, schätzte Matthias Heß vom ausrichtenden Berleburger Touristikverein. »New Orleans Delight« brachte einen Querschnitt durch die unterschiedlichen Stilrichtungen des New-Orleans-Jazz zu Gehör. Da waren karibische Einflüsse zu finden, genauso wie Boogie und Spirituals. Bandleader Kjeld Brandt wies auf die Verschiedenartigkeit der Rhythmen hin. Der gelassene »Far Away Blues« eignete sich zum Ausspannen, der beschwingte Parade-Beat »Let´s All Go Down to New Orleans« provozierte wieder heftigere Bewegungen. »Have You Ever Been Blue« heiterte bedrückte Gemüter wieder auf. Bereits 1998 war die Band bei »Let´s Dixi« mit von der Partie. Mittlerweile sind zwei Mitglieder ausgestiegen. Posaunist Bengt Hansson und Bassist Stefan Kärfve haben die Abgänge ersetzt. Neu im Klangbild ist das Keyboard, dessen Tasten Göran Magnussen bedient. Die drei Schweden reisten das erste Mal nach Berleburg.

»Es ist noch genau wie vor fünf Jahren«

Klarinettist Kjeld Brandt, Erling Lindhardt am Banjo und Schlagzeuger Claus Lindhardt, alle aus Dänemark, kannten die Kurstadt bereits. So sprach Brandt aus Erfahrung, als er im Lied »Down in Jungletown« eine Parallele zur Odebornstadt entdeckt haben wollte. Ein paar Tage haben die Skandinavier noch, um ihren Eindruck zu festigen oder sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Nach dem Auftritt wollte sich die Kapelle noch das Schloss ansehen und einige Fotos knipsen. Frontmann Brandt schwärmte von der frischen Luft auf den Höhen. »Es ist noch genau wie vor fünf Jahren«, erinnert sich der Klarinettist. Auch für das fachkundige Publikum hatte er Lob zu verteilen.

Elvis-Presley-Coverversion kam gut an

Nach anspruchsvollen Soli fiel der Beifall besonders stark aus. Auch für die kirchliche Hymne »He Touched Me« begeisterten sich die Berleburger. Sehr zur Freude von Brandt, der den Elvis-Presley-Song zu seinem Lieblingslied erklärte. Der Kontakt zu den Nordmännern kam durch die Städtepartnerschaft mit Fredensborg-Humlebaek zustande.

Regelmäßige Einladung für die Dänen

Ole Holde, Vorsitzender des Berleburg Klubben, das dänische Gegenstück zum Fredensborg-Ring, empfahl die Band. Und Holde ist vom Fach: In seinem Lokalradio Humleborg, einer Wortschöpfung aus den beiden Städtenamen, läuft häufig Jazzmusik. Seit sechs Jahren überträgt Holde jedes »Let´s-Dixi«-Konzert in die Heimat. Auch dieses Mal war er mit Mikrofon dabei. 400000 Menschen leben im Sendegebiet der Radiostation. Seinen Zuhörern legt Holde regelmäßig ans Herz, Bad Berleburg mal einen Besuch abzustatten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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